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8. Mai: Welt-Eierstockkrebs-Tag

Gezielte Krebsvorsorge dank moderner Genetik


Weniger als 1 Prozent der Frauen in der Schweiz tragen überhaupt eine BRCA-Genveränderung.

Eierstockkrebs gilt als stiller Killer. Bei drei von vier Frauen wird die Krankheit erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Dabei bestünden, bei frühzeitiger Diagnose, Heilungschancen. Besonders für Trägerinnen einer Genveränderung ist das Risiko hoch, zu erkranken.

Bauchschmerzen oder Völlegefühl können ein harmloser Befund sein. Doch wenn die Symptome länger als vier Wochen andauern, könnte es sich auch um eine ernsthafte Erkrankung handeln – um Eierstockkrebs. 600 Frauen erkranken in der Schweiz jährlich daran, eine von fünf Frauen ist jünger als 50 Jahre alt.

Heute sind mehrere krankheitsauslösende Genveränderungen bekannt. Vor allem sogenannte Mutationen in den beiden Brustkrebsgenen BRCA1 oder BRCA2 (BRCA = BReast CAncer) sind für das erbliche Ovarialkarzinom verantwortlich. Liegt eine Mutation dieser Gene vor, steigt das Krebsrisiko erheblich. Die Genmutation kann von Vater oder Mutter geerbt und an die eigenen Kinder vererbt werden. Statistisch gesehen werden solche Mutationen an die Hälfte der Nachfahren weitergegeben.

Wichtig zu wissen!

Weniger als 1 Prozent der Frauen in der Schweiz tragen überhaupt eine BRCA-Genveränderung; von den 600 Frauen, die jährlich an Eierstockkrebs erkranken, weisen aber bis zu 10 Prozent eine solche Genveränderung auf. Und: Nicht jede Trägerin muss unweigerlich an Krebs erkranken, jedoch beträgt das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken bei Frauen mit einer BRCA1-Mutation bis zu 50 Prozent, bei Frauen mit einer BRCA2-Mutation bis 20 Prozent. Von den Frauen ohne entsprechende Mutation erkrankt im Schnitt 1 Prozent an Eierstockkrebs. 

Wann sind Gentests sinnvoll?

Frauen, in deren Familien vermehrt Brust- oder Eierstockkrebs vorkommen, sollten sich im Beratungsgespräch mit dem Hausarzt oder einer Fachärztin über die Krebskrankheit informieren, um einschätzen zu können, ob ein sogenannter Gentest anhand einer Blutprobe Nutzen bringen kann. Ein solcher Gentest ist keine Krebs-diagnose, sondern zeigt auf, ob bei einer Person ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung an Eierstockkrebs besteht. Dies noch bevor die Krankheit entsteht oder erste Symptome auftreten – somit können die genetische Beratung sowie ein sich allfällig anschliessender Gentest Präventionsmassnahmen sein, die es Fachärzten ermöglichen, Massnahmen zur weiteren Behandlung (z.B. operative Entfernung der Eileiter, Eierstöcke u.ä.) abzuleiten. Die Kosten für eine genetische Beratung werden von der Grundversicherung der Krankenkasse gedeckt, sofern sie von dazu berechtigten Ärzten und Ärztinnen durchgeführt werden. 

Mögliche Hinweise auf Vererbung

Gehäuftes Auftreten von Brust- und Eierstockkrebs bei Verwandten ersten Grades

Krankheitsausbruch vor dem 40. oder 50. Altersjahr

Eine oder mehrere Mitglieder der Familie sind an Brust- und Eierstockkrebs erkrankt.

Gentests und Kinder

Kinder sollten zurückhaltend und nur dann getestet werden, wenn dies für ihre eigene Gesundheit oder für diejenige ihrer Geschwister unmittelbar relevant ist.

Die Krebsliga Zürich und die Manja Gideon Stiftung haben anlässlich des «World Ovarian Cancer Days» ein informatives Dossier für Sie zusammengestellt. Dort finden Sie u.a. ein Interview mit Präventivmediziner Prof. em. Dr. Felix Gutzwiller «Ein vernachlässigtes Problem», sowie zahlreiche Links zu Fachstellen und Selbsthilfegruppen. 

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