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50PLUS – GESUNDHEIT

Was bringt die Mammografie?


50plus sind eher brustkrebsgefährdet. Aber es gibt Mittel zur Vorsorge.

Bei einer Brustkrebserkrankung gibt es nicht-beeinflussbare Risikofaktoren – trotzdem kann man etwas tun, schreiben Bettina Albers und Sarah Majorczyk auf «Bild.de».

Es gibt zahlreiche Faktoren, die Brustkrebs begünstigen, aber nicht beeinflusst werden können. Das Alter ist ein Beispiel: Bei Frauen ab 50 steigt das Brustkrebsrisiko, ab dem 70. Lebensjahr nimmt es dann wieder ab. Daher wurde in verschiedenen Ländern das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening-Programm für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eingeführt.

Auch eine familiäre Veranlagung oder das Vorliegen einer brustkrebsauslösenden Genveränderung (sogenannter erblicher Brustkrebs) kann nicht beeinflusst werden. Das gilt ebenso für die Art des Brustgewebes: Frauen mit sehr dichtem Brustgewebe (mehr Drüsen- und Bindegewebe als Fett) haben ein höheres Risiko für Tumore.

Auch erhöhen Veränderungen des Brustgewebes (z.B. gutartige Knoten) das Brustkrebsrisiko. Ausserdem wurde auch bei Frauen, die früh ihre erste Regel bekommen haben (vor dem 11. Lebensjahr) und erst spät (nach 54. Lebensjahr) in die Wechseljahre gekommen sind, eine höhere Brustkrebsrate beobachtet.

  • Wenn eine Frau einen oder mehrere solcher nicht-beeinflussbaren Risikofaktoren hat, heisst das aber nicht, dass sie eh nichts machen kann. Zum einen kann sie durch Vermeidung der beeinflussbaren Risikofaktoren (Übergewicht, Bewegungsmangel, Alkohol, Rauchen) ihr Brustkrebsrisiko senken, zum anderen können Hochrisiko-Patientinnen (z.B. bei Vorliegen eines bestimmten "Brustkrebsgens") schon im früheren Alter Mammografie-Untersuchungen durchführen lassen. Durch die regelmässige Teilnahme wird eine Erkrankung früh erkannt. Je früher erkannt, umso weniger belastend die Behandlung. Früherkennungsuntersuchungen
  • Tastuntersuchung: Ab dem 20. Lebensjahr tastet der Frauenarzt einmal pro Jahr die Brust und die Achselhöhlen ab. Frauen wird darüber hinaus empfohlen, einmal monatlich eine Selbstuntersuchung der Brust vorzunehmen.
  • Mammografie: Frauen zwischen 50 und 69 werden alle zwei Jahre zur Mammografie eingeladen. Diese Altersgruppe hat statistisch das grösste Risiko, an Krebs zu erkranken. Daher überwiegt in dieser Altersgruppe der Nutzen der Untersuchung den möglichen Schaden (die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung, es kommt zu einer Strahlenbelastung).
  • Bei jüngeren Frauen ohne besonderes Brustkrebsrisiko überwiegt der Nachteil der Strahlenbelastung den möglichen Nutzen. Auch kommt es bei ihnen häufiger zu sogenannten falsch-positiven Befunden, d.h. es wird ein Knoten entdeckt, der aber kein Krebs ist. Die betroffenen Frauen haben sich dann aufgrund des auffälligen Mammografie-Befundes einer Gewebeentnahme unterzogen und waren bis zur Entwarnung einer hohen psychischen Belastung ausgesetzt.
  • Auch Frauen über 70 Jahren wird diese Untersuchung nur empfohlen, wenn sie in guter allgemeiner Verfassung sind und noch eine Lebenserwartung von mehr als zehn Jahren haben. Wenn also keine anderen Erkrankungen vorliegen, die Patientin trotz des höheren Alters noch fit ist, kann individuell entschieden werden, die Früherkennungsuntersuchung fortzusetzen.

Die aktuellen Leitlinien empfehlen, die Früherkennung dem individuellen Risiko sowie den persönlichen Bedürfnissen einer Frau anzupassen. Dafür ist ein umfassendes Beratungsgespräch beim Arzt erforderlich. Dabei kann sich die Frau die Vor- und Nachteile der Früherkennung erklären lassen und nach einer Einschätzung ihres persönlichen Risikoprofils fragen.

Arzt und Patientin können dann gemeinsam darüber entscheiden, welche Früherkennungsuntersuchungen im indviduellen Fall sinnvoll sind.


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