Premium Partner

FINANZEN

Silver Ager am Bankschalter


50plus, Finanzen, Geldanlage, Silver Ager

Wissen, was sie wollen: Menschen über 50.

Menschen zwischen 50 und 60 haben eigene Bedürfnisse. Für blöd verkaufen lassen sie sich schon gar nicht. Um sie zu befriedigen, müssen auf sie zugeschnittene Dienste kreiert werden, schreibt Barbara Kalhammer auf "punktmagazin.ch".

Menschen über 50 werden zu einer grösseren und somit lukrativeren Zielgruppe. Von den jungen Alten profitieren aber nur Finanzinstitute, die den individuellen Bedürfnissen der Silver Ager Rechnung tragen.

Das klassische Bild der sogenannten Silver Ager ist längst überholt. Die angehenden Grauköpfe zeigen sich äusserst agil, lebensfroh und unternehmungslustig - und sie werden mehr: Waren 2012 nur rund 23 Prozent der Bevölkerung älter als 60 Jahre, werden es 2050 bereits 37 Prozent sein.

"Die neuen Alten sind aber keine Asketen, sie wissen, was gut ist, und lieben auch exklusive Genüsse und Vergnügen, die sie sich in ihrer Jugend nicht leisten konnten", heisst es in der Studie "Generation Gold" des Gottlieb Duttweiler Institutes (GDI).

Sie haben nicht nur Zeit und den Wunsch, ihre Träume zu verwirklichen, sondern vor allem auch die finanziellen Mittel dazu: Im Jahr 2010 lag das durchschnittliche Vermögen der Personen im Ruhestand im Kanton Zürich bei über 900 000 Franken.

Die reifere Generation ist also nicht nur kauffreudig, sondern auch kaufkräftig. Die Kombination aus ihrer Zahl, ihren hohen Vermögen und der zunehmenden Individualisierung führt dazu, dass Silver Ager für die Konsumbranche immer wichtiger werden.

Dasselbe gilt auch für die Finanzbranche. Doch müssten die Banken ihre Dienstleistungen erst noch an die Bedürfnisse der reiferen Generation anpassen, sagt Karin Frick, Forschungsleiterin beim GDI. Gefordert seien Kompetenz, Lebenserfahrung und Taktgefühl.

Zudem sollten Berater in der Lage sein, auch ernste Themen wie den Nachlass anzusprechen. Im besten Fall wird der Bankberater zu einer Vertrauensperson, so Frick.

Das dürfte ihm leichter fallen, wenn der Berater selbst kein Anfänger, sondern in einem Alter ist, in dem er sich ähnliche Fragen stellt. Deshalb hat beispielsweise die Bank Coop ihr Konzept "Senioren für Senioren" lanciert.

Auch andere Institute wie die Neue Aargauer Bank, die Basler Kantonalbank oder die Helvetia Versicherung bieten gezielte Lösungen für Senioren an. Doch gemäss Frick hat die Umstellung noch nicht stattgefunden.

Vor allem im Retail-Bereich seien die Angebote ungenügend. Wer mit Silver Agern geschäftlich zu tun hat, muss wissen, dass sie sich nicht jeden Bären aufbinden lassen. Viele informieren sich, so wie die Jungen, vermehrt im Internet.

Bereits die Hälfte der 50- bis 59-Jährigen ist online, Tendenz steigend. Frick erwartet, dass auch die Banken diesen Trend vorantreiben. So sollten beispielsweise Überweisungen vermehrt online getätigt werden statt am Bankschalter.

Die Migros Bank setzt dies bereits um und schafft die Schalter gänzlich ab. Wirklich seniorenfreundlich ist dieser radikale Schritt sicherlich nicht.

In jedem Fall sind die Banken gefordert, sich aktiv um die älteren Kunden zu bemühen und sie nicht einfach aufs Abstellgleis zu schieben. Es ist an der Zeit, der Generation 50plus ein individuelles Menu zu offerieren anstelle des einfachen Seniorentellers.

Genau wie beim Menu auch sind sie nämlich bereit, für die Sonderberatung etwas mehr zu bezahlen.


WERBUNG

WERBUNG

Freizeitclub 50 Plus

Hier treffen sich aktive, vielseitig interessierte Menschen über 50, die an Wochenenden und unter der Woche bei den verschiedensten Aktionen gemeinsam unterwegs sind! Mehr... 

WERBUNG