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Ratgeber für Privatanleger


Ratgeber für Privatanleger

Ratgeber für Privatanleger

Kaufe nur, was du selbst verstehst, besagt eine alte Börsenweisheit. Doch die Vor- und Nachteile verschiedener Anlageformen durchblicken Kleinanleger oft nicht vollständig. Um dieses Ungleichgewicht zwischen Privatanlegern und Finanzexperten auszugleichen, hilft der Ratgeber «Was Sie über Geldanlage wissen sollten».

Im Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich ist ein empfehlenswertes Buch zu kaufen: Was Sie über Geldanlage wissen sollten, von Michael Färber.

Die Vor- und Nachteile verschiedener Anlageformen durchdringen Kleinanleger oft nicht vollständig. Geld einfach auf dem Post- oder Sparkonto liegen zu lassen, ist keine ratsame Alternative, da die Inflation langfristig daran nagt. Auch angesichts der immer wichtiger werdenden privaten Altersvorsorge wollen Privatpersonen ihr Vermögen anlegen und müssen somit den Finanzberatern gezwungenermassen vertrauen. Die nutzen oft ihren Wissensvorsprung gegenüber Privatanlegern aus und kassieren kräftig bei Gebühren und Provisionen.

Um dieses Ungleichgewicht zwischen Privatanlegern und Finanzexperten auszugleichen, hilft der Ratgeber «Was Sie über Geldanlage wissen sollten». Er erklärt die Vielfalt der Investitionsmöglichkeiten und zeigt, wie Anleger Gebührenfallen umgehen können. Das Buch ist aus der Privatanleger-Perspektive geschrieben und richtet sich an Finanzlaien, ist aber auch für versierte Marktkenner ein gutes Nachschlagewerk.

Einleitend erklärt der Autor Michael Ferber, Wirtschaftsjournalist der NZZ, das Provisionsgeschäft der Finanzbranche, er legt dar, an welchen Produkten welche Banken wie viel verdienen. Bei strukturierten sowie bei hauseigenen Produkten fällt die Beraterprovision beispielsweise besonders hoch aus. Auch weisen laut dem Autor viele Berater die Rendite brutto und nicht abzüglich der Gebühren aus; oder sie wählen für die Performance von Vergleichsindizes bisweilen Zeiträume, in denen es ihr Produkt noch gar nicht gab. Die Anleger werden im Laufe des Buches wiederholt an Investitionsgrundsätze erinnert, beispielsweise daran, dass eine höhere Rendite immer auch mit einem höheren Risiko verbunden ist.

Von Aktien über Anleihen bis zu Fonds erklärt Ferber alle gängigen Anlageformen und ihre Unterarten; dabei definiert er stets zunächst das Produkt und zeigt anschliessend seine Vor- wie Nachteile auf. Bei den komplexeren strukturierten Produkten, die durch die Finanzkrise besonders bekannt wurden, verweist er explizit darauf, dass sie hauptsächlich für erfahrene Investoren geeignet seien. Auch hier berieten Banken oft nicht transparent, viele legten beispielsweise ihre Berechnungen für die Ausfallwahrscheinlichkeiten der Bezugswerte nicht offen. Es gelte wiederum der Grundsatz, dass man seine Anlageprodukte selbst verstehen müsse. Bei Anlagen für die private Altersvorsorge rät Ferber, die Steuervorteile der dritten Säule zu nutzen; statt Investitionen in Rentenversicherungen zu tätigen, die oft hohe Gebühren berechneten, sollten Anleger auch hier eigenverantwortlich investieren.

Insgesamt zeigt der Ratgeber einen bequemen Weg durch den Anlage-Dschungel. Statt die übliche, mit Anglizismen gespickte Finanzsprache zu benutzen, veranschaulicht Ferber komplizierte Produkte auf verständliche Weise. Ergänzend illustrieren zahlreiche Tabellen und Grafiken, wie etwa «So funktioniert ein Schweizer Immobilienfonds», komplexe Produkte anschaulich. Ferber verzichtet im gesamten Buch auf explizite Anlageempfehlungen, gibt dem Leser aber abschliessend «zehn Grundregeln für die Geldanlage» mit auf den Weg: von der bekannten Risikostreuung bis zum Hinweis, vorrangig in Indexprodukte zu investieren. Und vor allem eines legt er dem Leser ans Herz: eine gesunde Skepsis gegenüber allen Anlage-Informationen. Weiter zu NZZ Libro...


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