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Das Güterrecht in der Schweiz und dessen Bedeutung in der Ehe


50 Plus Ehe, Güterrecht, ZFP, Zentrum für Pensionsplanung, Generali

Beratung zum Güterrecht

Ein ganz wichtiges Thema für die Generation 50 Plus. Das eheliche Güterrecht regelt, welche Güter nach der Heirat wem gehören und es regelt die Aufteilung des Vermögens nach dem Tod eines Ehepartners. Der Güterstand liefert somit die Basis für die nach dem Tod vorgenommene erbrechtliche Auseinandersetzung. Hier lesen Sie, was es zu beachten gilt.

Aktuell kommen in der Schweiz drei Güterstände zur Anwendung:

  • Ordentlicher Güterstand (Errungenschaftsbeteiligung)
  • Gütergemeinschaft
  • Gütertrennung

Errungenschaftsbeteiligung
Der Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung umfasst das Eigengut und die Errungenschaft des Ehepaares. Diese Unterscheidung dieser Vermögensbestandteile ist bei der Auflösung der Ehe von Relevanz. Sei es in Folge einer Scheidung oder in Folge von Tod des Ehepartners. Das Eigengut umfasst Vermögensteile, die schon vor der Ehe vorhanden waren oder während der Ehe in Form von Schenkungen oder Erbschaften dazugekommen sind. Dem Eigengut dazugerechnet werden persönliche Gegenstände eines Ehepartners wie Kleider oder Dinge des täglichen Bedarfes. Die Errungenschaft umfasst alle anderen Vermögenswerte wie Einkommen aus Erwerbstätigkeit aber auch jenes aus Kapitalertrag die nicht durch die täglich anfallenden Lebenshaltungskosten verzehrt wurden. Die Erträge aus der Bewirtschaftung des Vermögens welches dem Eigengut zugerechnet wird, fallen in die Errungenschaft des Ehepaars. 

Gütergemeinschaft
Die Gütergemeinschaft erfordert den Abschluss eines Ehevertrages. Ist in einem Ehevertrag nicht festgelegt, welche Vermögenswerte dem Eigengut zugerechnet werden fällt das gesamte Vermögen der Eheleute in das sogenannte Gesamtgut. Im Todesfall eines Ehepartners wird in dem Fall das gesamte Ehevermögen dem überlebenden Ehepartner angerechnet. Bei Scheidung nimmt jeder Ehegatte jene Vermögenswerte zurück, welche unter dem Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung als Eigengut angesehen würde. Der Rest wird hälftig aufgeteilt. 

Gütertrennung
Wie aus der Bezeichnung herauszulesen ist, gibt es bei diesem mit Ehevertrag gewählten Gütestand nur Eigengut. Somit fallen bei Auflösung der Ehe infolge Scheidung oder Tod die jeweiligen Vermögenswerte zu 100% an jeden Ehegatten bzw. dessen Erben zurück. 

Meistbegünstigung des überlebenden Ehepartners
Ehepaare können in einem Ehevertrag vereinbaren, dass der überlebende Partner das gesamte Errungenschaftsvermögen angerechnet erhält. Wird im Vertag festgehalten, dass kein Eigengut in die Ehe eingebracht wurde, erhält der überlebende Ehepartner im Todesfall des anderen die gesamte Errungenschaft angerechnet und die Kinder erben das übrig gebliebene Vermögen erst nach dem Tod des zweiten Elternteils. 

Haben Sie Fragen zur Pensionierung und zum Thema Güterstand? Im Zentrum für Pensionsplanung (ZfP) arbeiten Experten, die sich täglich mit Themen rund um die Vorsorge befassen. Ihr Wissen teilen Sie gerne mit Ihnen und bieten Ihnen eine umfangreiche Beratung an. Kontaktieren Sie das Generali Zentrum für Pensionsplanung, die Experten sind gerne für Sie da.

Quelle: Generali, Zentrum für Pensionsplanung


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