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ESSEN

Länger haltbar, als man denkt


Food waste: Erst dran riechen, dann erst entscheiden, obs in den Abfall gehört.

Mindesthaltbarkeitsdatum, Verbrauchsdatum, Verfallsdatum – alles das Gleiche? Zu wissen, welche Bedeutung sich hinter dem jeweiligen Datum verbirgt, hat einen klaren Vorteil.

Weniger Nahrungsmittel, die noch geniessbar wären, landen im Abfall. Mit ein paar Tipps fällt es leichter, zwischen Wegwerfen und Verwerten zu entscheiden.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, bis wann der Hersteller garantiert, dass ein ungeöffnetes Lebensmittel bei richtiger Lagerung und Kühlung noch so schmeckt und riecht wie das frisch hergestellte Produkt.

"Danach muss das Produkt keinesfalls ungeöffnet in den Müll wandern, denn viele Lebensmittel sind auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch geniessbar oder können weiterverarbeitet werden. Auf die eigenen Sinne zu vertrauen, ist eine gute Möglichkeit, um zu beurteilen, ob ein Produkt noch in Ordnung ist", erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio."

Wenn ein Produkt riecht, schmeckt und aussieht wie üblich, kann es meist ohne Bedenken verzehrt werden. Sollte es etwas ungewöhnlich aussehen, schmecken oder riechen, ist Skepsis angebracht. Bei Unsicherheit, ist es besser, das Lebensmittel vorsichtshalber wegzuwerfen.

Das Verfallsdatum und das Verbrauchsdatum

Anders verhält es sich mit dem Verfallsdatum: Dieses ist zum Beispiel auf Medikamente gedruckt, und zeigt an, dass sie bis zum angegebenen Datum eingenommen werden sollten. "Das Verbrauchsdatum ist ebenfalls deutlich verbindlicher als das Mindesthaltbarkeitsdatum. Es steht üblicherweise auf Produkten wie Hackfleisch", so Dr. Annette Neubert.

Nach Ablauf des Verbrauchsdatums sollten solche Produkte nicht mehr verzehrt werden, da gefährliche Keime enthalten sein können, die nicht sichtbar und geruchsneutral sind.

Lebensmittelverschwendung vermeiden - so geht's

Viele Lebensmittel sind nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht sofort verdorben. Das gilt besonders für die wenigen Nahrungsmittel, die fast uneingeschränkt haltbar sind wie getrocknete Hülsenfrüchte, Kaugummi oder Essig.

Auch Konserven, Nudeln aus Hartweizengriess oder Mineralwasser sind im Normalfall noch weit über das MHD haltbar, meist mehrere Monate oder sogar Jahre. Im Gegensatz dazu verderben Käse, Milch und Wurst schneller - in der Regel auch erst einige Tage nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums.

Wer weniger wegwirft, spart nicht nur Geld, sondern vermeidet auch Lebensmittelverschwendung. Bereits beim Einkaufen können wir viel tun, zum Beispiel auf Qualität und die richtige Lebensmittelmenge achten. Und wenn doch mal zu viel eingekauft wurde, lassen sich grössere Portionen prima vorkochen und dann einfrieren.


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