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50 PLUS GESUNDHEIT

Was Sie über Hörgeräte wissen müssen


Hörhilfen sind heute Hightech

Hörgeräte erscheinen auf den ersten Blick als wenig attraktive Hilfsmittel, die man nur dann trägt, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt. Die meisten Leute denken bei dem Begriff „Hörgerät“ an eine klobige Apparatur, die für jedermann sichtbar ist – dabei sind die Zeiten, in denen Hörhilfen ein solches Design trugen, bereits seit Jahrzehnten passé.

Moderne Hörhilfen sind Hightech-Systeme
Moderne Hörgeräte sind technische Wunderwerke, die mit den Geräten früherer Tage nichts mehr gemein haben. Klein, leistungsstark und dezent – so präsentieren sich heutige Hörgeräte, die im Unterschied zu früheren Zeiten erstaunlich günstig zu haben sind. Der hohe Energieverbrauch, der ein Grundproblem der ersten Hörgeräte-Generationen war, konnte im Laufe der Jahre auf ein Minimum reduziert werden. Im Grunde handelt es sich bei heutigen Hörhilfen um kleine Computer, bei denen eine hoch entwickelte und gleichzeitig wartungsarme Technologie zum Einsatz kommt. Innerhalb weniger Augenblicke werden Tausende von komplexen Rechenoperationen durchgeführt und in akustische Signale umgesetzt. Die Batterien halten selbst bei intensiver Nutzung bis zu zwei Wochen und können ohne Probleme eigenhändig gewechselt werden.

HdO- oder IdO-Geräte: Welche Variante ist die Bessere?
Bei Hörgeräten wird zwischen sogenannten HdO (hinter dem Ohr)- und IdO (im Ohr)-Geräten unterschieden. IdO-Geräte kamen aufgrund der höheren technischen Anforderungen erst relativ spät auf den Markt und machen heute etwa 10 Prozent aller verkauften Hörgeräte aus. Im-Ohr-Hörgeräte sitzen direkt im Gehörgang und eignen sich sowohl für leichte als auch für mittlere Hörverluste. Um ein solches Hörgerät tragen zu können, muss der Gehörgang gross genug sein – eine Bedingung, die leider nicht bei allen Betroffenen erfüllt ist. Ein weiterer Nachteil ist der sogenannte Okklusionseffekt: Da der Gehörgang durch das Hörgerät „verstopft“ ist, wird die eigene Stimme dumpfer als normalerweise wahrgenommen.

Das HdO-Gerät ist der bei weitem meistverkaufte Hörgerätetyp. Dies hat ohne Frage auch damit zu tun, dass es vielen Menschen mit beeinträchtigter Hörfähigkeit unangenehm ist, ein technisches Gerät innerhalb ihres Gehörgangs zu tragen. Der oben erwähnte Okklusionseffekt tritt bei HdO-Geräten nicht auf, wenngleich die Stimme während der Eingewöhnungszeit etwas verzerrt klingen kann. Ebenso wie IdO-Hörgeräte sind auch HdO-Geräte in verschiedenen Farben erhältlich. Durch eine geschickte Auswahl lassen sich HdO-Geräte kaum vom Aussenohr unterscheiden. 

Der Weg zur individuellen Anpassung
Bevor Hörgeräte dauerhaft genutzt werden können, ist eine individuelle Anpassung erforderlich. Zunächst wird von einem HNO-Arzt oder einem Hörgeräteakustiker ein Audiogramm erstellt, welches dazu dient, die Minderung des Hörvermögens zu messen und zu attestieren. Des Weiteren wird festgestellt, welche Hörleistung mit welchem Hörgerät erreicht werden kann. Bei der anschliessenden „In-Situ-Messung“ wird die Hörfähigkeit im Gehörgang gemessen. Dabei wird ein winziges Mikrofon eingeführt, das von einem Lautsprecher wiedergegebene Töne aufnimmt und den verstärkten Schall misst. Ein Computer berechnet daraufhin, wie viel Verstärkung man von verschiedenen Hörgeräte-Modellen erwarten kann. Besonders wichtig ist die In-Situ-Messung, wenn sogenannte Otoplastiken (Ohrpassstücke) eingesetzt werden sollen: Diese erfordern sehr exakte Messwerte, da sich der gewünschte Effekt sonst nicht einstellt.

In jedem Fall ist beim Kauf von Hörgeraten mit einer längeren Eingewöhnungszeit zu rechnen, da es keine Standardeinstellungen gibt, die bei jedem Nutzer funktionieren. Die endgültige Einstellung erfordert Geduld und ein gewisses Mass an Flexibilität, da es unter Umständen erforderlich sein kann, die Geräte mehrfach nachjustieren zu lassen. Ist die Zeit der Eingewöhnung erst einmal vorüber, kann man wieder aktiv am Leben teilnehmen und die Welt so wahrnehmen, wie man sie vor dem Eintritt des Hörverlustes erlebt hat.


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