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Detox: modernes Fasten mit Erfolg?


Detox - Smoothies und Früchte besonders beliebt

Am Aschermittwoch ist alles vorbei – nicht nur das närrische Treiben, sondern auch der uneingeschränkte Konsum. So will es der christliche Brauch der 40-tägigen Fastenzeit, die dieses Jahr am 1. März beginnt. Früher war damit der Verzicht auf Fleisch und nur eine volle Mahlzeit am Tag verbunden. Heute wird das Fasten oft auf Genussmittel wie Zigaretten, Alkohol oder Schokolade übertragen. „Ein weiterer Trend ist Detox – eine moderne Art des Fastens, bei der auf zahlreiche Lebensmittel verzichtet wird, um den Körper zu entschlacken.

Was das Detox-Fasten besonders macht
Ziel einer Detox-Kur ist es, den Körper zu reinigen und zu entschlacken. Wer sich erschöpft und träge fühlt, dem verspricht Detox einen Frühjahrsputz von innen und frische Energie. Die Detox-Philosophie geht nämlich davon aus, dass selbst gesunde Menschen ihren Körper entgiften müssen. Grund für die Ablagerung von Schad- und Giftstoffen sowie „Schlacke“ soll eine Übersäuerung des Körpers sein. Die Folge daraus ist eine träge Verdauung. Angeblich kann Detox-Fasten:

den Stoffwechsel in Schwung bringen
den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen
die Verbindung von Schlacke und Fett lösen und eine Gewichtsreduktion ermöglichen
Hautprobleme und Müdigkeit verschwinden lassen

Auf Lebensmittel verzichten, die zu einer Übersäuerung führen
„Nach der Überzeugung von Detox-Anhängern tragen einige Lebensmittel mehr zu einer Übersäuerung des Körpers bei als andere. Fleisch, Weißmehl, Weizen, Zucker und Süßigkeiten, Milch und Milchprodukte sowie Kaffee und Alkohol werden deshalb weitestgehend vom Speiseplan gestrichen. So soll einer Übersäuerung des Körpers vorgebeugt werden“, so Dr. Annette Neubert. Bevorzugt werden basenbildende Lebensmittel wie Obst und Gemüse gegessen. Sehr beliebt sind zum Beispiel grüne Smoothies.

Um die Entgiftung des Körpers zu unterstützen, ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Spezielle Tees und Nahrungsergänzungsmittel beschleunigen entsprechend der Detox-Philosophie den Ausscheidungsprozess. Neben einer angepassten Ernährung ist der Umgang mit dem eigenen Körper entscheidend. Dafür werden ausreichend Bewegung und weniger Stress zum Beispiel durch Yoga, Detox-Massagen und Dampfbäder empfohlen.

Wirkung nicht wissenschaftlich belegt
„Detox ist zwar in aller Munde, die Effekte des trendigen Fasten sind jedoch fraglich und wissenschaftliche Beweise für die positive Wirkung auf den Körper fehlen“, erklärt Dr. Annette Neubert. Die Abbauprodukte des Stoffwechsels werden über verschiedene Organe, wie den Darm, die Nieren und die Haut ausgeschieden. Eine zusätzliche Entgiftung ist daher nicht notwendig. „Wer sich ausgewogen ernähren und sein Wohlfühlgewicht erreichen möchte, sollte sich an den 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren. Damit werden automatisch öfter Lebensmittel verzehrt, die für eine basische Ernährung stehen. Bei der Lebensmittelauswahl hilft die Ernährungspyramide. Regelmäßige Bewegung bringt den Stoffwechsel zusätzlich in Schwung“, empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin.

Quelle: Nestlé Ernährungsstudio


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