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Eigenheim im Alter – Passt das noch?


Was geschieht mit dem Eigenheim im Alter

Käufer eines Eigenheims sehen die eigenen vier Wände als Investition in die Zukunft. Als Rentner mietfrei wohnen: Das ist die Hoffnung, die oft mit dem Erwerb einer Immobilie einhergeht. Doch wenn sich die Lebensumstände ändern, kann sich dennoch die Frage stellen, was mit dem Eigenheim im Alter geschehen soll.

Verkaufen, um mehr liquide Mittel zu haben oder weiter bewohnen, um Wohnkosten zu sparen? Diese Frage stellt sich Eigenheim-Besitzern im fortgeschrittenen Alter. Welche Option die beste ist, hängt vor allem von der persönlichen finanziellen und gesundheitlichen Situation ab. 

Das Eigenheim behalten und Miete sparen
Wer sein Haus behält, profitiert von den niedrigen Wohnkosten. Im Vergleich: Wer zur Miete lebt, zahlt im Schnitt 500 Franken mehr. Über das Jahr gesehen sparen Eigenheimbesitzer also 6.000 Franken. Hinzu kommen Steuervorteile: Abziehbar vom steuerbaren Einkommen sind die Neben- und Unterhaltskosten sowie die Hypotheken-Schuldzinsen. Als fiktives Einkommen muss lediglich der Eigenmietwert versteuert werden.  

Ist die Tragbarkeit im Alter gegeben?
Eine Hypothek für eine Immobilie ist eine langjährige Verpflichtung. Bei der Berechnung der monatlichen Rate wird meist von einem vollen Gehalt ausgegangen. Mit dem Eintritt ins Rentenalter sinkt das Einkommen allerdings. Mit staatlicher und beruflicher Vorsorge werden nur 60 bis 80 Prozent des Einkommens erzielt. Ohne private Vorsorge kann die Hypothek unter Umständen zur finanziellen Belastung werden. Um die Tragbarkeit des Eigenheims im Alter sicherzustellen, ist eine solide Vorsorge unabdingbar.

Mit einem Hypothekenrechner kann jeder selbst ermitteln, welche monatlichen Einkünfte erzielt werden müssen, damit die Tragbarkeit der Immobilie noch gegeben ist. Als Faustregel gilt: Die laufenden Kosten des Eigenheims dürfen auch nach der Pensionierung höchstens ein Drittel des Einkommens ausmachen. Ist die Tragbarkeit nach der Pensionierung nicht mehr gegeben, kann die Bank verlangen, dass die Hypothek teilweise amortisiert werden muss. 

Wenn sich die Ansprüche im Alter ändern
In der Rechnung sollten Hausbesitzer auch bedenken, dass das Haus ebenfalls altert. Pünktlich zur Pensionierung stehen Instandhaltungsarbeiten und Reparaturen an. Manchmal ist aus gesundheitlichen Gründen ein Umbau notwendig. Für solche Kosten sollten Reserven angelegt werden. Die Ansprüche an das Eigenheim ändern sich auch in anderer Hinsicht. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, wird vielen Hausbesitzern die Wohnfläche zu gross. In anderen Fällen wollen sie wieder in der Stadt wohnen oder ihren Ruhestand im Ausland verbringen. In solchen Fällen ist der Verkauf des Eigenheims ein logischer Schritt. Dieser sollte genauso gut vorbereitet werden wie der Kauf einer Immobilie. Dazu sollte der Wert der Immobilie realistisch eingeschätzt werden. Doch es gibt noch weitere Wege. Wer Kinder hat, kann die Immobilie überschreiben und sich ein Wohnrecht auf Lebenszeit sichern. Für die Amortisation und Zinszahlung kommen die zukünftigen Erben auf. 

Was mit dem Eigenheim im Alter passieren soll, sollten sich die Besitzer schon Jahre vor der Pensionierung überlegen. So können Versorgungslücken eventuell noch verkleinert oder eine teilweise Amortisation der Hypothek veranlasst werden, um die Tragbarkeit im Alter zu verbessern.


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