Handy-Abo wechseln und Geld sparen

Was braucht es für den Abo-Wechsel?
Was braucht es für den Abo-Wechsel? - (Foto von NEOSiAM 2021 von Pexels)
Ein Handy-Vertrag ist nicht für die Ewigkeit gemacht. Den Anbieter zu wechseln, kann mitunter ziemlich clever sein – vor allem, was die Kosten betrifft.

Weil die Anbieter in einem ständigen Konkurrenzkampf stehen, gleichen sie Tarife immer wieder nach unten an. Vergleichen lohnt sich also für den Verbraucher - mehr Datenvolumen und Inklusiveinheiten für weniger Geld sind durchaus möglich. Doch wie wechselt man den Anbieter? Und ganz wichtig: kann man dabei seine alte Nummer behalten? Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Abowechsel beachten sollten, und welche Gründe für einen Wechsel sprechen.

Was man beim Abowechsel beachten sollte

Zuallererst müssen Sie klären, ob Sie bei Ihrem alten Anbieter noch vertraglich gebunden sind. Je nach Art des Vertrages müssen für die Kündigung verschiedene Fristen eingehalten werden. Bei einem Handyvertrag mit einem Monat Laufzeit beträgt die Kündigungsfrist meist nur zwei Wochen. Läuft der Vertrag über 24 Monate, muss man in der Regel bis zum Ende der Vertragslaufzeit warten. Am besten informieren Sie sich darüber in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des bisherigen Anbieters. Lesen Sie den Vertrag und die darin vereinbarten Bedingungen noch einmal genau durch.

Neuen Tarif suchen

Das Wichtigste bei einem Wechsel des Handy-Abos ist, dass man alle Angebote, die es auf dem Markt gibt, ausgiebig miteinander vergleicht. Dafür bieten sich Vergleichsportale im Internet wie besteabos.ch an. Das Portal ist so aufgebaut, dass man mühelos und schnell das günstigste Angebot für ein neues Abonnement finden kann.

Handynummer mitnehmen

Die meisten Menschen bevorzugen es, ihre alte Handynummer zu behalten. Das ist bei einem Wechsel zu einem neuen Abonnement-Anbieter kein Problem – wenn man bei der Kündigung den alten Anbieter darauf hinweist. Für die Übertragung der Nummer auf den neuen Vertrag gibt es zwei Varianten:

  • Rufnummerportierung: Hier wird die Rufnummer direkt auf die neue SIM-Karte übertragen. Die Karte wird erst dann aktiviert, wenn die Nummer portiert ist.
  • Belated Porting: Die SIM-Karte im neuen Vertrag wird zunächst mit einer neuen Nummer aktiviert. Danach schaltet der neue Anbieter die alte Rufnummer nachträglich frei.

Oft stellen die alten Anbieter für die Rufnummermitnahme eine Gebühr in Rechnung. Um diese Kosten zu decken, lohnt es sich beim neuen Anbieter nach einem Bonus zu fragen. Es gibt bei vielen Verträgen entsprechende Angebote für die Portierung der Rufnummer aus einem alten Vertrag.

Alten Vertrag kündigen und neues Abo buchen

Hat man einen günstigen neuen Tarif ausgewählt, muss man den alten Vertrag kündigen. Hierfür kann man Musterkündigungsschreiben verwenden, die im Internet zu finden sind. Oder man ruft beim alten Anbieter an und erfragt, ob es Formulare auf seiner Webseite für die Kündigung gibt. Für eine erfolgreiche Kündigung müssen folgende Daten auf dem Formular vermerkt sein:

  • Vertragsdaten, wie Vertragsnummer und Kundennummer
  • Persönliche Daten, wie Name, Adresse und Rufnummer
  • Vermerk zur Rufnummermitnahme

Ganz wichtig: kündigen Sie am besten immer in Papierform! Den Brief sollten Sie auch nicht einfach in den nächsten Briefkasten werfen, sondern ihn mit Einschreiben und Rückschein versenden. Somit können Sie immer nachweisen, dass die Kündigung fristgerecht verschickt wurde, und vermeiden Ärger und Kosten. Am besten verlangt man zusätzlich auch noch eine Eingangs- und Kündigungsbestätigung vom alten Anbieter.

Dem neuen, günstigeren Vertrag steht nun nichts mehr im Wege. Am cleversten ist es, den neuen Vertrag möglichst genau mit dem Datum der Kündigung des alten Vertrages abzugleichen. Damit kann man Überschneidungen von Kosten vermeiden.

Warum das Handy-Abo wechseln?

Dass der Wechsel zu einem günstigeren Handy-Abo also keineswegs kompliziert ist, haben wir oben eingehend dargelegt. Auch die alte Nummer kann man behalten. Für den Wechsel gibt es einige Argumente, die einen Vertrag mit einem anderen Unternehmen durchaus attraktiv machen.

Geld sparen

Der wichtigste Aspekt ist die Kostenersparnis. Um einen Überblick zu bekommen, wann sich ein Wechsel lohnt, stellen wir im Folgenden ein paar Anhaltspunkte zusammen:

  • Zahlen Sie für einen Vertrag mit unbegrenzten Anrufen, SMS und MMS mehr als  CHF 9,95 im Monat? Dann kann sich ein Wechsel lohnen.
  • Bei einem Vertrag mit 4 GB Datenvolumen sollten Sie über einen Wechsel nachdenken, wenn Sie mehr als CHF 9,95 bezahlen. Dies lohnt sich vor allem für jene, die häufig über das Internet telefonieren und das Handy nutzen, um E-Mails abzurufen.
  • Nutzen Sie das Internet noch häufiger, beispielsweise zum Streamen von Filmen, ist ein Vertrag mit unbegrenztem Datenvolumen sinnvoll. Zahlen Sie dafür mehr als CHF 19,90, lohnt sich ein Wechsel.
  • Sind Sie viel unterwegs? Denken Sie über einen Wechsel nach, wenn Sie für einen Vertrag, mit dem Sie europaweit unbegrenzt telefonieren können, mehr als CHF 50 bezahlen.

Erfahrungsgemäß werden viele Tarife zu bestimmten Jahreszeiten, wie zum Beispiel zur Weihnachtszeit, noch günstiger angeboten als sonst. Hier kann man zusätzlich sparen.

Mehr Leistung

Sie kommen mit den Freiminuten oder dem Datenvolumen nicht mehr aus? Auch der Bedarf an mehr Leistung im Vertrag kann ein Grund sein, den Anbieter zu wechseln. Denn Lebensumstände und Gewohnheiten ändern sich – was vor zwei Jahren beim Abschluss des Vertrages noch passend war, entspricht heute dem veränderten Alltag vielleicht nicht mehr. Wer beispielsweise häufig unterwegs ist und das Mobilfunkgerät im Ausland nutzt, für den kann sich ein Wechsel in einen Vertrag mit Roaming-Optionen rentieren.

Auch ein Downgrading macht manchmal Sinn. Bei einem Wechsel in einen neuen Tarif sollten Sie sich immer fragen: nutzen Sie die Modalitäten des alten Vertrages wirklich aus? Verwenden Sie beispielsweise mobile Daten nur sehr selten, bezahlen aber Monat für Monat viel Geld für eine Flatrate? Dann bietet es sich an, beim neuen Vertrag darauf zu verzichten – und die mobilen Daten bei Bedarf dazuzubuchen. Auch eine Allnet-Flat ist nicht immer notwendig. Vor allem Wenig-Telefonierer verschenken mit einem überdimensionierten Vertrag viel Geld. Mittlerweile gibt es sehr günstige Verträge, die für verschiedene Telefon- und Internetgewohnheiten maßgeschneidert sind.

Neues Smartphone

Viele Mobilfunkunternehmen locken mit subventionierten Smartphones zum passenden Handytarif. Benötigt man ein neues Gerät, sollte man die Angebote vergleichen. Meist sind die Pakete etwas teurer als die SIM-Only-Verträge. Doch für Fans von neuester Technik kann es mitunter günstiger sein, als das Geld für ein Smartphone der oberen Preisklasse auf einmal auszugeben.

Achten Sie bei dieser Art von Verträgen darauf, was im Kleingedruckten steht. In der Regel müssen Sie sich 24 Monate an das Mobilfunkunternehmen binden und sind verpflichtet, die monatlichen Kosten ohne Möglichkeit einer Vertragskündigung zu bezahlen. Zu klären ist auch, welche Konditionen während und nach der Vertragsbindung in Bezug auf das Handy gelten. Erhalten Sie im Fall von Diebstahl oder Schaden ein neues Gerät? Dürfen Sie das Gerät nach den zwei Jahren behalten?

Besseres Mobilfunknetz

Die Netzqualität hängt ganz entscheidend von der Region und dem Anbieter ab. Falls Sie mit der Performance des Mobilfunkunternehmens unzufrieden sind, kann dies ebenfalls ein Grund für einen Wechsel sein. 5G ist momentan in aller Munde. Doch ist das 5G-Netz in der Schweiz noch nicht überall im Land erhältlich. Derzeit bieten nur Swisscom, Sunrise und Salt entsprechende Pakete an. Ein Abo für 5G kostet rund 65 CHF - jedoch gibt es interessante Angebote inklusive 5G-Flatrate bereits ab 19,95 CHF. Wer in seiner Region das neue Netz schon nutzen kann, sollte also die Preise vergleichen und überlegen, umzusteigen.

Unzufriedenheit mit dem alten Anbieter

Sie sind enttäuscht vom Kundenservice Ihres Handyanbieters? Bei Anrufen steckt man ewig in der Warteschleife fest? Die Unzufriedenheit mit der Servicequalität des Mobilfunkunternehmens kann ebenfalls ein Grund für einen Wechsel zu einem anderen Anbieter sein. Eine gute Servicequalität erkennen Sie daran, dass das Unternehmen problemlos und schnell erreichbar ist und bei Schwierigkeiten prompte Hilfe anbietet. Ein weiteres Kriterium für guten Service ist die Transparenz der Gebühren, die monatlich anfallen. Hat man einen bestimmten Betrag vertraglich vereinbart, sollte die monatliche Rechnung in der Regel auch nur diese Summe ausweisen. Zahlt man regelmäßig on top noch für weitere „Leistungen“, sollte man genauer hinschauen – und im Zweifel den Anbieter wechseln.

Fazit

Für einen Wechsel des Handy-Abos sprechen neben der Kostenersparnis viele Gründe. Den Handy-Anbieter zu wechseln ist unkompliziert und einfach. Über entsprechende Portale im Internet lassen sich die Anbieter problemlos vergleichen.

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