Erbschaftsberatung

Nachlassplanung: Was Sie beachten sollten  

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Bild Schwyzer Kantonalbank

Wer sicherstellen möchte, dass sein Vermögen wunschgemäss aufgeteilt wird, sollte seinen letzten Willen frühzeitig festhalten und seine Handlungsspielräume kennen.

Jährlich werden Milliarden von Schweizer Franken vererbt. Trotzdem hinterlässt nur ein kleiner Teil der Schweizer Bevölkerung ein Testament. Wohl jeder aber möchte, dass sein Hab und Gut denjenigen zugutekommt, die ihm am nächsten sind. Es ist deshalb wichtig, darüber nachzudenken, wie diese Vermögenswerte nach dem eigenen Tod auf die gewünschten Personen übertragen werden können und seinen Willen in der erforderlichen Form festzuhalten.

Hat der Erblasser keine Vorkehrungen getroffen, entscheidet nämlich das Gesetz, wer die Erben sind und wie der Nachlass zu teilen ist. Sehr oft entspricht die gesetzliche Ausgangslage jedoch nicht den Vorstellungen des Erblassers. Gerade für Konkubinatspaare, kinderlose Ehegatten und Patchworkfamilien ist die gesetzliche, auf dem klassischen Familienmodell basierende Regelung oft ungenügend. Aber auch traditionelle Familien bedürfen häufig einer zusätzlichen Regelung, damit der überlebende Ehegatte nicht in finanzielle Bedrängnis gerät oder gar das Eigenheim verkaufen muss.

Mittels letztwilliger Anordnungen lässt sich sicherstellen, dass die vom Erblasser gewünschten Personen optimal begünstigt werden. Und ebenso wichtig: Eine vorausschauende Nachlassplanung reduziert das Konfliktpotenzial innerhalb der Erbengemeinschaft deutlich.

Form ist entscheidend

Damit der letzte Wille Beachtung findet, muss er zwingend in den gesetzlich dafür vorgesehenen Formen des Testamentes oder des Erbvertrages zu Papier gebracht werden.

Jede urteilsfähige und volljährige Person kann ein Testament oder einen Erbvertrag errichten. Die gesetzlichen Formvorschriften hierzu sind rigoros. Werden sie nicht eingehalten, hat dies die Ungültigkeit der Verfügung von Todes wegen zur Folge.

Flexibilität beim Testament

Das Testament muss zu seiner Gültigkeit entweder von Anfang bis Ende von Hand niedergeschrieben, datiert und unterzeichnet oder von einem Notar in Anwesenheit von zwei Zeugen öffentlich beurkundet werden. Bei Vorliegen ausserordentlicher Umstände (namentlich Todesgefahr) kann eine Person den letzten Willen – unter Einhaltung von sehr strengen Voraussetzungen – ausnahmsweise auch mündlich vor zwei Zeugen kundtun (sog. Nottestament).

Das Testament ist eine einfache, sehr flexible Verfügungsform und wohl deswegen die häufigste Verfügung von Todes wegen. Es kann vom Verfasser jederzeit abgeändert, aufgehoben oder ersetzt werden. Sein Vorteil ist aber auch gleichzeitig sein Nachteil: Gerät das Testament in falsche Hände, ist es unauffindbar oder nicht zugänglich, kann dem Willen des Testators keine Rechnung getragen werden. Das Original des Testamentes wird deshalb sinnvollerweise bei der zuständigen Amtsstelle hinterlegt.

Bindung durch den Erbvertrag

Der Erbvertrag ist nur gültig, wenn er von einem Notar unter Mitwirkung von zwei Zeugen öffentlich beurkundet wird. Er kann von den Vertragsschliessenden nur gemeinsam aufgehoben oder geändert werden. Häufig wird der Erbvertrag auch mit testamentarischen Bestimmungen (z.B. Einsetzung eines Willensvollstreckers) verbunden, die von jeder Vertragspartei selbständig widerrufbar sind. Der Erbvertrag ist das geeignete Instrument, um Pflichtteile wirksam abzuändern oder wegzubedingen. So können beispielsweise die Nachkommen zugunsten des überlebenden Elternteils auf ihren Pflichtteil verzichten.

Individuelle Situation massgebend

Welcher Verfügungsform der Vorzug zu geben ist, hängt von Ihrer individuellen Situation und Ihren Bedürfnissen ab. In einem ersten Schritt ist es ratsam, sich mit ein paar grundlegenden Fragen zum Thema Nachlassplanung zu befassen. Die Vorsorgespezialisten der Schwyzer Kantonalbank haben für Sie eine kompakte Auswahl wichtiger Aspekte erstellt:

 

Da die familiäre Ausgangslage, die Vermögenssituation und die letzten Wünsche jeweils sehr individuell sind, lohnt sich in vielen Fällen eine professionelle Erbschaftsberatung. Ihre familiäre und finanzielle Situation wird dabei erörtert und es wird dargelegt, wer im Falle des Todes Ihr Vermögen erhält, falls Sie keine letztwilligen Dispositionen treffen. Zudem erfahren Sie, über welche Quote des Nachlasses Sie frei verfügen können und welche Instrumente für Sie in Frage kommen, um die von Ihnen angestrebten Ziele bestmöglich zu verwirklichen.

Tipp: Auf der Website der Schwyzer Kantonalbank lassen sich zu insgesamt 14 Vorsorgethemen Merkblätter bestellen, darunter auch zum Thema "Erbschaftsberatung".

 

 

 

 



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