Trauer

Wie lebt man nach dem Tod des Lebenspartners weiter?

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Strategien zur Bewältigung der Trauer und des Verlusts (Bild Aron Visuals on Unsplash)

Der Tod trennt für immer. Er ist die brutale Realität in einem Alptraum, aus dem man niemals mehr aufwachen möchte. Hier sind Strategien, die helfen sollten.

Angesichts der Endgültigkeit beim Verlust des Lebenspartners fühlen sich die Hinterbliebenen hilflos und verzweifelt. Sie fühlen sich wie gelähmt. Starr und leer.

Insbesondere ältere Menschen sind von Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit betroffen und sehen keine Zukunftsperspektive mehr. Besonders wenn die Partner durch eine starke emotionale Beziehung verbunden waren.

Doch wie kann man diesem Schmerz begegnen? Wie kann man trotz dem Verlust weiterleben? Wie hält man die Einsamkeit aus? Wie kann man an einem Leben festhalten, das jegliche Bedeutung verloren hat?

Strategien zur Bewältigung der Trauer und des Verlusts
Den Verlust des Partners zu verarbeiten fällt nicht leicht. Dafür gibt es auch keine Patentrezepte oder medizinische Verabreichungen. Es hängt vielmehr von der eigenen Lebenseinstellung und dem eigenen persönlichen Verhalten ab, ob und wie gut es gelingt, die Trauer zu bewältigen.

Manche Menschen finden aus eigener Kraft einen Weg, nach dem Tod des Partners weiter zu leben und der Trauer zu begegnen. Meistens ist es für die Betroffenen jedoch ratsam, Unterstützung anzunehmen.

Unterstützung können neben den Freunden und der Familie insbesondere professionelle Anlaufstellen wie der Hausarzt, ein Psychotherapeut, Hospitzdienste oder geschulte Trauerbegleiter bieten.

Wichtig ist es zunächst, Isolation zu vermeiden. In einem starken sozialen Umfeld gelingt es meistens eher, das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und der Verzweiflung abzuschütteln. Gespräche und gemeinsame Erinnerungen können ebenso wie Spaziergänge oder die Aufnahme von Hobbys helfen, die Lücke langsam zu schliessen.

Daneben sollte den Hinterbliebenen trotzdem genügend Freiraum für die eigene Trauer eingeräumt werden. Jeder trauert anders. So ist es ganz normal, dass die Betroffenen auch manchmal mit den Gedanken an den Verstorbenen alleine sein wollen oder sich durch alltägliche Begebenheiten und Gegenstände an schöne gemeinsame Zeiten erinnern möchten.

Nicht selten verlieren die Betroffenen beim Tod des Lebenspartners auch ein Stück von sich selbst. Es ist daher nur natürlich, dass die Bewältigung der Trauer Zeit beansprucht. Der Körper und die Seele müssen langsam ins Leben zurückfinden und lernen, den Alltag neu zu gestalten.

Erst wenn es dem Hinterbliebenen möglich ist, sich der Trauer zu stellen, kann das Leben wieder aufgenommen und nach vorne geschaut werden. Dem Leben kann durch eine Neuausrichtung ein neuer Sinn gegeben werden.

Der Trauernde kann seine Zeit zum Beispiel mit Interessen die bisher vernachlässigt wurden oder neuen Hobbys sinnvoll gestalten. Neue Erfahrungen und neue Kontakte können helfen, die Einsamkeit und die Trauer zu bewältigen und ohne den geliebten Partner weiter zu leben.

Der Verlust des Lebenspartners fühlt sich zwar zunächst endgültig und hoffnungslos an, jedoch bedeutet dies nicht zwingend das Ende des eigenen Lebens. Wichtig ist es, sich bei der Verarbeitung der Trauer Zeit zu lassen und die Unterstützung von anderen anzunehmen.

Die Entwicklung persönlicher Strategien zur Bewältigung der Einsamkeit kann den Tod nicht ungeschehen machen, aber doch dem Leben wieder einen neuen Sinn geben.
 



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