ALTERSVORSORGE

Teilzeitarbeit und Altersvorsorge

Teilzeitbeschäftigte sind bei der Pensionskasse benachteiligt.

Teilzeitbeschäftigte Frauen können im Pensionsalter in finanzielle Schwierigkeiten geraten. In der Schweiz arbeiten 57 Prozent aller Frauen weniger als 90 Prozent. Dagegen entscheiden sich nur 17 Prozent der Männer für einen Teilzeitjob.

 Häufig hat diese immer noch typisch weibliche Form der Erwerbstätigkeit empfindliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage im Alter.

Altersvorsorge in der Pensionskasse bei Teilzeitarbeit

Die AHV ist für alle Arbeitnehmenden verpflichtend. Auf den Anschluss an die Pensionskasse trifft dies nur bedingt zu. Dieser ist erst ab einem jährlichen Mindesteinkommen von 21 150 Franken (2017) obligatorisch. Bei einem tieferen Lohn ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, Teilzeitbeschäftigte in die Pensionskasse aufzunehmen. Er kann es aber freiwillig tun. Bei verschiedenen Teilpensen, die einzeln unter dem Mindestbetrag liegen, kumuliert diesen jedoch erreichen, besteht ein Anspruch auf Aufnahme in eine Pensionskasse. Idealerweise können so alle Teileinkommen über die Pensionskasse eines Arbeitgebers abgewickelt werden.Bei einer Verweigerung der Aufnahme durch die Pensionskassen kommt der Anschluss an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG infrage. So sichern sich betroffene Frauen die Arbeitgeberanteile zur Pensionskasse. Ihre Höhe liegt bei allen über 55-Jährigen immerhin bei 9 Prozent des versicherten Lohnes.Bei der Berechnung des versicherten Lohnes nehmen die Pensionskassen allerdings den Koordinationsabzug vor. Dessen Höhe beträgt 24 675 Franken (Stand 2017). So verbleibt nur ein geringes versicherungspflichtiges Einkommen. Einige Pensionskassen ziehen diesen Betrag jedoch lediglich prozentual entsprechend dem Arbeitspensum ab.

Altersvorsorge mit der Säule 3a

Die Benachteiligung von Teilzeitbeschäftigten bei Pensionskassen macht das Sparen in der Säule 3a unverzichtbar. Frauen, die über einen Pensionskassenanschluss verfügen, können in die Säule 3a bis zu 6768 Franken (2017) jährlich einzahlen. Der Höchstbetrag gilt unabhängig vom erzielten Lohn. Alle keiner Pensionskasse angeschlossenen Frauen dürfen bis zu 20 Prozent ihres Nettoeinkommens, maximal aber 33 840 Franken pro Jahr (Stand 2017), in die gebundene 3. Säule einzahlen. Dabei mindern die in die Säule 3a eingezahlten Beträge das steuerbare Einkommen.

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 Quelle: UBS Pension  Services