4 gesunde Alternativen zu Zucker

Ist Zuckerersatz sinnvoll?
Ist Zuckerersatz sinnvoll? (Bild Aranprime on Unsplash)
Zucker ist ungesund. Doch selbst wer peinlich darauf achtet, keinen Zucker zu verwenden, nimmt häufig trotzdem welchen zu sich.

Insbesondere in industriellen Lebensmitteln ist viel Zucker enthalten. Auf der sicheren Seite ist man im Prinzip nur, wenn man jedes Lebensmittel, das man verzehrt, aus natürlichen und gesunden Zutaten selbst zubereitet. Etwas Süsse wünscht man vielleicht doch ab und an. Fürs Süssen gibt es einige Alternativen zum raffinierten Weisszucker.

Worin überall Zucker enthalten ist

  • in Fertiggerichten
  •  in Suppen und Saucen
  • in Joghurt und Desserts
  • in Käse und Wurstwaren
  • in sauren Gurken und anderem eingelegten Gemüsesorten
  • in Limonaden und Säften

Mit dieser Aufzählung sind längst nicht alle zuckerhaltigen Lebensmittel genannt. In Fertiglebensmitteln ist eigentlich immer Zucker enthalten. Fertiggerichte esse ich nicht, werden Sie vielleicht sagen, aber Weisszucker ist auch in Wurstwaren, Käse, Getränken und in Backwaren, die gar nicht süss sind, enthalten.

Und wer ab und an ins Restaurant geht, weiss auch nicht so genau, was ihm vorgesetzt wird. Besondere Zuckerbomben sind fertige Saucen, Joghurts, Fertiggerichte und das unterschiedlichste Fast Food. Zucker schadet erwiesenermassen der Gesundheit. Rüben-, aber auch Rohrzucker ist kalorienreich und enthält keine Vitamine oder andere gesunde Inhaltsstoffe. Wer glaubt, sich mit braunem Zucker etwas Gutes zu tun, wird vielleicht enttäuscht, denn der kann gefärbt sein.

Im Grunde unterscheidet sich hier nur die Optik vom billigen Rübenzucker aus dem Supermarkt. Lediglich Vollrohrzucker, der unraffiniert ist, enthält noch die mineralstoffreiche Melasse. Die Raffination von Zucker ist übrigens ein sehr aufwendiger industrieller Prozess, der viel Energie verschlingt.

Ein natürliches Lebensmittel

Andererseits ist Zucker auch ein ganz natürliches Lebensmittel, das in Form von Fruchtzucker in allen Obstsorten, aber auch in Kartoffeln und anderen Gemüsesorten enthalten ist. Wer also viel Obst isst, isst unter Umständen - je nach Obstsorte - auch viel Zucker. Auch reine Obst-Smoothies können richtige Zuckerbomben sein und sind daher mit Vorsicht und auf jeden Fall in Massen zu geniessen. Dasselbe gilt für gepresste oder hochkonzentrierte Fruchtsäfte. Auch Alkohol enthält jede Menge davon. Wer seinen Zuckerkonsum genau kontrollieren möchte, sollte praktisch jede Speise und jedes Getränk selber zubereiten. Wer trotzdem süssen möchte, kann auf den einen oder anderen Zuckerersatz zurückgreifen.

  • Bienenhonig
  • Agavensirup und Agavendicksaft
  • Kokosblütenzucker
  • Ahornsirup

Ist Zuckerersatz sinnvoll?

Kalorien hat all diese Zuckerersatz jedoch auch. Es gibt noch einige weitere Alternativen wie Zuckerrübensirup oder Birkenzucker. Dann gibt es noch Süssstoffe, die teilweise mit Null Kalorien zu Buche schlagen. Ernährungswissenschaftler raten davon jedoch ab. Es werden auch Fertiggerichte mit Süssstoffen angeboten. Meist enthalten solche Lebensmittel dann aber mehr Fett und Geschmacksverstärker, was die Sache auch nicht besser macht. Ausserdem ist erwiesen, dass Zuckerersatz in Form von Süssstoffen letztlich den Appetit anregt und sogar zu einer Gewichtszunahme führen kann. Eine Alternative, die weder Kalorien hat, keine unliebsamen Nebenwirkungen zeitig und trotzdem enorme Süsskraft hat, scheint es jedoch zu geben: Stevia.

Ein wirklicher Zuckerersatz

Stevia ist ein rein pflanzlicher Zuckerersatz. Seine Süsskraft soll 300 mal höher sein als die von Zucker. Der Blutzuckerspiegel wird durch den Verzehr von Stevia nicht verändert. Die Bauchspeicheldrüse wird auch nicht belastet, weil sie kein Insulin ausschütten muss. Chronisch entzündliche Prozesse, wie sie Zucker in Gang setzen kann, werden durch Stevia nicht ausgelöst und auch die Zähne werden nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Zum Süssen von Getränken ist Stevia bestens geeignet. Das Süssen anderer Lebensmittel will geübt sein, denn Stevia ist schwer zu dosieren und kann bei falscher Dosis leicht bitter schmecken.

 

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