Auf Fachleute im Spital vertrauen

Durchatmen und auf Fachleute im Spital vertrauen
Patient Hans-Peter (Bild Hirslanden AG)
Seit Ende April dürfen die Spitäler in der Schweiz wieder sämtliche, auch nicht dringliche, Eingriffe vornehmen.

Nach schmerzerfüllten Wochen des Wartens war für Hans Peter (72) aus dem luzernischen Sempach klar, dass er trotz der grassierenden COVID-19-Pandemie endlich seine Schulter an der Hirslanden Klinik St. Anna operieren lassen wollte. Kurz nach seiner Entlassung aus dem Spital erzählt er uns im Interview, wie er die Operation erlebt hat.

Herr Peter, wie geht es Ihrer frisch operierten Schulter?

Hans Peter: Den Umständen entsprechend ganz gut. Ich bin vor wenigen Stunden aus der Hirslanden Klinik St. Anna entlassen worden und zuhause angekommen. Nun bin ich damit beschäftigt, die Kissen auf dem Sofa und im Bett so zu platzieren, dass sie mich gut stützen. Dank der Schmerzmittel ist es aber auszuhalten.

Was ist denn überhaupt geschehen?

Ich bin Ende Dezember auf einer eisigen Strasse ausgerutscht und habe mir dabei zwei Sehnen in der Schulter gerissen. Aufgrund meines Alters, ich bin 72, setzte mein Hausarzt zuerst auf konservative Verfahren. Wir hofften, so eine Operation umgehen zu können. Doch leider wurden die Schmerzen zunehmend stärker, und so mussten wir intervenieren. Just an jenem 5. März, an dem ein MRI geplant gewesen wäre, wurden allerdings alle nicht dringlichen Konsultationen aufgrund von COVID-19 abgesagt. So war ich gezwungen, insgesamt weitere sechs Wochen auszuharren.

Wie haben Sie die Zeit durchgestanden?

Viel bleibt einem nicht übrig – ausser die Zähne zusammenzubeissen und abzuwarten. Ich habe etwas Sport gemacht, weil das gegen die Schmerzen half. Mitte April kam dann zum Glück der erlösende Anruf: Ein MRI war wieder möglich.

Ging es danach schnell?

Ja, tatsächlich. Am 20. April konnte ich das MRI machen, zwei Tage danach lag der Bericht vor, und schon wenige Stunden später wurde ich von der Hirslanden Klinik St. Anna kontaktiert, um einen Operationstermin zu vereinbaren. Ich schnappte mir den ersten verfügbaren Termin am 4. Mai. Ich wollte keine Minute länger warten.

Wie verlief die Vorbereitung auf den Eingriff?

Die erste Konsultation mit dem Chirurgen fand telefonisch statt. Einige Tage vor dem Eingriff ging ich persönlich im Spital vorbei und liess mir vom Arzt alles zeigen und erklären. Ich musste bei dieser Gelegenheit auch verschiedene Dokumente unterschreiben.

Um ins Spital zu gelangen, mussten Sie zuerst durch eine Sicherheitsschleuse gehen, richtig?

Ja, richtig. Vor der Klinik waren Zelte aufgestellt. Darin wurde das Fieber gemessen. Man bekam zudem eine Gesichtsmaske und musste sich natürlich die Hände desinfizieren. Ich wurde zudem gefragt, wann ich den letzten ausserfamiliären Kontakt hatte. Die vorsorglichen Massnahmen waren perfekt organisiert. Alles ging schnell voran und verlief sehr professionell.

Hatten Sie Bedenken, während der Corona-Pandemie operiert zu werden?

Ich bin sehr sportlich und fühle mich auch sonst fit. Natürlich gehöre ich mit 72 Jahren offiziell zur Risikogruppe, aber ich finde, man kann nicht alle Menschen, die einen bestimmten Jahrgang haben, in den gleichen Topf werfen. Ich fühle mich auf jeden Fall nicht akut gefährdet, und deshalb war für mich auch klar, dass ich den Eingriff schnellstmöglich durchführen lassen wollte. Dank der guten Zulassungschecks vor dem Spitaleingang sowie dem höchst professionellen Vorgehen aller Beteiligten fühlte ich mich in der Klinik absolut sicher.

Wie erlebten Sie Ihren Spitalaufenthalt zu Corona-Zeiten?

Es lief alles einwandfrei ab. Am Montagmorgen um 8 Uhr betrat ich das Spital, um 10 Uhr rollte ich bereits in den Operationssaal, und vier Tage später sitze ich nun schon wieder zuhause. Komplikationen gab es zum Glück keine. Ich kann nicht behaupten, dass ich viel von Corona gespürt habe. Der Spitalbetrieb verlief wie gewohnt freundlich, effizient und professionell.

Welche Vorkehrungen wurden in der Klinik getroffen, um eine Corona-Ansteckung zu vermeiden?

Natürlich tragen das gesamte Personal wie auch die Patienten einen Mundschutz. Zudem finden sich überall Desinfektionsmittelstationen, die nicht nur für die Hände, sondern auch beispielsweise für die Desinfektion des Handys genutzt werden. Glücklicherweise hatte ich ein Einzelzimmer und musste so zumindest im Bett keinen Mundschutz tragen.

Wie haben Sie das Personal wahrgenommen?

Ich kenne die genaue Einsatzplanung nicht, nehme aber an, dass in der Hirslanden Klinik St. Anna bezüglich Personal noch nicht Vollauslastung herrschte. Es gab aber immer genügend Pflegepersonal. Sie waren alle sehr freundlich, professionell und diszipliniert. Es hat wirklich alles hervorragend funktioniert. Genau das schätze ich an der Hirslanden.

Besuch ist in dieser Zeit nicht möglich. War das für Sie schwierig?

Tatsächlich hat meine Frau wohl mehr unter dieser Situation gelitten als ich. Sie wurde nach der Operation natürlich telefonisch über den Verlauf informiert, aber einfach war es für sie dennoch nicht. Wir haben uns aber darauf eingestellt, und dank Videoanrufen war es letztlich kein Problem.

Fühlten Sie sich im Spital generell sicher und gut aufgehoben?

Absolut. Ich kann mich nicht beklagen. Das Personal kümmert sich gut um jeden Patienten. Auch in diesen Zeiten nahmen sie sich immer genug Zeit für mich, halfen mir auch bei Alltäglichem wie Kleider anziehen oder Körperpflege. Dafür war ich sehr dankbar. Man ist nach einer solchen Schulteroperation ja doch sehr hilflos und auf Unterstützung angewiesen.

Was würden Sie anderen Patienten mitgeben, die Vorbehalte gegenüber einer Operation zu Corona-Zeiten haben?

Dazu gibt es wirklich keinen Grund. Man darf ja nicht vergessen, dass das Personal hervorragend geschult ist und genau weiss, wie es mit solchen Situationen umzugehen hat. Ich denke, man soll den Gesundheitsexperten durchaus einen Vertrauensvorschuss geben und beruhigt eine Operation planen. Die ganze Panik hilft doch letztlich niemandem. Besser einfach durchatmen und auf die Experten vertrauen.

Vielen Dank für das interessante Gespräch, Hans Peter. Wir wünschen Ihnen gute Besserung.

Die Privatklinikgruppe Hirslanden umfasst 18 Kliniken in 11 Kantonen, viele davon mit einem ambulanten Chirurgiezentrum und einer Notfallstation. Sie betreibt zudem 4 ambulante Praxiszentren, 17 Radiologie- und 5 Radiotherapieinstitute. Sie finden in jeder einzelnen Klinik optimale Voraussetzungen für eine rasche und umfassende Behandlung.

Weitere Blogartikel der Privatklinikgruppe Hirslanden finden Sie auf https://blog.hirslanden.ch/.

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