BRILLE

Klar sehen in wenigen Sekunden

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Brille weg dank Laserkorrektur

Für drei von vier erwachsenen Brillenträgern in der Schweiz ist die Brille ein Auslaufmodell: Sie erfüllen alle Voraussetzungen, ihren Sehfehler operativ korrigieren zu lassen.

Die Sehkorrektur mittels Laser oder Implantation einer Kunstlinse ist heute ein Routineeingriff, dem sich immer mehr Brillenträger unterziehen. Der Eingriff kann – je nach Methode und Laser-Wahl – nicht nur Kurz- und Weitsichtigkeit, sondern auch Hornhautverkrümmungen, Alterssichtigkeit sowie den Grauen Star beheben.

Das Angebot ist verlockend: In wenigen Sekunden stellt eine Laserkorrektur die volle Sehstärke wieder her. Bei sehr hoher Fehlsichtigkeit werden Linsen implantiert, was nicht länger als zehn Minuten dauert. Keine langwierigen Vorbereitungen, nur lokale Betäubung des Auges und eine komfortable schmerzfreie Behandlung.

Der technische Fortschritt der letzten 30 Jahre und die Erfahrungswerte behandelnder Fachärzte sind so umfassend, dass man heute in der Refraktiven Chirurgie von Routineeingriffen spricht. Je nach Alter und Bedürfnissen behebt eine operative Sehkorrektur, z.B. mittels Femto-LASIK, gegebenenfalls mehrere Sehprobleme und die Brille kann entsorgt, recycled oder gespendet werden:

- Bei älteren Patienten können gleichzeitig mit dem Grauen Star beispielsweise Hornhautverkrümmungen, Alterssichtigkeit und Kurz- oder Weitsichtigkeit mit einem Eingriff behoben werden. Gleitsicht- bzw. Variluxbrillen werden überflüssig.

- Bei Patienten im mittleren Alter stehen die Bedürfnisse am Arbeitsplatz im Vordergrund. Wer im Büro arbeitet, hat ganz andere Anforderungen an das Sehvermögen als ein Fernfahrer, Pilot oder Uhrmacher. Die Sehkorrektur wird in Absprache mit dem Patienten und nach optischer Simulation auf die jeweiligen spezifischen Bedürfnisse abgestimmt.

- Bei jungen Erwachsenen ab ca. 20 Jahren, gibt es zwei Faktoren die im Vordergrund stehen. Beim Sport ist eine Brille unpraktisch und steht im Weg. Zudem ist die oftmals entscheidende Rundumsicht mit einer Brille unmöglich.

- Die Wahrnehmung der eigenen Attraktivität spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Jüngere Menschen fühlen sich wegen der Brille oftmals weniger attraktiv und bei den Älteren verrät eine Lesebrille das Alter.

Viele Brillenträger weichen ganz oder teilweise auf Kontaktlinsen aus. Während viele damit über mehrere Jahre zufrieden sind und gute Erfahrungen machen, entwickelt sich bei anderen eine Linsen-Unverträglichkeit oder es besteht im Umgang mit den Linsen durch mangelndes Einhalten der Hygieneregeln die Gefahr einer Augeninfektion. Zudem ist das tägliche Einsetzen und Herausnehmen sowie das fachgerechte Konservieren der Linsen für viele ein mühsames und zeitraubendes Ritual.

Ein Restrisiko bei einer operativen Sehkorrektur ist wie bei allen medizinischen Eingriffen nie ganz ausgeschlossen. Die Komplikationsrate liegt aber weit unter einem Prozent und wer die folgenden drei Empfehlungen berücksichtigt, senkt das Restrisiko auf ein Minimum.

Empfehlung 1: Die Wahl der richtigen Klinik

Die wichtigsten Faktoren für die Auswahl der Augenklinik sind Qualifikation und Erfahrung des behandelnden Arztes. Die Ausbildung zum Spezialarzt für Refraktive Chirurgie findet nicht im Rahmen der normalen augenärztlichen Ausbildung statt. Bei den spezialisierten Ausbildungswegen gibt es grosse Unterschiede in Bezug auf die Qualität der Ausbildner und der Technologie. Bezüglich Erfahrung gilt: Je mehr Eingriffe, desto besser. Die Klinik sollte zudem über alle modernen Lasertechnologien verfügen, damit der Facharzt die Möglichkeit hat, aus allen Methoden die geeignetste zu wählen. Ebenfalls sollte man sich einen persönlichen Eindruck verschaffen, indem man an Informationsveranstaltungen teilnimmt oder ein Beratungsgespräch in Anspruch nimmt. Darin muss der Facharzt dem Patienten sämtliche Prozesse von der Voruntersuchung, über den Eingriff bis zur Nachuntersuchung erläutern. Auf dieser Grundlage befinden der Arzt und der Patient gemeinsam über die geeignetste Methode. Empfehlungen bereits behandelter Patienten sind ebenfalls hilfreich. 

Im Idealfall hat die Augenklinik den Status einer Ausbildungsklinik, was in vielen Fällen nur Universitätskliniken vorbehalten ist. Dies attestiert den höchstmöglichen Standard im Bereich der Augenheilkunde.

Empfehlung 2: Die Voruntersuchungen 

Damit der Facharzt eine individuell abgestimmte Methode auswählen kann, ist eine präzise Voruntersuchung zwingend. Ein ausgebildeter Optometrist überprüft mit einer Reihe von Tests die Fehlsichtigkeit und Beschaffenheit des Auges. Dazu gehören die Messung der Hornhautdicke und des Augeninnendrucks, die Vermessung der Augenlänge, die Ermittlung des Pupillendurchmessers unter verschiedenen Lichtverhältnissen und viele weitere Faktoren. Im Falle einer Alterssichtigkeit werden zudem mit Kontaktlinsen diverse Sehlösungen über eine Laufzeit von mehreren Wochen simuliert, damit gemeinsam mit dem Kunden die geeignetste Methode gewählt und angewendet werden kann.

Empfehlung 3: Die richtige Behandlungsmethode

Erst dann entscheidet der behandelnde Arzt anhand der medizinischen Voruntersuchung und der Ein- oder Ausschlusskriterien darüber, ob ein Eingriff möglich und sinnvoll ist. Falls ja, gilt es den Patienten darüber zu informieren, welche OP-Techniken in Frage kommen und welches die geeignete Methode für ihre Ausgangslage und individuellen Bedürfnisse ist. Dieses Beratungs- und Aufklärungsgespräch dient in erster Linie dazu, im Einvernehmen mit dem Patienten die jeweils sicherste und für ihn beste Behandlungsmethode auszuwählen. 

Sehkorrekturen mit dem Laser kommen bei Fehlsichtigkeiten bis acht Dioptrien, Hornhautverkrümmungen und einer Weitwichtigkeit bis vier Dioptrien zum Einsatz. Bei einer höheren Fehlsichtigkeit, zu dünnen Hornhaut oder einem beginnenden Grauen Star kommen Kunstlinsen zum Einsatz.

Risikofaktor Kostenersparnis

Eine Sehkorrektur per Laser wird von den Krankenkassen nicht bezahlt. Wer also viel Wert auf einen möglichst niedrigen Preis legt, sucht oftmals als Erstreaktion nach Anbietern im Ausland. Die Qualität der Laser sowie die Erfahrung der Ärzte sind in vielen ausländischen Kliniken ausgezeichnet. Probleme entstehen aber oft bei dem Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt sowie bei der mittel- bis langfristigen Nachbetreuung, die im Falle einer Auslandsbehandlung oft nicht hinreichend erfolgen kann, da sich der Patient bereits wieder in der Schweiz befindet, aber nicht über eine ausreichende Behandlungsdokumentation verfügt. Auch ist das Risiko von Missverständnissen aufgrund der Sprachbarriere oftmals erhöht . Der gesamte Behandlungsprozess von Beratungsgespräch, Voruntersuchung, OP und Nachkontrolle findet im Ausland in der Regel innerhalb von einem bis drei Tagen  statt. Ein Zeitraum, der oftmals keine seriöse Vorabklärung und Untersuchung erlaubt. In der Schweiz erstreckt sich dieser Prozess unter Umständen über zwei bis drei Monate. Nicht wenige dieser Ausland-Abenteuer führen zu Problemen, die anschliessend in einer Schweizer Augenklinik behoben werden müssen. Aber auch in der Schweiz gibt es Risiken: Bei Kliniken, die mit «Dumpingpreisen» arbeiten besteht die Gefahr, dass gerade wegen dieser Preispolitik die Beratungsqualität und Nachbetreuung zu kurz kommt.

Aufgrund der sinkenden Margen könnten refraktive Eingriffe auch in der Grauzone der Behandelbarkeit durchgeführt werden. Die meisten Komplikationen entstehen im Falle einer zu dünnen Hornhaut. Dies führt zu einer Gewebeschwächung und einer zunehmenden Hornhautverkrümmung. Die Folge sind eine irreguläre Hornhaut und eine verlorene Sehkraft, was eine Hornhauttransplantation notwendig macht. Auch unpräzise Schnitte aufgrund einer zu wenig detaillierten OP-Vorbereitung bergen Risiken. Fazit: Eine vermeintlich günstige Augenlaser-OP kann Patienten teuer zu stehen kommen.

*Dr. med. Myron Kynigopoulos, Oberarzt Augenheilkunde, Facharzt FMH für Ophthalmologie, spez. Ophthalmochirurgie, Pallas Kliniken, Zürich

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