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50PLUS – OUTDOOR

«Das Laufen aktiviert die Muskelpumpe»


Gegen Krampfadern hilft jede Art von Sport.

Wanderer atmen nicht nur frische Bergluft ein – sie tun auch etwas für gesunde Venen und damit gegen Krampfadern, schreibt Thomas Rickenbach im «Blick».

Eben doch: "Wandern ist eine mit ­Naturerleben verbundene, gemässigte Sportart und ein zentraler Wirtschaftsfaktor des Sommertourismus." So schreibt Wikipedia über die Freizeitbeschäftigung. Wanderer sind also Sportler. Alle kennen die zwei Sprüche: "Sport ist Mord" - man denke nur an die Blasen an den Füssen.

"Sport ist gesund" - beim Wandern atmet man frische Naturluft.

Für Menschen mit Venenproblemen empfohlen

Leuten, die an einer ­veritablen Volkskrankheit leiden, wird das Wandern gar wärmstens empfohlen: Jenen Menschen, die Krampfadern haben. "Wandern ist gut für die Venen, weil die Muskelpumpe aktiviert und der Rückfluss des Bluts zum Herz verbessert wird", sagt Dr. Marion Kritikos, leitende Ärztin Phlebologie (Venenheilkunde) bei den Pallas Kliniken.

Muskelpumpe - so wird der Effekt genannt, wenn die verschiedenen Muskeln sich an- und entspannen und dadurch den Blutfluss durch die Venen stimulieren. Deshalb gehört das Wandern - wie auch Joggen, Radfahren, Schwimmen und Spazierengehen - zu den einfachsten Empfehlungen an Personen, die an Venenproblemen leiden.

Freilich verschwinden die Krampfadern nicht gleich nach zwei oder drei kurzen Wanderungen über Stock und Stein. Dr. Kritikos: "Die vermehrte Bewegung kann Probleme jedoch hinauszögern."

Dreimal mehr Frauen betroffen

Gemäss Vorurteil treten Krampfadern besonders bei Frauen auf. Die Statistik stützt diese Erwartung: "Frauen sind dreimal mehr betroffen als Männer", so Dr. Kritikos. Venenprobleme sind in sehr vielen Fällen vererbt, bei Frauen wird eine familiäre Prädisposition oftmals noch durch hormonelle Gründe verstärkt, beispielsweise während der Schwangerschaft.

Treffen kann es Personen aller Altersgruppen, "auch schon in jungen Jahren", so die Expertin. ­Gehäuft aber schon bei den höheren Jahrgängen.

Frühzeitig behandeln lassen

Wer bei sich selbst blaue Adern entdeckt, muss nicht sofort in grösster Angst leben, beim nächsten stundenlangen Sitzen in Zug oder Flugzeug eine Thrombose zu erleiden. Was aber nicht heisst, dass man nichts dagegen machen muss oder kann. "Deswegen ist es wichtig, sich untersuchen und frühzeitig behandeln zu lassen", sagt die Phlebologin Kritikos.

Kampf den Krampfadern

Do's:

  • Viel Bewegung im Alltag Sport (z. B. Schwimmen oder Radfahren)
  • Spazieren (auf weichem Grund)
  • Kaltes Abduschen der Beine
  • Bei längerem Sitzen: Gelegentlich mit den Füssen wippen, regt die Wadenmuskulatur an
  • Beine öfters mal hochlegen
  • Kneipp-Therapien
  • Bei Beschwerden: Kompressionsstrümpfe können z. B. bei langen Reisen oder langem Stehen die Symptome lindern

Don'ts:

  • Heiss baden
  • Sauna, Dampfbad, Thermalbad
  • Langes Stehen oder Sitzen
  • Sonnenbäder
  • Übergewicht

Wann zum Arzt?

Ob und wie Krampfadern behandelt werden sollten, ist unbedingt individuell ärztlich abzuklären. Heute gibt es unzählige Verfahren, welche, je nach Art der Krampfadern, eingesetzt werden können. Meist handelt es sich dabei um minimal-invasive Eingriffe, die ohne Komplikationen durchgeführt werden.

Bei diesen Symptomen sollten Sie zum Arzt gehen: Sie haben vermehrt schwere, müde, geschwollene oder gar stark schmerzende Beine. Sie spüren einen undefinier­baren Juckreiz, stellen Hautveränderungen (Pigmentierungen) oder gar Ekzeme an den Beinen fest. Oder Sie leiden bereits unter sichtbaren Krampfadern oder Venenentzündungen (erkennbar an der schlängelnden Form und dunklen Farbe der Venen).


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