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BESSER HÖREN

Geistig und sozial fit – dank gutem Gehör


Zwischen Hörminderungen und Demenz kann ein Zusammenhang bestehen.

Hören ist für das menschliche Gehirn weitaus wichtiger als noch bis vor einigen Jahren gedacht. Studien zeigen, dass das Gehör nicht nur eine Hirnregion aktiviert, sondern gleich mehrere, die zudem alle miteinander verbunden sind.

In Folge einer Hörminderung leiden Betroffene häufig unter kognitiven Beeinträchtigungen, was im schlimmsten Fall zu Demenz führen kann. 

In den letzten Jahren gewannen Hirnforscher eine wesentliche Erkenntnis: Unser Gehirn funktioniert nicht in abgeschlossenen Bereichen, sondern  ist vielmehr ein Netzwerk aus  kognitiven Fähigkeiten, die stark miteinander interagieren. Dies erlaubt unter anderem eine völlig neue Sichtweise auf den Zusammenhang zwischen Hörminderungen und Demenz.

Starke Verbindung von Gehirn und Gehör

Das Gehirn als Netzwerk bedeutet, dass die einzelnen Hirnareale niemals voneinander getrennt arbeiten. So reagiert beispielsweise beim Wort „Mutter“ nicht nur der Hörkortex – das Hirnareal, das effektiv für das „Hören“ zuständig ist - sondern auch weitere Areale, die Erinnerungen, Erlebnisse, Orte oder Gefühle hervorrufen. Es kann auch eine Assoziation mit dem Wort „Familie“ passieren, was wiederum andere Verbindungen auslöst. So wird das gesamte Gehirn bereits bei einem Wort ständig aufs Neue aktiviert und trainiert.

Demenz als mögliche Folge einer Hörminderung

Was passiert mit dem Gehirn, wenn das Hören schlechter wird? Für die Kompensation einer Hörminderung ist eine verstärkte Hirnleistung erforderlich. Diese Anstrengung „ermüdet“ das Gehirn, was Beeinträchtigungen der Hirnleistung zur Folge haben kann. Studien zeigen beispielsweise, dass Personen mit Hörproblemen eine 24% höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, mit kognitiven Fähigkeiten wie Erinnerung, Konzentration oder Planung Probleme haben. 

Bei älteren Menschen kann ein „müdes“ Gehirn sogar die Anfälligkeit für Demenz erhöhen. Forscher konnten beweisen, dass das Risiko einer Demenz-Erkrankung bei Menschen mit einer Hörminderung um rund 30% wächst. So weisen rund 77% der Demenz-Kranken eine Hörminderung auf. Forscher vermuten hinter dem starken Zusammenhang jedoch eine weitere, treibende Kraft: Gerade ältere Menschen haben aufgrund ihrer Hörminderung oftmals Mühe, eine Unterhaltung zu führen oder sich mit ihren Mitmenschen zu verständigen. Infolgedessen isolieren sie sich von ihrem sozialen Umfeld – und gerade die soziale Isolation ist einer der grössten Risikofaktoren für eine Demenz-Erkrankung. So lassen sich die Gründe für eine Demenz-Erkrankung auf einer neuronalen wie auch sozialer Ebene lokalisieren.

Prävention ist das A und O

In der Schweiz wächst aktuell die Anzahl Menschen mit einer Hörminderung. Grund dafür sind einerseits eine erhöhte Lebenserwartung und andererseits die zunehmende Belastung des Gehörs bereits in jungen Jahren, beispielsweise durch laute Musik oder Umgebungslärm. 

Trotz erheblicher Folgeschäden lassen zahlreiche Personen ihre Hörminderung unbehandelt. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Häufig überschätzen Betroffene ihre eigene Hörleistung oder schämen sich für ihr Defizit. Um kognitiven Beeinträchtigungen zu vermeiden, ist es aber ratsam, möglichst schnell zu handeln. Denn je länger Betroffene einer unbehandelten Hörminderung ausgesetzt sind, desto stärker entwöhnt sich ihr Gehirn. Das Wiedererlernen des Hörens gestaltet sich somit immer schwieriger. 

Betroffene sollten daher bereits bei ersten Anzeichen einen professionellen Hörtest durchführen. Mittels moderner Hörgeräte ist mittlerweile eine vollständige Kompensation der Hörleistung möglich. Dies erhöht nicht nur die Lebensqualität, sondern fördert das Gehirn und schützt letzten Endes vor sozialer Isolation und einer Demenz-Erkrankung.  


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