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BEST-AGER-AKTIEN

Das grosse Geschäft mit der Vergreisung


Weiss das Leben zu geniessen: Generation 50plus.

Weiss das Leben zu geniessen: Generation 50plus.

Die Baby-Boomer gehen in Rente: In den nächsten Jahren wird es in den Industrieländern immer mehr ältere Menschen geben. Die Vergreisung der Gesellschaft belastet zwar die Rentenkassen und Lebensversicherer, hat aber auch positive Auswirkungen auf einzelne Branchen, schreibt Notier Blechner auf «Boerse.ard.de».

Die Kluft zwischen Jung und Alt nimmt zu: Die Generation 65+ wächst momentan in den Industriestaaten bis zu drei Mal schneller als die jüngere Generation. In Deutschland wird ihr Anteil bis zum Jahr 2050 von derzeit 21 Prozent auf 33 Prozent steigen. Das heisst: Jeder dritte Deutsche ist dann über 65 Jahre alt.

Weltweit wird die Zahl der Best Ager bis 2050 bei zwei Milliarden liegen. Die "Baby-Boomer" haben viel Geld und geben es auch aus. Gut ein Drittel der Konsumausgaben in Deutschland kommt von den über 60-Jährigen. In Japan macht die Generation 65+ gar fast schon die Hälfte (45 Prozent) des heimischen Konsums aus und besitzt 60 Prozent des Brutto-Geldvermögens.

Von wegen Altersarmut. Für die Wirtschaft sind die Best Ager und die Golden Ager (die Babyboomer-Generation) deshalb eine begehrte Zielgruppe. Vor allem die sogenannten Woopies (well-off older people) werden umgarnt. Sie konsumieren und geniessen in vollen Zügen ihre Rente. Besonders beliebt sind Kreuzfahrten. Das durchschnittliche Alter eines Kreuzfahrt-Touristen liegt bei 60 Jahren.

Davon profitieren börsennotierte Kreuzfahrtfirmen wie Carnival oder Royal Caribbean Cruises. Gerne investieren die Best Ager ihr Geld auch in Premium-Autos, teure Weine oder Luxusgüter. In Japan kaufen bevorzugt Senioren über 70 einen Ferrari. In Europa ist es eher die S-Klasse von Mercedes. Das Durchschnittsalter eines S-Klasse-Fahrers liegt bei 62.

Der eine oder andere Ruheständler verwirklicht im hohen Alter auch gerne seinen Jugendtraum - und kauft sich eine Harley-Davidson. Die Kultmarke visiert mit ihren Touring/ Cruising-Motorrädern bevorzugt junge Rentner an. Die Bikes verfügen über altersgerechte Extras wie geheizte Griffe und Sattel.

Das meiste Geld geben die Best Ager für ihre Gesundheit aus - für Hüftprothesen, Herzschrittmacher, Windeln oder Lesebrillen. Je älter sie werden, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten. Als Alterskrankheit besonders verbreitet ist Diabetes. Wegen der Überalterung der Gesellschaft dürfte sich die Zuckerkrankheit weiter verbreiten. Laut einer Prognose der International Diabetes Foundation wird die Zahl der Diabetes-Kranken von derzeit 380 Millionen auf über eine halbe Milliarde bis 2030 steigen.

Das beflügelt das Geschäft der Insulin-Hersteller Novo Nordisk, Sanofi und Eli Lilly. Auch die Nachfrage nach Inkontinenz-Artikel für Senioren dürfte zunehmen. Fondsmanagerin Meret Gaugler verweist darauf, dass beim Verbrauch von Windeln in Japan die Senioren klar vor den Babys liegen.

Gaugler verwaltet für dir Schweizer Gesellschaft Lombard Odier den Golden-Age-Fonds, der auf Firmen setzt, die einen großen Teil ihrer Umsätze mit der Bevölkerungsalterung erwirtschaften. Der Ende 2009 aufgelegte Fonds brachte den Anlegern eine jährliche Rendite von über elf Prozent. Der Fonds investiert vor allem in US-Aktien- zum Beispiel CVS Caremark, die größte US-Apothekerkette, den führenden Seniorenheimbetreiber Brookdale Senior Living sowie Service Corp. International SCI, den führenden Friedhofsbetreiber in den Vereinigten Staaten.

Europäische Aktien haben zuletzt etwas an Bedeutung gewonnen. Derzeit ist Lombard Odier in Europa nach eigenen Angaben übergewichtet. Fondsmanagerin Gaugler setzt auf Pharma-Aktien wie Roche oder Actavis, Kosmetik-Titel wie Estée Lauder oder Kreuzfahrt-Aktien wie Royal Caribbean. Einen ähnlichen Weg verfolgte in der Vergangenheit die Landesbank Baden-Württemberg mit ihrem Fonds "Generation 50 Plus BWI". Der Fonds wurde aber inzwischen wegen zu geringen Volumens aufgelöst.

Fondsmanagerin Gaugler von Lombard Odier glaubt, dass die Vergreisung der Gesellschaft zunehmend auch positiv wahrgenommen wird. Früher seien primär die Lasten für künftige Generationen thematisiert worden. Inzwischen würden Anleger zunehmend die Überalterung als Renditechance sehen.


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