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50 PLUS GESUNDHEIT

Gesund im Alter nur ohne Kochsalz?


Ist Kochsalz wirklich schlecht für die Gesundheit?

Salzarme Ernährung wird oft empfohlen, doch die Begründung dafür ist zweifelhaft. Handfeste wissenschaftliche Belege für die provokative These, die alltägliche Kochsalzaufnahme sei ein Risiko für die Gesundheit, gibt es laut Professor Dr. Karl-Ludwig Resch, Deutsches Institut für Gesundheitsforschung in Bad Elster, nicht.

In Studien wurde oft der Einfluss anderer Variablen wie der täglichen Kalorienaufnahme und potenziellem Übergewicht oder Bluthochdruck der Studienteilnehmer nicht oder nur als willkürlich ausgewählte Einzelfaktoren berücksichtigt. Während aber beispielsweise bei Adipositas und Rauchen zweifelsfrei belegt wäre, dass es sich um Risikofaktoren für Herz und Kreislauf handelt, wurde dieser Beweis laut Resch für den Salzkonsum noch nicht erbracht: Denn in den vorliegenden Studien hätte der Einfluss anderer möglicher Risikofaktoren nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden können.

Keine lineare Risikokurve
Ein weiterer, bislang wenig beachteter Aspekt kommt aus Sicht des Mediziners hinzu: "Wir wissen bei vielen Faktoren wie etwa dem Bluthochdruck und ebenso beim sogenannten Body Mass Index (BMI), dem Maß für Normal- bzw. Übergewicht, dass potenzielle Gesundheitsgefahren nicht einer einfachen, linearen Beziehung folgen, also nicht dem Prinzip "je höher, desto gefährlicher und je niedriger, desto gesünder". Man muss nicht Medizin studiert haben, um zu erkennen, dass nicht nur zu dick zu sein gesundheitliche Risiken birgt, sondern dass es ebenso gefährlich ist, zu dünn zu sein", erklärte Resch. Die gleiche Beziehung zeigt sich nach seinen Worten beim Bluthochdruck wie auch in vielen anderen Bereichen.

Auch zu wenig Kochsalz kann schädlich sein
Beim Salzkonsum mehren sich nach Resch seit längerem Studienbefunde, die ebenfalls für eine solche J-förmige Beziehungskurve sprechen. Mit anderen Worten: Eine extrem hohe Kochsalzaufnahme kann wohl ebenso wie ein sehr hoher BMI für den Organismus schädlich sein. Umgekehrt aber gilt auch, dass offenbar ein zu niedriger Kochsalzverzehr genau wie ein zu niedriger BMI mit Gesundheitsrisiken verbunden sein kann. Das deckt sich nach Resch mit einer jüngst in der renommierten Medizinzeitschrift Lancet publizierten Analyse mehrerer Studien, wonach in Personengruppen, die sehr wenig Kochsalz zu sich nehmen, eine sogar überproportional erhöhte kardiovaskuläre Sterblichkeit zu beobachten war.

Quelle: djd


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