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50PLUS – SKITOUR

Einmal Österreich – Schweiz retour


Die wunderschöne Madrisa-Rundtour für geübte, aber nicht wagemutige 50plus.

Wenn Sie sich auf Tourenski wohl fühlen, aber nichts Anspruchsvolles wagen mögen, empfiehlt sich die landschaftlich wunderschöne Madrisa-Rundtour auf alten Schmugglerpfaden zwischen dem Vorarlberger Montafon und dem bündnerischen Prättigau.

Die Umrundung der Madrisa gilt seit Jahrzehnten als Skitouren-Klassiker. Neben immer wieder neuen Landschaftseindrücken überzeugen vor allem die beiden schönen Abfahrten. Anfang und Ende der Tour befinden sich in Vorarlberg, der lange Mittelteil aber verläuft auf Schweizer Seite oberhalb von Klosters. Ganz entspannt ist die Tour mit Bustransfer von St. Antönien nach Klosters und Benutzung der dortigen Lifte für das Bergauf (siehe Alternative); eher sportlich dagegen ist die Variante mit langem, aber landschaftlich schönem Anstieg durch das Gafiatal.

Tourensteckbrief Madrisa Rundtour

Anfahrt: Von Norden auf der A14 durch das Rheintal ins Montafon und kurz vor St. Gallenkirch rechts ab nach Gargellen. Öffentliche Verkehrsmittel: Mit der Bahn bis Schruns-Tschagguns, von hier Busverbindung nach Gargellen. Mehr Infos: www.montafonerbahn.at

Ausgangspunkt: Gargellen im Montafon, Parkplatz bei der Talstation der Schafbergbahn (1423 m)

Route: Mit der sog. Schafbergbahn und der Sechsersesselbahn "Kristallbahn" erst einmal bequem bergauf und anschliessend kurze Abfahrt auf der Piste Täli bis auf etwa 2140 m Höhe. Der kurze Anstieg ins nahe St. Antönier Joch (2379 m) ist in der Regel gut gespurt (hier Grenzübertritt auf die Schweizer Seite). Auch auf der Abfahrt durch das Alpeltitälli wird man selten die erste Spur legen. Wahrscheinlicher ist es, dass die skifahrerisch durchwegs lohnenden Westhänge in Abschnitten fast pistenartig eingefahren sind. Aber keine Angst, das Gelände bietet viel Platz und damit auch die Möglichkeit, abseits der Haupttrasse unverspurten Schnee zu finden. Bei den Hütten von Dörfji (ca. 1640 m) endet die Abfahrt, man zieht die Felle wieder auf und startet den Hauptanstieg nach Südosten, der über fast 1000 Höhenmeter durch das landschaftlich wunderschöne Gafiatal (auch Gafiertal) hinauf ins Rätschenjoch (2602 m) führt. Anfangs folgt man ganz bequem dem Talboden und zieht am sog. Schlangenstein sowie dem Weiler Sunnistafel (1747 m) vorbei. Im Mittelteil erschweren zwei Steilstufen das Vorwärtskommen, und das letzte Drittel führt wieder ganz bequem über schöne Mulden - nun nach Südwesten - ins Rätschenjoch. Dort wechselt man auf die Südseite und geniesst bei der Querung des Kammes nach Südosten den Ausblick ins Prättigau. Kurz noch bergauf, dann in leichter Abfahrt auf gewalztem Weg zur Bergstation des Schleppliftes Schafcalanda-Madrisa und dort am besten auf der Piste bis fast zur Talstation. Auf rund 2375 Meter Höhe verlässt man die gewalzte Abfahrt nach links (Westen) und quert hinüber ins Schlappiner Joch (2202 m - Grenzübertritt), wobei je nach Schnee- und Spuranlage mindestens zwei kurze Gegenanstiege über zusammen rund 75 Höhenmeter warten. Zum krönenden Abschluss folgt eine Traumabfahrt über herrliche Nordhänge zur Oberen Valzifenzalp (1838 m). Ab hier sind im anfangs eher flachen Talboden gut gewachste Ski klar von Vorteil, ehe man es auf der Piste laufen lassen kann und schliesslich bei der Talstation abschwingt.

Alternative: Ganz bequem und ideal für Skitoureneinsteiger ist die klassische Madrisa Rundtour, die selbst auf der Homepage der Bergbahnen Gargellen beworben wird und für die es eine extra Karte für Tourengeher gibt. (Sie beinhaltet Bergfahrt mit der Schafberg- und Kristallbahn in Gargellen sowie die Bergfahrt mit der Madrisabahn und dem Schlepplift Schaffürggli in Klosters, der Bus St. Antönien - Klosters muss extra gezahlt werden). Die Belohnung für den kurzen, maximal 45-minütigen Anstieg ins St. Antönier Joch ist eine Traumabfahrt über fast 1000 Höhenmeter. Von St. Antönien geht es mit dem Bus über Küblis nach Klosters und dort mit den Liften ins Schaffürggli (2386 m). Bei der Querung von der Bergstation ins Schlappiner Joch warten lediglich zwei kurze Gegenanstiege, ehe es endgültig bergab geht. Die Belohnung für maximal 350 Aufstiegsmeter: Über 2000 Höhenmeter bergab, wobei nur ein kleiner Teil auf Pisten erfolgt.

Charakter / Schwierigkeit: Lange, maximal mittelschwere Skitour über landschaftlich und skifahrerisch beeindruckendes Gelände mit zwei Steilstufen. Die Umrundung der Madrisa ist zwar nicht allzu schwer, doch wegen der vielen Übergänge und Abfahrten sollte die Kondition ganz gut sein. Hilfreich ist zudem stabiles Wetter mit guter Sicht. In der Regel ist die Runde immer gespurt, doch überlaufen ist sie zumindest unter der Woche keineswegs. Achtung: Sobald die Lifte ab Mitte April nicht mehr laufen, verlängern sich die Anstiegszeiten.

Lawinengefahr: Mittel. Lokale Schneebrettgefahr, vor allem an den genannten Steilstufen. Vorsicht auch unter den sonnenbeschienenen Steilhängen wie im Gafiertal oder bei der Querung zum Schlappiner Joch, vor allem bei starker Erwärmung.

Exposition: Nord, West, Südwest, Nordwest, Südost, Nordost

Aufstiegszeit: 4.30 bis 5 Stunden - unbedingt zusätzlich Zeit für Pausen und An- und Abfellen einkalkuieren!

Tourdaten: Höhendifferenz: 1310 Höhenmeter; Distanz: ca. 21 km (gesamte Runde) Beste Jahreszeit: Januar bis Mitte April

Wissenswertes: Der auffällige Felsblock namens Schlangenstein im Gafier Tal ist mit einer Sage verbunden. Danach soll der Heilige Antonius alle Schlangen des Tales in diesen riesigen Felsblock verbannt haben.

Bergbahn: Info und Preise der Bergbahnen Gargellen

Karte: Landeskarte der Schweiz Prättigau, Blatt 248S, 1:50.000.

Quelle: www.tourentipp.de


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