SICHER FAHREN

11 Tipps für den Winter

Mehr Konzentration, grössere Vorsicht: Autofahren im Winter.

Mehr Konzentration, grössere Vorsicht: Autofahren im Winter.

Fahren Sie manchmal durch Schnee oder gar auf Eis? Fühlen Sie sich dabei unsicher? Natürlich können Sie sich auf Ihre jahrzehntelange Erfahrung stützen. Aber ein paar Erinnerungen und einfache Tricks wie die vom TCS können nie schaden. So häufig schneit es bei uns auch nicht bis in tiefe Niederungen.

Hier sind die Tipps für eine sichere Fahrt durch Schnee und auf Eis:

1. Wer im Winter mit Sommerreifen herumfährt, handelt fahrlässig. Wenn die ersten Schneeflocken fallen, sollten die Winterreifen auf dem Fahrzeug montiert sein. Winterreifen müssen auf alle vier Räder montiert werden. Haben die Reifen unterschiedliche Profiltiefen mit mehr als 1 mm Unterschied sollten die besseren Reifen - unabhängig von der Antriebsart - immer auf die Hinterachse (Führungsachse) montiert werden. Wichtig ist, dass Winterreifen mindestens vier Millimeter Profiltiefe aufweisen, da sie sonst ihre typischen Wintereigenschaften (kürzerer Bremsweg, mehr Zugkraft und besserer Aquaplaning-Schutz) verlieren.

2. Geländewagen sind häufig ab Werk mit Ganzjahresreifen ausgerüstet, die auf Schnee allerdings nur eine Kompromisslösung darstellen. Daher sollten auch Geländewagen im Winter mit den geeigneten Winterreifen ausgerüstet werden. Gute Winterreifen bewähren sich sowohl auf nasser als auch schneebedeckter Fahrbahn. Dank ihrem Reifenprofil, das feine Lamellen aufweist, können sie sich im Schnee richtig festkrallen.

Zudem ist die Gummimischung weicher und auf kalte Temperaturen abgestimmt. Winterreifen sind also optimal auf die kalte Jahreszeit abgestimmt und bürgen für eine optimale Haftung bei Schnee und Regen. Sommerreifen sind bereits bei tieferen Temperaturen ungeeignet, denn die Profilgestaltung sowie die Gummimischung sind anders als beim Winterreifen. So wird bei tiefen Temperaturen die Gummimischung des Sommerreifens hart und unelastisch und der Reifen kann dadurch die geforderten Leistungen nicht mehr erbringen. So ist der Bremsweg auf Schnee mit Sommerreifen rund doppelt so lang als mit Winterreifen.

3. Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, eine Fahrzeug mit Winterreifen auszurüsten. Wer infolge ungenügender Bereifung einen Unfall verursacht oder mitverursacht, muss je nach Umständen mit einer Kürzung oder Rückforderung der Versicherungsleistungen rechnen und wird ausserdem zu einer Busse (wegen Grobfahrlässigkeit bzw. Benutzen eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs) verurteilt. Deshalb gilt: Rechtzeitig auf Winterreifen umstellen und die Sommerreifen richtig lagern, denn durch die richtige Lagerung kann die Lebensdauer verlängert werden. So sollten die Sommerreifen lichtgeschützt an die Wand gehängt oder geschützt auf dem Boden gestapelt werden. Als Alternative übernimmt auch der Garagist gegen eine Gebühr die Lagerung. Dieser prüft vorher noch die Reifen und Felgen auf die Profiltiefe, eventuelle Schäden und wäscht das Rad und die Felgen.

4. Winter-Gepäck sicher verstauen. Beim Verstauen des Gepäcks kann viel für die Sicherheit getan werden. Gepäckstücke sollten bis maximal zur Oberkante der Rücksitzlehne in den Kofferraum eingeladen und gesichert werden. Denn Gegenstände dürfen nicht lose herumliegen, da sich diese bei einem Aufprall in gefährliche Geschosse verwandeln können. Zudem sollten starre und schwere Gegenstände wie z.B. Skischuhe oder Schalenkoffer im Koffer- oder im Fussraum verstaut und gesichert werden. Snowboard, Skistöcke und Skis können auch in einer Dachbox untergebracht werden. Doch aufgepasst: Die Ladung in der Dachbox verändert das Fahrverhalten jedes Autos. Deshalb sollte sowohl das Gesamtgewicht des Fahrzeugs wie auch die maximale Dachlast und die Höhe berücksichtigt werden.

5. Fahren mit Guckloch ist gefährlich. Wer weder Garage noch Unterstand besitzt, muss bei winterlichen Verhältnissen am Morgen genügend Zeit reservieren, um klare Sichtverhältnis zu schaffen. Was bedeutet das konkret? Lichter, Rückstrahler, Scheiben und Rückspiegel sind (gemäss Artikel 57, Absatz 2 der Verkehrsregelverordnung) sauber zu halten. Der TCS empfiehlt, das Auto mit einem stabilen Eiskratzer und einem Schneebesen von Eis und Schnee befreien. Wer sich nicht daran hält, gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer und riskiert obendrein noch eine Busse.

6. Wintercheck beim Garagisten oder beim TCS. Wer sichergehen will, dass sein Fahrzeug im Winter gut über die Runden kommt, lässt einem Wintercheck durchführen. In diesem werden die Reifen, Motor, Kühlsystem, Scheibenwaschanlage, Beleuchtung sowie die elektrische Anlage uvm. geprüft. Weitere Infos unter www.tcs.ch.

7. Batterie. Starterbatterien haben in der Regel eine Lebensdauer von mehr als fünf Jahren. Kennt man das Alter nicht genau, soll die Batterie durch den Fachmann geprüft werden.

8. Beleuchtung. Beleuchtungseinheiten regelmässig durch einen kurzen Rundgang um den Wagen bei eingeschaltetem Stand- und Abblendlicht kontrollieren.

9. Türgummi/Dichtung. Türgummies und Schlösser mit handelsüblichen Mitteln behandeln, damit die Türen nicht einfrieren und Sie unweigerlich auch.

10. Scheibenwaschanlage und Wischerblätter. Rechtzeitig auf wintertaugliches Scheibenwaschmittel umstellen, Wischblätter kontrollieren und gegebenenfalls ersetzen.

11. Eis und Schnee. Ins Auto gehören Eiskratzer mit Kunststoff-Kanten, Schneebesen und Handschuhen. Gummibodenmatten halten das Schmelzwasser von den Schuhen zurück und lassen sich besser reinigen. Sehr praktisch ist auch eine Frostschutz-Plane, die beim morgendlichen Abkratzen von Schnee- und Eis viel Zeit ersparen kann.