Finanzen

3 Strategien, wie man um Geld schnorrende Verwandte los wird

Gegen hartnäckige Verwandte hilft nur Hartnäckigkeit

Gegen hartnäckige Verwandte hilft nur Hartnäckigkeit (Foto: Logan Weaver on Unsplash)

Über Geld redet man nicht, das hat man - oder auch nicht. Da Letzteres doch auf viele Menschen zutrifft, wird man sich als vermeintlich wohlhabender älterer Mensch öfter in der Position wiederfinden, angebettelt oder angeschnorrt zu werden.

"Nur bis zum nächsten Ersten, bitte, bitte, dann bekommst du das Geld zurück": Wie oft stimmt das nicht, und bei den Verwandten mag man ja nicht gleich zum Anwalt laufen. Wehret den Anfängen, lautet also das Motto. Diese drei Tipps helfen dabei, sich derartig unliebsame Situationen zu ersparen. 

Tipp 1: Ich bin krank, sehr krank - Abschreckung ist alles
Wer es geschickt einzufädeln wess, nimmt beim leisesten Schnorrversuch die Leidensmiene an und tut kund, dass eine wirklich schreckliche Krankheit diagnostiziert worden ist, die womöglich sogar ansteckend ist.

Wenn einer der Schnorrer nun Händchen reibend auf das Erbe des Angebettelten hofft, sollte man sogleich nachsetzen und sagen, dass diese Krankheit sehr langwierig ist, und dass dabei sehr viel Geld für Behandlungen drauf gehe.

Sorry, Schnorrer, für dich bleibt nichts hängen! Wer nun eilig davon stiebt, zeigt nur, dass ihm etwas fehlt, nicht nur Geld, sondern vor allen Dingen Empathie.

Tipp 2: Ich möchte ein kleines Auto, bitte, Oma! Nein!
Wer Enkel hat, die eigentlich alles schon haben wollen, bevor sie nur einen Franken selbst verdient haben, darf gerne nach seiner Pensionierung darauf hinweisen, dass er damals in Enkelchens Alter als Student oder Lehrling nur 80 Franken im Monat hatte, bei den Eltern wohnen MUSSTE und sich das Fahrrad selbst zusammen gebaut hat.

Wenn der Enkel dann immer noch von einem schicken Mini oder Golf schwärmt, sollte ein Hinweis auf die nächste "Fridays for Future" Veranstaltung mit "all den netten, zu Fuss gehenden jungen Menschen in deinem Alter" den Enkel daran erinnern, dass er auch eine gesellschaftliche Verpflichtung hat, für die Zukunft, und das nicht nur am Freitag. Muss ein Auto wirklich sein? Nein!

Tipp 3: Wenn du mich pflegst 
Besonders hartnäckige Verwandte mit Hang zu grossen Summen und Wiederholungstaten kann man als zur Generation 50plus gehörender Mensch leicht abschmettern, indem man dem Schnorrer und seiner Familie in Aussicht stellt, dass man als Gegenleistung "unter uns Verwandten" für die 3000 Franken doch mittel- bis kurzfristig bei den lieben Verwandten einziehen werde.

Da ist doch ein Zimmer frei geworden, das würde doch gut passen. Die Chancen, dass die Leute diese 3000 dann doch nicht mehr so eilig brauchen oder sie sich bei einer Kreditfirma ihres Vertrauens besorgen, ist gross.

Besonders gut ist, wenn man einen wirklich übel riechenden (für den Tag geborgten) Hund oder Kater mit zu bringen droht. Geht doch, Geld kann sich die liebe Verwandtschaft dann doch woanders besorgen!