5 Tipps zum Umgang mit ihnen

Älter werden - den Eltern respektvoll begegnen
Älter werden - den Eltern respektvoll begegnen (Bild Shegeor Laker on Unsplash)
Bekommen die Eltern Demenz, kann das eigene Weltbild ins Wanken geraten. Die folgenden fünf Tipps helfen, eine starke Beziehung aufrecht zu erhalten und sie zu fördern.

1. Älter werden - den Eltern respektvoll begegnen

Ihre Eltern waren Jahre und Jahrzehnte für Sie da und haben Sie durch die wohl wichtigsten Phasen Ihres Lebens begleitet. Auch mit einer Erkrankung wie Demenz ist ein respektvoller Umgang die Grundlage für eine gesunde Beziehung. Verkindlichungen oder das Ignorieren der Bedürfnisse Ihrer Eltern sind hier fehl am Platz. Begegnen Sie Ihren Eltern stattdessen auf Augenhöhe.

2. Hinterfragen Sie den Sinn der Taten Ihrer Eltern mit Demenz

Die Welt eines Menschen mit Demenz ist nicht völlig irrational - auch hier wird logisch geschlussfolgert und gehandelt. Im Alter können Ihre Eltern oft nicht mehr die Gegenwart und die Vergangenheit unterscheiden. Wenn Sie dies verstehen und beherzigen, können Sie sich nicht nur ein Stück weit in Ihre Eltern hineinversetzen, sondern Sie auch besser unterstützen.

3. Umgang mit Senilität - stellen Sie einfache Fragen

Je komplexer die Frage ist, desto schwerer fällt es Ihren Eltern oft, sie zu beantworten. Sie können Ihnen entgegenkommen, indem Sie möglichst einfach und konkret formulierte Fragen stellen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Ja-Nein-Fragen: Die Antwortmöglichkeiten sind begrenzt und Ihre Eltern fühlen sich nicht unter Druck gesetzt, sich zu erklären und lange Antworten zu geben. Brauchen Ihre Eltern etwas länger, um zu antworten, geben Sie ihnen die Zeit. Andernfalls kann Stress entstehen, der eine entsprechende Hemmschwelle in zukünftigen Situationen kreiert.

Ja-Nein-Fragen:

  • Geht es Dir gut? (Anstatt "Wie geht es Dir?")
  • Hast Du schon gegessen? (Anstatt "Was gab es zum Mittagessen?")
  • Möchtest Du Orangensaft? (Anstatt "Was möchtest Du trinken?")

4. Wenn Eltern älter werden - kommunizieren Sie positiv

Geraten mehr und mehr Erinnerungen bei Ihren Eltern in Vergessenheit, kann die Welt schnell bedrohlich und fremd wirken und der Sinn des Lebens hinterfragt werden. Hieraus können Vorwürfe an Sie oder Dritte entstehen und Ihre Eltern werden zunehmend unselbstständiger. Dies ist aber nicht ihre Schuld, weshalb Kritik oder Diskussionen nicht helfen, sondern nur für beiderseitigen Frust sorgen. Versuchen Sie daher, positives Verhalten besonders ausschweifend zu loben und mit Vorwürfen sparsam umzugehen. Zeigen Sie Ihren Eltern, dass Sie als Familie ein Team sind und auf der gleichen Seite stehen. Helfen Sie Ihnen zum Beispiel dabei, verlorene Gegenstände wiederzufinden, anstatt über ihren Verlust einen Streit anzufangen.

5. Schaffen Sie für Ihre Eltern mit Demenz eine Struktur und Routine

Senilität macht den Umgang mit Überraschungen oder ungewohnten Abläufen zunehmend schwerer. Daher ist es nun besonders wichtig, dass Ihre Eltern eine feste Routine in ihrem Alltag haben, die ihnen Halt gibt und an der sie sich orientieren können. Setzen Sie sich mit Ihren Eltern zusammen und überlegen Sie sich gemeinsam mit ihnen einen Ablauf, der für sie zu bewältigen ist.

Hiervon betroffen sind etwa:

  • die Schlafenszeit
  • Mahlzeiten
  • die Körperhygiene
  • Hobbies
  • Kirchenbesuche

Wie kann der Senilität möglichst lange entgegengewirkt werden?

Ältere Menschen bleiben geistig fitter, wenn sie entsprechend gefördert werden. Dies kann zum einen geschehen, indem ihre Erinnerung durch Musik, bekannte Objekte oder ähnliches aktiv geweckt wird. Zum anderen kann es helfen, die Selbstständigkeit der Betroffen so weit wie möglich zu erhalten. Das bedeutet, dass ihnen nicht bei den ersten Anzeichen von Senilität jeder Handgriff abgenommen wird, sondern sie bewusst darum gebeten werden, eine Reihe von Tätigkeiten selbst zu erledigen.

Was kann Eltern mit Demenz eine Freude machen?

Eltern mit Demenz freuen sich, wenn ihnen gezeigt wird, dass sie noch immer ein wertvolles Mitglied der Familie sind. Deshalb ist die Behandlung auf Augenhöhe besonders wichtig. Darüber hinaus haben auch demente Menschen das Bedürfnis nach einem Sozialleben. Regelmäßige Treffen mit Freunden sind für den Gemütszustand genauso wichtig wie zuvor und können zusätzlich noch für einen milderen Krankheitsverlauf sorgen.

Wenn Eltern älter werden - worauf müssen Sie für sich selbst achten?

Die eigenen Eltern in einer womöglich schwachen Lage zu sehen, kann schnell frustrierend wirken. Gefühle wie Hilflosigkeit oder Erschöpfung sind in dieser Situation normal und gesund. Gehen Sie auch rücksichtsvoll mit sich selbst um und gestehen Sie sich diese Emotionen zu.

 

 

 


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