Acht von zehn Rücken Operationen überflüssig?

Acht von zehn Rücken Operationen überflüssig?
Fitness-Guru Werner Kieser
«Eben hatte ich dem Manager einer grossen Krankenkasse vorgerechnet, was mit richtig appliziertem Krafttraining an Kosten eingespart werden könnte".

80%, das bedeutet 40 Milliarden von den 50, die jährlich für den Rücken in Deutschland ausgegeben werden für Arbeitsausfälle, Operationen, Rehabilitation und Renten», schreibt Werner Kieser (1940-2021). 

Dann sprach er das aus, was mich wieder auf den Boden unserer institutionalisierten Unfähigkeit brachte: "Wissen Sie, wie viele Arbeitsplätze das vernichten würde?"

Natürlich hat der Mann Recht: Diese 50 Milliarden an Rückenkosten schaffen tausende von Arbeitsplätzen in Kliniken, Arztpraxen und Verwaltung; sie finanzieren die imposanten Verwaltungsgebäude der Kostenträger mit und tragen massgeblich zum Gedeihen der pharmazeutischen Industrie bei.

Im European Spine Journal, der renommierten Fachzeitschrift für Rückenorthopädie, wurde eine Studie publiziert, die in der Praxis von Dr. Florian Alfen im Kieser Training Würzburg durchgeführt wurde. 388 Patienten mit eindeutiger OP-Indikation wurden auf der Lumbar Extension Maschine getestet und trainiert.

Danach konnten 344 Patienten auf die Operation verzichten. Lediglich 44 mussten noch operiert werden. (Lauerbach, B.: Medical Strengthening Therapy. European Spine J. 2007 16:1965 2040 S. 1986).

Wenn man das hochrechnet mit der Anzahl Rückenoperationen die jährlich in Deutschland stattfinden, kommen Milliardenbeträge zusammen.

Doch wen interessiert das? Die These Niklas Luhmanns, dass Bürokratien automatisch Schutzmechanismen zu ihrer Selbsterhaltung entwickeln (= Abschottung nach aussen, Kontrolle nach innen) trifft zu.

Wirklich interessiert an einer effizienten Lösung ist ausschliesslich das betroffene Individuum.

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