Neues Webportal "Adopt a Rentner"

50Plus Familie, Enkel, Adopt a Rentner
Neues Webportal "Adopt a Rentner"
Schweizer werden nicht nur immer älter: sie bekommen auch immer später Kinder. Dabei könnten beide Seiten soviel voneinander profitieren.

Fast jede bzw. jeder 5. Schweizer(in) ist inzwischen Rentner. Viele von ihnen sind jedoch unfreiwillig noch keine Grosseltern – die Kinder haben es nun mal heutzutage nicht mehr so eilig mit der Familiengründung. Das ist schade, weil eigene Enkel dann natürlich erst umso später kommen oder sogar ganz ausbleiben. Dabei würden nicht nur Senioren von der Frische und der Lebensfreude profitieren, die Kinder ausstrahlen. Auch für Kinder ist es schön, mit liebevollen Grosseltern aufzuwachsen und von deren Erfahrung und Reife zu lernen. 

Bei Adopt a Rentner, dem kostenlosen Vermittlungsservice von Rent a Rentner, können sich Interessierte einfach und kostenlos registrieren und von Familien mit Kindern als Ersatz-Grosselternteil adoptieren lassen. Rolf Schönenberg ist so ein Adoptiv-Opa, und wir haben ihm ein paar Fragen gestellt. 

Hallo, Herr Schönenberg, wie und wo haben Sie denn von Adopt a Rentner erfahren?

In einer Fernsehsendung. Auf TeleZüri im «TalkTäglich» waren Peter Hiltebrand und seine Tochter zu Gast und haben von Rent a Rentner und Adopt a Rentner erzählt. Da habe ich mich dann gleich angemeldet und bin jetzt seit Juli 2013 Mitglied.

Was war der genaue Grund, dass Sie sich angemeldet haben?

Wir haben leider keine eigenen Enkel, mein Sohn ist 41 und meine Tochter 37 Jahre alt, und ich wollte einfach nicht länger warten. Ich persönlich hatte eine sehr schöne Kinderzeit mit meinen Grosseltern, das wollte ich auch selbst gern in der Grossvaterrolle erleben.

Wie lange hat es denn gedauert, bis sich jemand bei Ihnen gemeldet hat?

Schon einen Monat nach meiner Anmeldung, also im August 2013. Der Grund war wohl, dass ich zufällig im gleichen Kanton wie die Familie wohne, die einen Grossvater gesucht hat. 

Hat die erste Familie gleich gepasst? Wie und wo haben Sie sich kennengelernt und «beschnuppert»?

Ja, ich wurde sehr herzlich aufgenommen von der Familie und den beiden Kindern, Luca (6) und Sina (2). Ich habe mich natürlich persönlich vorgestellt. Und dann hat die Familie auch uns zuhause besucht, um meine Frau kennenzulernen. 

Haben Sie nur einen Adoptiv-Enkel oder mehrere?

Ich habe beide Kinder «adoptiert», also Enkel Luca und Enkelin Sina.

Wie oft unternehmen Sie etwas mit Ihren Adoptiv-Enkelkindern?

Wir machen ca. einmal im Monat etwas zusammen. Wenn Luca Schulferien hat, auch öfter.

Und was genau machen Sie zusammen am liebsten?

Wir haben schon viel unternommen, waren im Kino, im Zoologischen Garten und Knies Kinderzoo. Und auf der Basler Herbstmesse, am Flughafen, im Tierpark... Minigolf haben wir auch schon gespielt! Aber wir unternehmen auch mit der ganzen Familie etwas, wie Grillieren, Wandern, Geburtstage und Weihnachten feiern usw.

Wie lange möchten Sie diese Adoptiv-Grosselternschaft denn führen? Gibt es da für Sie eine zeitliche Begrenzung?

Also, von meiner Seite aus gibt es da keine Begrenzung.

Was sind in Ihren Augen die Vorteile so einer Adoptiv-Grosselternschaft – und was die Nachteile?

Ich finde wunderbar, Kindern mein Wissen und meine Erfahrung weitergeben zu können. Nachteile habe ich bisher keine gefunden!

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