Altersbedingte Alopezie - Therapie und Prävention

Altersbedingte Alopezie
Im Alter nimmt der Haarausfall zu
Obwohl gerade Frauen das Haar mit zahlreichen Styling Produkten strapazieren, sind es überwiegend Männer, die unter altersbedingter Alopezie leiden.

Die Ursachen sind verschieden. Meist steckt ein altersbedingter Prozess dahinter. Bei jedem dritten Mann im Alter von über 30 Jahren machen sich die ersten Anzeichen von Haarausfall bemerkbar. Mit 50 ist jeder Zweite betroffen. Mythen rund um den Haarausfall gibt es viele. Häufiges Haare waschen soll die Glatzenbildung beschleunigen. Ähnliches wird zu häufigem Kämmen zugeschrieben. Dabei ist der Haarausfall, gerade bei Männern, genetisch bedingt. 

Der Lebenszyklus der menschlichen Haare 
Das Kopfhaar hat eine schnellere Wachstumszeit als Haare an anderen Stellen des Körpers. Die Begründung liegt in der Aktivität der Haarzwiebeln am Kopf. Sie sorgen dafür, dass jeden Tag rund 30 Meter Haar wachsen. Die Lebensspanne eines einzelnen Haars ist unterschiedlich. Bei Männern, die häufiger von Haarausfall betroffen sind, ist sie kürzer. Generell beträgt der Lebenszyklus eines Haares rund sieben Jahre. Dabei durchläuft es verschiedene Phasen: 

1. Wachstumsphase
2. Rückbildungsphase
3. Ruhephase 

Da die Produktion der Haare asynchron erfolgt, durchlaufen nicht alle Follikel dieselbe Phase zur gleichen Zeit. Dadurch ein kontinuierlicher Haarbestand sichergestellt. Zwei bis sechs Jahre verbringt das Haar in der Wachstumsphase. Die zweite Phase ist mit einer Periode von zwei bis drei Wochen die Kürzeste. Abschließend verbringt das Haar bis zu drei Monate in der Ruhephase, bis es die Nährstoffversorgung verliert und ausfällt. Etwa 60 bis 100 Haare verlassen täglich das menschliche Haupt, was durchaus üblich ist. 

Ursachen für den altersbedingten Haarausfall
Der tägliche Verlust von mehr als 100 Haaren ist als Haarverlust zu bezeichnen. Gründe für den Haarausfall können von verschiedener Natur sein. Sie sind teilweise genetisch bedingt, können aber auch durch Krankheiten oder Stress ausgelöst werden. Allen drei Faktoren liegt derselbe Prozess zugrunde: Die Matrixzellen sind weniger aktiv als üblich, sodass die Haare eine kürzere Wachstumsphase durchlaufen. 

Der Haarverlust bei Männern ist Medizinern zufolge in 95 Prozent der Fälle dem männlichen Hormon Testosteron zuzuschreiben. In der Kopfhaut wird es zu Dihydrotestosteron (DHT) abgebaut, wo es die Wachstumsphase der Haare verkürzt. Im Laufe der Jahre sterben die Wachstumsmotoren der Haare komplett ab. Betroffene Männer erkennen ihr Schicksal im Alter von 20 bis 30 Jahren. Das männliche Hormon ist somit nicht der Auslöser bei Männern, die im hohen Alter von plötzlichem Haarausfall heimgesucht werden. Mit zunehmendem Alter nimmt die Körperkraft ab - dazu gehört auch die Kopfhaut, die langsam erschöpft und deren Haarwurzeln nachlassen. Ab einem Alter von 40 Jahren sind Symptome bei der breiten Masse erstmals zu beobachten.  

Bei Frauen ist Testosteron mit dem Beginn der Menopause ein häufiger Grund für Haarausfall im hohen Alter. Hormonelle Veränderungen beeinflussen die Haarstruktur. Das Haarwachstum kann durch verschiedene Hormone vorangetrieben werden, sodass sie schneller in der Ruhephase fallen. Mit 40 Jahren betreten Frauen wie auch Männer ihre Lebensmitte, die mit hormonellen Veränderungen einhergeht. Die Haare werden sichtbar dünner und es entstehen sogenannte Geheimratsecken. Wenige Jahre später verlieren die Haare ihre ursprüngliche Farbe und werden grau oder weiß.

Innere und äußere Behandlung 
Menschen können ihre biologische Uhr nicht zum Stillstand bringen. Der natürliche Haarausfall und Prozess der Färbung ist eine Frage der Zeit. Männer und Frauen können den Prozess verlangsamen, indem sie auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung achten. Diese sollte fettarm und mineralstoffreich sein. Die Zuführung des Vitamins B hilft den Haaren, ihren Lebenszyklus lange beizubehalten. Die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht ohne eine Rücksprache mit dem Hausarzt empfehlenswert. Einer Studie der Hautklinik Darmstadt und Universitätsklinik in Mannheim zufolge können Spezialpräparate helfen. Empfehlenswert sind Spülungen, Shampoos und Haarkuren mit dem Wirkstoff Thymuskin. In Verbindung mit ungesättigten Fettsäuren stärken die Produkte die Haarwurzeln und verlängern so die Wachstumsphase.

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