Energiebalance
Blutzucker im Griff: Klarer Kopf statt Leistungseinbruch
Blutzucker im Griff: Klarer Kopf statt Leistungseinbruch
Energie statt Müdigkeit
Die Bedeutung eines stabilen Blutzuckerspiegels
Stabile Blutzuckerwerte sind nicht allein eine Frage der gesunden Ernährung. Der Blutzuckerspiegel im Körper beeinflusst zahlreiche Faktoren, die sich unmittelbar auf Ihre Leistungsfähigkeit auswirken. Ist der Spiegel im Gleichgewicht, hat dies grossen Einfluss auf Ihr Wohlbefinden. Der Blutzuckerspiegel hängt direkt mit der Energieversorgung des Körpers zusammen. Problematisch wird es, wenn die Blutzuckerwerte dauerhaft erhöht sind.
Ihr Gehirn ist konstant mit ausreichend Energie versorgt, Ihre Muskulatur funktioniert zuverlässig, das vegetative Nervensystem ist ausgeglichen. Bei grösseren Schwankungen hingegen merken Sie Veränderungen Ihres Energielevels. Das ist im Alltag deutlich zu spüren, etwa durch Müdigkeit oder auch Probleme mit der Konzentration.
Gerade im beruflichen Kontext sind Sie darauf angewiesen, jederzeit flexibel zu reagieren, entscheidungsfähig zu sein und einen klaren Kopf zu behalten. Bei einem zu schnellen Blutzuckeranstieg wird ebenso schnell das Hormon Insulin ausgeschüttet. Es sorgt dafür, dass der Zucker aus Ihrem Blut von den Zellen aufgenommen wird.
Fällt der Blutzuckerspiegel im weiteren Verlauf wieder zu stark ab, entsteht ein Zustand, der sich auch körperlich unangenehm anfühlen kann. Viele Menschen sprechen von einem Leistungstief und einem rasch sinkenden Energielevel.
Wenn Sie Ihren Blutzuckerspiegel gut im Griff haben, profitieren nicht nur Ihre Stimmung, Ihr Umgang mit Stress und die Energie, die Ihnen zur Verfügung steht. Auch die Prozesse Ihres Stoffwechsels werden langfristig weniger belastet. Ihre Ernährung ist hier die wichtigste Stellschraube, denn kohlenhydratreiche Mahlzeiten führen zu einem schnellen Blutzuckeranstieg, der rasch wieder abfällt. Ein solches Auf und Ab macht sich meist als Wechsel zwischen Energieschub und tiefem Loch bemerkbar. Bei Diabetes Schweiz lesen Sie informatives rund um das Thema Diabetes und Ernährung.
Blutzucker im Griff - Hinweis auf Schwankungen
Im Prinzip hinterlässt Ihr Körper erkennbare Signale, die auf Blutzuckerschwankungen hinweisen. Häufig sind sie subtil, vor allem, wenn Ihnen der Umgang damit nicht vertraut ist. Typische Symptome eines Abfalls sind etwa plötzlich eintretende Müdigkeit, innere Unruhe, Unkonzentriertheit, Heisshunger oder sogar ein leichtes Verwirrtheitsgefühl.
Ein konstant zu hoher Blutzuckerspiegel äussert sich langfristig durch Durst, ein allgemeines Schweregefühl, vielfach auch Kopfschmerzen oder verstärkten Harndrang. Keines dieser Symptome muss mit dem Blutzucker zu tun haben, doch bei wiederkehrenden Beschwerden kann es hilfreich sein, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken.
Bekanntlich führt ein dauerhaft zu hoher Blutzucker zu Stoffwechselproblemen, die mit der Zeit auch Krankheitswert haben können. Bereits die Regelmässigkeit selbst von kurzfristigen Belastungen macht deutlich, dass Schwankungen bestehen, auf die Sie reagieren sollten.
Achten Sie bewusst darauf, ob sich ein bestimmtes Muster zeigt. Erleben Sie Leistungseinbrüche und akute Müdigkeit zu bestimmten Zeiten des Tages oder nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten? Das Berücksichtigen dieser Zusammenhänge bietet Ihnen Handlungsspielraum und die Möglichkeit, dem entgegenzuwirken.
Die Ursache für Leistungseinbrüche
Ein Leistungseinbruch entsteht selten ohne Anlass. Meist ist eine biochemische Reaktion verantwortlich, die auf einer stark kohlenhydrathaltigen Mahlzeit oder einem zuckerhaltigen Getränk basiert. Dabei stehen sogenannte kurzkettige Kohlenhydrate, die zu einem besonders schnellen Zuckeranstieg führen, im Vordergrund. Das können Pasta, helles Brot, Kuchen oder Süssigkeiten sein, aber auch Softdrinks.
Ihre Bauchspeicheldrüse reagiert zunächst mit einer starken Insulinausschüttung, die das Ziel hat, den Zucker aus der Nahrung möglichst schnell in die Zellen zu bringen. Danach fällt der Blutzucker zügig wieder ab, häufig auf ein tieferes Level als zuvor. Das Ergebnis zeigt sich umgehend durch Müdigkeit, eine Art Knock-out-Gefühl, mangelnde Konzentration oder Gereiztheit.
Mit zunehmendem Alter werden die meisten Menschen weniger empfindlich gegenüber Blutzuckerschwankungen. Ihre Zellen reagieren schlechter auf das Insulin, die Folge ist eine vermehrte Ausschüttung. Es zirkuliert zunehmend mehr Zucker im Blut, ohne effizient in die Zellen zu gelangen.
Es fehlt an sinnvoll nutzbarer Energie, als Resultat erleben Sie Antriebslosigkeit und Leistungseinbrüche. Ihr Gehirn reagiert darauf üblicherweise mit Heisshunger, vor allem auf die problematischen süssen und kohlenhydratreichen Nahrungsmittel.
Blutzucker im Griff - praxistaugliche Alltagsstrategien
Sie sind Blutzuckerschwankungen nicht hilflos ausgeliefert und können selbst mit wirksamen, alltagstauglichen Massnahmen einen klaren Kopf bewahren. Legen Sie dazu Ihren Fokus auf die Zusammensetzung Ihrer Mahlzeiten. Anstelle von schnellen, aber leeren Kohlenhydraten sind komplexe Kohlenhydrate entscheidend.
Dazu zählen unter anderem Vollkornprodukte und Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Samen und Nüsse. In Verbindung mit Eiweiss und hochwertigen Fetten sind Sie mit Energie versorgt, ohne ständigen Blutzuckerspitzen ausgesetzt zu sein. Achten Sie zudem auf genügend Ballaststoffe und im besten Fall auf wenigstens vier Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten, damit Ihr Blutzuckerspiegel stabil bleibt. Ständiges Snacken von Kleinigkeiten ist generell weniger hilfreich.
Eine gesunde Ernährung ist grundsätzlich in jedem Alter wichtig, ab einem gewissen Alter bestehen aber andere Anforderungen an die Nährstoffversorgung. Gut essen, gut altern: Gesunde Ernährungstipps.
Ein wesentlicher Faktor ist zudem regelmässige und ausreichende Bewegung. Sie müssen dazu nicht zum ambitionierten Sportler werden, es reichen Spaziergänge, Treppen statt Aufzüge und generell möglichst vielfältige körperliche Aktivitäten im Alltag, um den Stoffwechsel auf Trab und den Blutzucker im Gleichgewicht zu halten.
Wenn Sie zudem bewusst entspannen und Stress so gut wie möglich vermeiden, tragen Sie aktiv und umfassend dazu bei, unangenehme Leistungseinbrüche zu vermeiden.
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