Demenz-Prävention: Wie Sie Ihr Gehirn jung halten

Mit gezielter Demenz-Prävention geben Sie Ihrem Gehirn täglich kleine Impulse, pflegen Ihre Merkfähigkeit und bleiben länger wach und neugierig.
Demenz-Prävention: Wie Sie Ihr Gehirn jung halten
Bewegung für Gehirnleistung (Bild: iStock)

Demenz-Prävention: Hirnfitness mit Spass

Demenz-Prävention – damit das Kopfkino klar bleibt

Es gibt diese Momente, in denen ein Name plötzlich nicht da ist, Sie den Schlüssel suchen und kurz erschrecken. Solche Aussetzer gehören zu einem lebendigen Gehirn. Trotzdem fragen sich viele Menschen der Generation 50Plus, was noch als normal gilt und wann sie besser genauer hinschauen sollten. Demenz-Prävention heisst in dieser Lebensphase vor allem, den Blick weg von der Angst zu lenken und hin zu dem, was Ihrem Kopf Kraft gibt.

Fachleute gehen davon aus, dass ein bedeutender Teil des Demenzrisikos mit dem Lebensstil zusammenhängt. Blutdruck, Schlaf, Bewegung, Hörvermögen, Stimmung und Bildung zählen zu den Einflussfaktoren. Was Herz und Gefässe schützt, unterstützt meist auch das Gehirn. Es braucht kein perfektes Programm, sondern mehrere kleine Gewohnheiten, die Ihr Gehirn Tag für Tag stärken. Weiterführende Informationen finden Sie auch bei Alzheimer Schweiz

Altern und dabei klüger werden! Lernen Sie in unserem Artikel, was Gehirntraining bewirken kann und wie es eine hohe geistige Leistungsfähigkeit sicherstellen kann! 

Sinnestraining für ein flexibles Gehirn

Das Gehirn liebt Abwechslung. Wenn sich Wege, Essen und Medien kaum verändern, arbeitet es wie im Sparmodus. Für die Demenz-Prävention ist es wirkungsvoller, Ihre Sinne zu wecken, als jeden Patzer beim Erinnern zu beobachten.

Eine einfache Idee ist ein Sinnesprojekt. Sie wählen für eine Woche einen Sinn aus und geben ihm bewusst mehr Raum. In einer Hör-Woche entdecken Sie neue Musik oder eine andere Sprache. In einer Geruchs-Woche kochen Sie mit ungewohnten Kräutern und schnuppern sich auf einem Markt durch frische Düfte. In einer Tast-Woche achten Sie auf unterschiedliche Untergründe und Materialien. So entstehen neue Verbindungen im Gehirn, ohne dass es sich nach Training anfühlt.

Demenz-Prävention mit Bewegung, die Spass macht

Beim Thema Bewegung denken viele sofort an anstrengende Sportpläne. Für Ihr Gehirn zählt jedoch vor allem, dass Sie regelmässig in Schwung kommen und nicht stundenlang sitzen. Zügiges Gehen oder Tanzen verbessert die Durchblutung, hilft bei der Regulation von Blutdruck und Blutzucker und entlastet damit auch den Kopf.

Damit die Demenz-Prävention nicht an der Motivation scheitert, lohnt sich ein persönlicher Bewegungsparcours. Sie legen zu Hause oder im Quartier einige Punkte fest, an denen automatisch etwas passiert. An der Haustür heben Sie für ein paar Sekunden die Fersen. Im Treppenhaus wählen Sie wenigstens eine Etage zu Fuss.

Bei einem bestimmten Baum bleiben Sie kurz stehen, kreisen die Schultern und atmen bewusst. Solche Mikro-Rituale sind kurz, aber sie bringen regelmässig Energie in Körper und Gehirn.

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Schlafen, Hören, Miteinander – starke Verbündete

Ein unterschätzter Baustein ist gutes Hören. Wenn Geräusche verschwimmen, werden Unterhaltungen anstrengend, viele ziehen sich dann zurück. Das Gehirn erhält weniger Reize. Ein Hörtest bei der Ärztin, beim Arzt oder in einer Hörberatung bringt Klarheit. Gut angepasste Hörgeräte erleichtern Gespräche und machen es wieder leichter, unter Menschen zu gehen.

Auch der Schlaf arbeitet im Hintergrund für Ihr Gehirn. In tiefen Schlafphasen sortiert das Nervensystem Eindrücke und räumt Stoffwechselprodukte auf. Wer über längere Zeit sehr wenig schläft oder nachts kaum zur Ruhe kommt, nimmt dem Kopf diese Aufbauarbeit. Hilfreich sind kleine Rituale.

Licht am Morgen und Bewegung am Tag sind zwei starke Anker. Ein ruhiger Abend ohne Dauer-Scrollen unterstützt zusätzlich. Wenn der Körper weiss, wann es Tag ist und wann Nacht, fällt das Einschlafen oft leichter.

Ebenso wichtig sind Beziehungen. Menschen, die im Austausch bleiben, gemeinsam lachen und einander zuhören, trainieren ihr Gehirn im Alltag. Es braucht keinen riesigen Freundeskreis. Eine Handvoll Kontakte mit echten Gesprächen kann viel bewirken.

Tools und Gadgets für ein waches Gehirn

Digitale Helfer können die Demenz-Prävention erleichtern, wenn sie zu Ihnen passen. Schrittzähler oder Uhren erinnern daran, sich zu bewegen, Apps für Sprachen oder Musik bringen neue Reize ins Spiel, ohne dass Sie gleich einen Kurs besuchen müssen. Wichtig ist, dass Sie spielerisch bleiben und nicht das Gefühl haben, ständig Leistung bringen zu müssen.

In der Schweiz entstehen immer mehr digitale Angebote, die gezielt auf Demenz-Prävention ausgerichtet sind. Die Memory Clinic Bern bietet zum Beispiel ein Gedächtnistraining als Tablet-App an, Hirncoach.ch kombiniert Online-Gehirnjogging mit Themen wie Schlaf, Bewegung und Ernährung, und Apps wie NeuroNation werden von Schweizer Anbietern als Hirnfitness-Tools für den Alltag empfohlen.

Solche Programme ersetzen keine ärztliche Beratung, sie können Ihr persönliches Demenz-Präventionspaket aber sinnvoll ergänzen.

Besonders spannend sind Angebote, bei denen Bewegung und Kopfarbeit zusammenkommen. Einige Fitnessstudios und Rehazentren nutzen Geräte mit einfachen Reaktionsspielen, die Sie beim Gehen steuern. Technik kann auch helfen, innere Unruhe zu senken, zum Beispiel mit Entspannungs-Apps oder einfachen Atemprogrammen. Weniger Dauerstress schützt Herz, Gefässe und damit auch das Gehirn.

Hirnfitness im eigenen Tempo

Demenz-Prävention ist kein Projekt, das Sie von heute auf morgen perfekt umsetzen müssen. Wichtiger ist, dass Sie sich zwei oder drei Gewohnheiten aussuchen, die gut zu Ihrem Leben passen und sich stimmig anfühlen, zum Beispiel mehr Bewegung, ein Sinnesritual oder bewusst gepflegte Kontakte.

Kleine Schritte, die Sie wirklich regelmässig leben, schützen Ihr Gehirn besser als grosse Vorsätze, die nach wenigen Tagen verpuffen.

Erlauben Sie sich dabei Gelassenheit. Ihr Gehirn darf gefordert werden, ohne ständig unter Druck zu stehen. Wenn Sie merken, dass Gedächtnis, Orientierung oder Stimmung sich deutlich verändern, ist ein Gespräch in der Hausarztpraxis oder in einer Memory-Klinik der nächste gute Schritt.


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