Zukunftskapital
ETFs statt Sparbuch: Das klügere Erbe
ETFs statt Sparbuch: Wenn Erbe Zukunft schenkt
Wenn Geld nicht mehr im Sparbuch ruht
In vielen Schweizer Haushalten liegen nach wie vor grosse Beträge auf dem Sparbuch. Das fühlt sich sicher an, weil alles übersichtlich bleibt. Allerdings bringen Sparkonten im Durchschnitt sehr wenig Zins, oft weniger als die Teuerung. Unter dem Strich verliert das Guthaben langsam an Kaufkraft.
ETFs sind hier ein Gegenentwurf. Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds. Er bündelt viele einzelne Wertpapiere in einem Paket und bildet einen Index nach, zum Beispiel einen Weltaktienindex. Mit einem einzigen Produkt kaufen Sie damit einen Anteil an zahlreichen Unternehmen und decken schon mit kleineren Beträgen ganze Märkte ab.
Best Agern stellt sich oft die Frage, was dieses Ersparte in den nächsten Jahren leisten soll. Vielleicht wünschen Sie sich mehr Freiheit im Ruhestand oder möchten Kindern und Enkeln Spielraum schenken. EFTs statt Sparbuch heisst dann: Ein Teil bleibt als Reserve auf dem Konto, ein anderer Teil arbeitet langfristig an der Börse für Ihr zukünftiges Ich und für Ihre Erben.
Sollten Sie eine Anlageberatung suchen und unsicher sein, wie Sie einen vertrauensvollen Berater finden, haben wir hier einige Infos für Sie zusammengestellt.
ETFs statt Sparbuch als Familienprojekt
Wer an die nächste Generation denkt, kann ein Depot als gemeinsames Projekt sehen. Sie entscheiden, welcher Betrag in breit streuende ETFs fliesst. Die jüngere Generation bringt Themen ein, die ihr wichtig sind, zum Beispiel Umwelt oder Gesundheit. So hängt Ihr Erbe nicht am Schicksal eines einzelnen Unternehmens, sondern an vielen Firmen weltweit, deren Entwicklung man gemeinsam verfolgen kann.
Ein ungewöhnlicher Schritt ist ein jährlicher Depotabend mit Kindern oder Enkeln. Sie schauen gemeinsam auf die Entwicklung und sprechen über Wünsche. Vielleicht legen Sie zusammen fest, dass ein Teil des Ertrags später für eine Ausbildung oder ein gemeinsames Erlebnis genutzt werden soll. So entsteht Finanzbildung und gleichzeitig ein Gefühl von Miteinander.
Vom Ersparten zum Zukunftstopf
Viele Menschen haben mehrere Konten und den Überblick nur grob im Kopf. Übersichtlicher wird es, wenn Sie einen klar definierten Zukunftstopf schaffen. Kurzfristige Ausgaben laufen weiter über das gewohnte Konto, der Zukunftstopf ist ein separates Depot mit ein bis zwei breit gestreuten ETFs und mit Geld, das für spätere Wünsche und für das Erbe gedacht ist.
Einfacher vererben mit klaren Strukturen
Ein übersichtliches Depot erleichtert auch die Weitergabe. Wenige Anlagen sind einfacher zu übertragen als verschiedene Konten oder Bargeldbestände. Informationen dazu stellt beispielsweise die Eidgenössische Steuerverwaltung unter https://www.estv.admin.ch bereit.
Ordnung im Erbe – klarer als Papierstapel
EFTs statt Sparbuch können auch das Erben einfacher machen. Ein übersichtliches Depot mit wenigen Fonds lässt sich leichter übertragen als mehrere Sparhefte und Bargeld. Schweizer Banken erklären, wie geerbte Wertschriften auf neue Depots umgebucht werden, und unterstützen bei der Abwicklung.
Eine besondere Idee ist ein Zukunftsbrief. Darin halten Sie in wenigen Sätzen fest, warum Sie sich für Ihre Anlagestrategie entschieden haben und welchen Zeitraum Sie im Blick haben.
Ausserdem notieren Sie, welche Wünsche Sie mit dem Vermögen verbinden. Dieser Brief liegt zusammen mit dem Testament und den Bankunterlagen im Vorsorgeordner. Er hilft Ihren Erben, nicht vorschnell alles zu verkaufen, sondern Ihre Gedanken nachzuvollziehen.
Zusätzlich kann eine kleine Erb-Landkarte helfen. Sie notieren, wo Konten und Depots geführt werden und wer bei Fragen die Ansprechperson ist. Zugänge und Passwörter gehören an einen separaten, sicheren Ort. So verwandelt sich Ihr Vermögen im Ernstfall nicht in ein Rätsel, sondern in ein geordnetes Geschenk.
Risiken kennen, innere Ruhe trainieren
ETFs schwanken im Wert. Wer nachts schlecht schläft, wenn das Depot sinkt, sollte den Aktienanteil begrenzen. Eine einfache Übung ist der persönliche Stresstest. Stellen Sie sich vor, Ihr Depot verliert vorübergehend einen spürbaren Teil seines Wertes.
Wenn allein der Gedanke Unruhe auslöst, starten Sie besser mit einem kleineren Betrag oder bauen die Positionen Schritt für Schritt auf. Wer seine eigene Grenze kennt, bleibt in bewegten Phasen eher handlungsfähig.
Ihr Fahrplan für ETFs statt Sparbuch
ETFs müssen kein Sprung ins kalte Wasser sein. Drei konkrete Schritte erleichtern den Einstieg:
- Einen ruhigen Nachmittag reservieren, um den eigenen Ist-Stand zu sichten und zentrale Unterlagen zu ordnen
- Ein Wertschriftendepot bei einer Bank oder einem Online-Anbieter in der Schweiz eröffnen und dort einen ersten Betrag in einen breit gestreuten ETF investieren
- Einen Termin im Kalender markieren, an dem Sie einmal im Jahr Depot und Erbplanung anschauen und die Aufteilung zwischen Konto und ETFs anpassen
In der Schweiz sind Kursgewinne auf ETF-Anlagen im Privatvermögen in vielen Fällen steuerfrei, Erträge wie Dividenden gelten dagegen als Einkommen und gehören in die Steuererklärung. Diese Regeln sind ein zusätzlicher Grund, langfristig zu denken und nicht jedem kleinen Kursgewinn hinterherzulaufen. Banken und unabhängige Finanzportale zeigen in verständlichen Anleitungen, wie Sie Erträge korrekt eintragen und die Verrechnungssteuer zurückfordern.
Am Ende geht es bei ETFs nicht nur um Rendite. Es geht darum, dass Ihr Geld eine Geschichte erzählt, die zu Ihnen passt.
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