Kreditkarten: Die 8 wichtigsten Tipps

Die richtige Kreditarte wählen
(Bild iStock)
Viele Schweizerinnen und Schweizer gehen falsch mit Ihren Kreditkarten um. Gehören Sie auch dazu? Lesen Sie jetzt die besten Tipps, damit Sie kein unnötiges Geld mehr verlieren.

Kreditkarten und Debitkarten haben während der Corona-Krise Bargeld als wichtiges Zahlungsmittel abgelöst. Bald dürften auch wieder Reisen im Ausland möglich sein. Das war uns Anlass genug, um für Sie die wichtigsten Kreditkarten-Tipps zusammenzustellen.

Erster Tipp: Richtige Kreditarte wählen

Es lohnt sich, die eigene Kreditkarte einem Vergleich zu unterziehen. Grund: Die Kosten- und Leistungsunterschiede zwischen den Karten sind sehr gross. Viele Schweizerinnen und Schweizer haben eine Kreditkarte, die nicht optimal zu Ihren Bedürfnissen passt beziehungsweise zu teuer ist.

Den besten Kreditkartenvergleich finden Sie auf moneyland.ch. Hier werden neben Leistungen auch Jahresgebühren für das erste Jahr und für Folgejahre, Bargeldbezugsgebühren und Bearbeitungsgebühren für Fremdwährungen verglichen. Als einziger Vergleichsdienst der Schweiz berücksichtigt moneyland.ch ausserdem die Fremdwährungskurse anhand des Franken-Euro-Kurses.

Am besten entscheiden Sie sich für die günstigste Kreditkarte für Ihr Nutzungsprofil, welche alle Leistungen abdeckt, die Sie wünschen. Wenn Sie einfach eine Kreditkarte «zur Sicherheit» mitnehmen möchten, wenn zum Beispiel Ihre Debitkarte nicht akzeptiert wird, können Sie eine Gratiskreditkarte wählen. Das sind Kreditkarten, die keine Jahresgebühren haben. Mittlerweile gibt es einige Schweizer Gratiskreditkarten.

Zweiter Tipp: Visa oder Mastercard?

Viele Schweizer Kreditkarten sind sowohl in einer Visa- als auch einer Mastercard-Version zum gleichen Preis erhältlich. Visa und Mastercard haben in der Schweiz und Europa ungefähr dieselbe Akzeptanz. In der Regel ist deshalb die Entscheidung, ob Sie eine Mastercard oder Visa-Karte wählen, nicht relevant.

Kreditkarten von American Express (Amex) werden hingegen etwas weniger breit akzeptiert. Allerdings ist in die Akzeptanz zumindest in der Schweiz ebenfalls relativ hoch.

Dritter Tipp: Prepaid, Standard, Gold oder Platin?

Schweizer Kreditkartenherausgeber haben häufig unterschiedliche Modelle im Angebot: Prepaidkarten, Standardkarten, Gold- oder sogar Platinkarten. Prepaidkarten sind häufig leicht teurer als «richtige» Kreditkarten mit denselben Leistungen.

Prepaidkarten eignen sich deshalb vor allem für Personen, die keine Kreditkarte erhalten können. Zum Beispiel für Jugendliche oder Personen, die aufgrund ihrer tiefen Kreditwürdigkeit keine Kreditkarte erhalten.

Bei den «richtigen» Kreditkarten gilt die Faustregel: Je mehr Leistungen, desto teurer sind auch die Karten. Wenn Sie also die Leistungen nicht benötigen, brauchen Sie auch keine teurere Gold- oder Platinkarte.

Andererseits können bestimmte Kreditkarten-Leistungen durchaus ihr Geld wert sein. Beispiel: Wenn Sie Lounge-Zutritte auf Flughäfen, Concierge-Services oder bestimmte Versicherungen in Anspruch nehmen möchten.

Vierter Tipp: Kein Bargeld mit der Kreditkarte beziehen

Immer noch beziehen Schweizerinnen und Schweizer Bargeld an Bankomaten mit ihren Kreditkarten. Das ist ein teurer Fehler, da der Bargeldbezug mit der Debitkarte (Maestro, Debit Mastercard, Visa Debit) meist viel günstiger ist.

Mit der Kreditkarte kostet der Bargeldbezug im Inland bei vielen Kreditkarten mindestens 10 Franken pro Bezug. Im Ausland ist der Bargeldbezug mit der Kreditkarte sogar häufig noch teurer.

Fünfter Tipp: Im Ausland nicht in Schweizer Franken bezahlen

Die so genannte dynamische Währungsumrechnung klingt praktisch: Im Ausland werden Ihnen die Kosten auf dem Terminal nicht in der Landeswährung, sondern direkt in Schweizer Franken angezeigt.

Das Problem: Häufig verlangen Zwischenhändler dafür mehr als 3% an Gebühren (die den meisten Nutzern nicht auffallen). Hinzu kommt, dass mittlerweile alle Schweizer Kreditkarten-Herausgeber die Bearbeitungsgebühren für Fremdwährungen auch dann verrechnen, wenn Sie im Ausland in Schweizer Franken zahlen. 

Deshalb: Zahlen Sie im Ausland in der Landeswährung (zum Beispiel Euro in Deutschland). Das gilt auch für ausländische Webseiten.

Sechster Tipp: Auf Teilzahlungen verzichten

Die jährlichen Kreditzinsen von Kreditkarten betragen häufig 12% – das ist das gesetzlich erlaubte Maximum. Damit sind sogar Schweizer Privatkredite mit maximal 10% noch günstiger. Verzichten Sie also wenn immer möglich darauf, mit Ihrer Kreditkarte «auf Pump» zu zahlen. Zahlen Sie Ihre Rechnungen immer vollständig.

Siebter Tipp: Rechnungen rechtzeitig zahlen

Viele Kreditkarten verlangen hohe Strafgebühren, wenn Sie die Rechnung nicht rechtzeitig bezahlen. Mahngebühren kosten rasch einmal 30 Franken und mehr pro Mahnung. Überdies fallen noch Kreditzinsen von bis zu 12% an.

Tipp: Wenn Sie ein Lastschriftverfahren oder eine eBill einrichten, können Sie nicht mehr in diese Gebührenfalle tappen.

Achter Tipp: Bonuspunkte einlösen

Mit vielen Kreditkarten haben können Sie Bonuspunkte sammeln. Diese Punkte lassen sich gegen Güter oder Gutscheine eintauschen. Allerdings bringen Ihnen die Bonuspunkte nichts, wenn Sie diese nicht auch in der Praxis nutzen. 

Auch müssen Sie bei Gutscheinen das Verfalldatum beachten. Manche Gutscheine verfallen bereits nach sechs Monaten.

Alternative: Sie wählen eine Karte mit Cashback-System. Dann erhalten Sie den Geldwert automatisch gutgeschrieben.

Weitere Infos:
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