Gute Gründe, warum sich eine Haushaltshilfe lohnt

Gute Gründe, warum sich eine Haushaltshilfe lohnt
(Bild iStock)
Immer mehr Menschen steigen um auf eine Haushaltshilfe - wo der Trend herkommt und was ihn so aussergewöhnlich macht.

Bekanntermassen wird die Bevölkerung immer älter. Das hat zur Folge, dass mehr Personal zur Pflege älterer Menschen benötigt wird. Häufig muss es aber nicht einmal so weit gehen. Das Heim sollte weiterhin die letzte Option bleiben, denn bei all den schönen Versprechungen ist es doch deutlich angenehmer, in den eigenen vier Wänden zu verweilen. Dafür lohnt es sich, eine Haushaltshilfe zu beantragen. So bleiben Sie stets daheim, müssen aber weniger Anforderungen gerecht werden. Da freut sich nicht nur der Rücken, auch der Kopf bekommt eine verdiente Entlastung. 

Erstmals in den USA aufgekommen, legen sich nun auch in den westlichen Ländern Europas eine wachsende Zahl der Bevölkerung eine Haushaltshilfe zu. Grund ist das bereits erwähnte Altern aufgrund unserer demographischen Struktur. Es gibt diejenigen, die noch bis ins hohe Alter jung und gesund bleiben und sich einer solchen Hilfe nicht zu bedienen brauchen. Wer jedoch körperliche Einschränkungen mitbringt, für den könnte sich eine externe Hilfe auf jeden Fall lohnen. 

Haushaltshilfen befinden sich in der Regel in einem Anstellungsverhältnis. das bedeutet, dass sie alle erforderlichen Aufgaben gegen eine festgelegte Bezahlung erledigen. Wie hoch diese Bezahlung ausfällt, das bleibt in der Regel Ihnen überlassen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der aktuell geltende Mindestlohn nicht unterschritten werden sollte, sodass die Beschäftigung im legalen Rahmen ausgeführt wird. 

Die Aufgaben einer Hilfskraft sind vielseitig

Welchen Aufgabenfeldern sich eine Haushaltshilfe widmet, bleibt dem Auftraggeber - also Ihnen- vollkommen frei überlassen. Sei es, dass regelmässig die Fenster geputzt werden, oder der Rasen gemäht wird. Dabei ist auch zu beachten, dass die Aufgaben den Fähigkeiten der Hilfskraft entsprechend ausgelegt sind. Einem jungen Mann kann man auch schwere körperliche Arbeit anvertrauen; Einer älteren Dame, die ihre Rente  etwas aufbessern möchte, hingegen nicht. Hier sollte im vorhinein abgewogen werden, welche Prioritäten im eigenen Haushalt gesetzt werden sollen. Aus der Praxis ist bekannt, dass es sich dabei um Reinigungs - und Ordnungsmassnahmen handelt. Zuvor sollte jedoch abgeklärt werden, welche Art von Hilfe gefordert wird. Dieser sollte von der Hilfskraft entsprechend auch nachgegangen werden. Vertrauen ist hier das Sprichwort

Gesellschaft tat schon immer gut 

Wie allgemein leider bekannt ist, ist das Älterwerden auch ein Prozess, in dem der ein oder andere soziale Kontakt verloren geht. So fallen die regelmässigen Sportaktivitäten mit der Zeit weg und auch anderweitig schränkt die limitierte Fitness das Allltagsleben ein. Nichtsdestotrotz sollte es jeder Person ermöglicht sein, sich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen. Wie Forschungsergebnisse immer wieder belegen können, sind soziale Kontakte weithin die wichtigste Komponente individuellen Glücks. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzte sogar einen Leitfaden zum Thema "Gesundheit", in welchen die drei Kategorien "physisch, psychisch und sozial" aufgeführt werden.

Ein gutes Gespräch mit einer helfenden Hand schadet demnach auch nicht den grauen Zellen, sondern regt diese hingegen vermehrt an. Manfred Spitzer, Gehirnforscher und Neurowissenschaftler der Klinischen Universität in Ulm antwortet auf die Frage, was gegen einen geistigen Verfall hilft, in der Regel mit der plumpen Aussage: "ein Enkel". Spitzer spielt damit auf die neugierigen Fragen an, die von jungen Leuten ausgehen und die eigene Kognition ordentlich in Schwung bringen. Eine Haushaltskraft kann genau an dieser Stelle ansetzen. 

Von der Gesellschaft verpönt?

Leider tritt häufig der Fall auf, dass Personen, die sich nun Hilfe ins eigene Haus holen, gesellschaftlich verpönt sind. Diese Umstände ergeben sich, da besonders ältere Menschen häufig auf sich alleine angewiesen sein wollen. Sie wollen sich und der Gesellschaft beweisen, das sie ihren Alltag auch ohne externe Hilfe in den Griff bekommen. Hier sei jedoch Vorsicht geboten. Mediale Aufmerksamkeit wecken stets Geschichten über gestürzte oder zum Teil sogar verstorbene Personen höheren Alters, welche sich übernommen haben und aus diesem Grund beispielsweise auf eine Leiter gestiegen und gestürzt sind. Zugleich werden im Alter auch bürokratische Anforderungen schwerer zu erfüllen. Auch hier kann eine helfende Hand Abhilfe schaffen und bei jener Bewältigung helfend zur Seite stehen. Wie auch immer man sich dem Thema nähert: es sollte klar sein, dass sich niemand für eine Unterstützung im Alltag schämen muss. Den meisten Menschen geht es darum, sich und ihre Gesundheit zu schützen. Zugleich ermöglicht man einer anderen Person, sich einen Nebenverdienst aufzubauen und - wer weiß das schon - vielleicht entwickeln sich enge soziale Beziehungen, die ein ganzes Leben halten.

Das Thema geht jeden etwas an 

Wie wir gesehen haben, kann eine Haushaltshilfe einige Vorteile bieten. Diese sind im Folgenden noch einmal aufgeführt:

  • Sozialer Kontakt 
  • Am Leben teilnehmen
  • m hohen Alter zu in den eigenen vier Wänden bleiben

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