Hautpflege Irrtümer: Was wirklich nichts bringt

Beim heutzutage grossen Angebot an Pflegeprodukten sowie angeblichen Wundermitteln, treten Fehler bei der Hautpflege öfters auf.
Hautpflege Irrtümer: Was wirklich nichts bringt
Richtige Hautpflege (Bild: iStock)

Hautpflege-Irrtümer: Was wirklich hilft

Hautpflege-Irrtümer begleiten viele Menschen. Doch was bringt wirklich etwas, und was ist reine Zeitverschwendung? Hier hilft ein nüchterner Faktencheck.

Irrtümer rund um die richtige Hautpflege halten sich mitunter seit Jahrzehnten hartnäckig. Die meisten haben eine beeindruckende Routine – nicht nur im Leben, sondern auch in der Hautpflege entwickelt. Gleichzeitig begegnen uns seit Jahrzehnten Mythen über die Hautpflege, die sich erstaunlich gut halten und mitunter sogar Generationen überdauern.

Manche klingen logisch, andere wiederum beruhigen das Gewissen, während einige aus einer Zeit stammen, in der die Hautpflege noch weit weniger erforscht war.

Fakt ist: Etliche Studien belegen, dass viele Gewohnheiten nach heutigem Wissens- und Forschungsstand kaum Wirkung haben oder sogar kontraproduktiv wirken. So fand zum Beispiel die American Academy of Dermatology im Jahr 2022 heraus, dass rund 40 Prozent der Menschen die Leistungsfähigkeit beziehungsweise Wirksamkeit von Kosmetik- und Hautpflegeprodukten schlichtweg überschätzen. Weitere Infos zu Hautpflege-Mythen finden Sie hier

Paradox dabei: Die Autoren der Studie monieren gleichzeitig, dass demgegenüber die Bedeutung von Sonnenschutz massiv unterschätzt wird.

Die Forschung belegt: Weniger ist häufig mehr

Beides kann fatale Folgen nach sich ziehen. Denn gerade, wenn Sie sich in der Lebensphase 50plus befinden, verändert sich die Haut und damit auch die Wahl der richtigen Hautpflegeprodukte: Die Haut wird trockener, reagiert sensibler und regeneriert langsamer als in früheren Jahren. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie sich nun mit komplizierten Hautpflege-Ritualen beschäftigen oder belasten müssen. 

Mehr zum Thema Hautalterung stoppen lesen Sie auch in unserem Beitrag

Eher das Gegenteil ist der Fall. Denn die moderne Forschung zeigt, dass im Hinblick auf den Einsatz von Pflegeprodukten weniger oftmals mehr ist – vorausgesetzt allerdings, man setzt auf die richtigen Pflegemassnahmen und Pflegeprodukte. Und genau hier lohnt sich ein Blick auf typische Hautpflege-Irrtümer, die sich hartnäckig in der Gesellschaft halten.

Hautpflege-Irrtümer rund um Wirkstoffe und Produkte für Ü50-Jährige

Einer der grössten Hautpflege-Irrtümer ist die Annahme, teure Produkte seien automatisch besser beziehungsweise wirksamer. Preis und Wirkung stehen jedoch nicht zwingend in Zusammenhang. Einige Test sowie auch derjenige von K-Tipp zeigen, dass günstige Cremes zur Hautpflege mehrfach besser abschnitten als Luxusprodukte. Schauen Sie daher besser darauf, was das Produkt beinhaltet, anstelle sich von einem "teuren Marketing" beeindrucken zu lassen. 

Insbesondere hinsichtlich der Feuchtigkeitsversorgung und Hautverträglichkeit attestierten die Tester den günstigeren Produkten oftmals eine bessere Wirkung als Produkten aus dem Premium-Segment. Damit ist klar: Entscheidend sind nicht Preis oder Marke, sondern die jeweilige Formulierung. Es bringt Ihnen also nichts, konsequent zu Premium-Produkten aus den oberen Preiskategorien zu greifen.

Bei der Hautpflege für Ü50-Jährige steht vor allem die Feuchtigkeitszufuhr im Fokus

Besonders verbreitet ist auch der Glaube, dass Öle allein die Haut ausreichend pflegen. Das stimmt jedoch so nicht. Zwar können Öle ein angenehmes Hautgefühl erzeugen, doch sie füllen keine Feuchtigkeit auf. Ihre Haut benötigt Wasserbindestoffe wie Glycerin oder Hyaluronsäure, um prall und geschmeidig zu bleiben.

Gerade die Haut von Menschen ab 50 Jahren ist auf eine zuverlässige Feuchtigkeitszufuhr angewiesen. Öle versiegeln demgegenüber lediglich die Haut. Auch das kann sinnvoll sein, stellt jedoch eher den letzten Schritt einer effektiven Hautpflege dar.

Weitere typische Irrtümer in der Hautpflege

  • «Natürlich ist immer besser»: Das stimmt so nicht, denn natürliche Inhaltsstoffe können genauso reizen wie synthetische. Entscheidend ist immer die individuelle Verträglichkeit, nicht die Herkunft.

  • «Anti-Aging-Produkte wirken sofort»: Völlig falsch, da Wirkstoffe wie Retinol oder Peptide in der Regel mehrere Wochen bis Monate angewendet werden müssen, bevor sich sichtbare Effekte einstellen.

  • «Mehr Produkt bringt mehr Wirkung»: Auch diese Annahme zählt zu den klassischen Hautpflege-Irrtümern. Zu viel Creme belastet die Haut, kann Poren verstopfen oder Hautirritationen auslösen.

Gerade Retinol, ein Klassiker in der Hautpflege ab 50, wird diesbezüglich häufig falsch oder in zu grossen Mengen eingesetzt. Eine 2020 im Journal of Cosmetic Dermatology veröffentlichte Studie zeigte, dass eine niedrige Konzentration von Retinol langfristig genauso effektiv sein kann wie eine hohe Dosis – jedoch mit deutlich weniger Nebenwirkungen.

Wer also nach dem Prinzip «viel hilft viel» handelt, riskiert eher Rötungen und Hautreizungen als bessere Ergebnisse.

Das sollten Sie wissen: Was die Haut ab 50 grundsätzlich nicht braucht

Die Bedürfnisse Ihrer Haut im fortgeschrittenen Alter sind klarer, als viele denken – und sie lassen sich mit wenigen, gezielten Schritten erfüllen. Die wichtigsten Bausteine sind Feuchtigkeit, Schutz und eine sanfte, aber effektive Regeneration. Genau deshalb sollten Sie sich nicht von typischen Hautpflege-Irrtümern leiten lassen.

Das gilt auch für die folgenden Produkte und Praktiken, denen oft eine grosse Wirkung zugeschrieben wird, die in Wahrheit jedoch eher schaden:

  • Aggressive Reiniger wie stark schäumende Produkte oder Seifen, die den natürlichen Säureschutzmantel angreifen.
  • Übermässige oder stark abrasive Peelings, da sie die Hautbarriere schwächen und die Haut empfindlicher machen.
  • Leichte, wässrige Produkte zur Feuchtigkeitspflege, die bei reifer Haut nicht ausreichen, um den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen.
  • Fehlender Sonnenschutz macht die Haut ab 50 empfindlicher und weniger widerstandsfähig gegenüber UV-Schäden, was Pigmentflecken und eine verstärkte Faltenbildung begünstigt.

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