TIXI Zürich

Helden des Alltags – Zivildienstleistende im Einsatz für TIXI Zürich

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Zivildienstleistender Joel Sommer (Bild TIXI Zürich)

Joel Sommer begann seinen Zivildienst kurz vor dem Lockdown unter normalen Bedingungen.

Er erlebte an vorderster Front, wie die Realität von heute auf morgen eine andere wurde. 

Der 28-jährige Account Manager für IT-Lösungen leistete seinen jährlichen Zivildienst von Mitte Februar bis Ende März bei TIXI Zürich. «Ein guter Freund von mir ist im Rollstuhl und dadurch habe ich TIXI bereits gekannt», erzählt er. Auf Empfehlung hin entschied er sich für den Fahrdienst für Menschen mit Behinderung. Knapp einen Monat nach Einsatzbeginn endete die normale Welt bei TIXI abrupt, als der Fahrdienst infolge der Covid-19 Pandemie fast komplett eingestellt wurde. Von dem Moment an standen die Zivildienstleistenden an vorderster Front, mit der Unsicherheit über den Verlauf der Pandemie und persönlichen Ängsten. «Man wusste nicht, wie gefährlich Corona für die Jungen ist. Die Fallzahlen waren aufgrund der vermuteten Dunkelziffer ebenfalls unklar», erzählt Joel Sommer rückblickend. Die Gespräche hätten sich verändert, viele Fahrgäste seien sehr besorgt gewesen. Auch beim Gesundheitspersonal in den Spitälern lagen die Nerven blank. Dies sei spürbar gewesen. 

Zunickende Gesten als Zeichen der Wertschätzung
Relativ unbemerkt und von den tagesaktuellen Geschehnissen überlagert, ist der Zivildienst auch ein politisches Thema. Der Bundesrat wollte aus Sorge, dass nicht genügend Personen Militärdienst leisten, höhere Hürden für den Zivildienst einführen. Er präsentierte einen Massnahmenplan, der unter anderem vorsah, eine Wartefrist von 12 Monaten für den Wechsel aus der Armee in den Zivildienst einzuführen. Der Nationalrat lehnte das Gesetz überraschend in der Schlussabstimmung vom 19. Juni 2020 ab. Der Zivildienstverband, Hilfswerke und politische Parteien zeigen sich erfreut über die neusten Entwicklungen.  Während der Covid-19 Pandemie wurden die Zivis positiv wahrgenommen. «Die Fahrgäste haben sich speziell bedankt bei uns, fremde Leute haben wohlwollend zugenickt», schildert Sommer seine Erfahrungen. Während des Lockdowns führte TIXI Zürich lebenswichtige Fahrten von Dialysepatienten mit Zivildienstleistenden aus. Während fünf Wochen standen 14 Zivis insgesamt 480 Stunden im Einsatz für diejenigen, die durch eine schwere, chronische Erkrankung auf die Dialyse angewiesen sind.

Ein wertvoller Dienst für TIXI Zürich und die Gesellschaft
Die Zivildienstleistenden bei TIXI Zürich sind ein wichtiger Bestandteil des Fahrteams. Im Jahr 2019 waren es 63 Zivildiensteinsätze und 1360 Tagesschichten «Ich möchte konkrete Hilfe leisten für die Gesellschaft», erzählt Sommer. Darum habe er auch akzeptiert, dass der Zivildienst eineinhalb Mal länger dauert, als das Militär. Was er am Einsatz bei TIXI besonders geschätzt hat, ist dass er in seiner Rolle absolut gleichberechtigt mit den anderen Freiwilligen behandelt wurde. «Ich schätze die Autonomie bei TIXI und dass ich eine klare Rolle habe als Fahrer.» Seine Begeisterung für TIXI ist so gross, dass er auch nach seinem Einsatz nun als freiwilliger Fahrer bei TIXI Zürich eingestiegen ist. «Ich kann vieles kombinieren: Die Freude am Autofahren, die Neugier auf neue Orte und das Interesse an den Menschen hinter der Behinderung.» 

TIXI Zürich braucht Ihre Unterstützung speziell auch in schwierigen Zeiten.  



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