Keine Panik wegen Corona

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Warum der Spruch "keine Panik" fehlschlagen kann (Bild Adam Niescioruk on Unsplash)
Angst und Unsicherheit sind die Botenstoffe der Pandemie. Dabei lässt sich mit guten Argumenten viel Besonnenheit zurückgewinnen.

Das Corona Virus ist lediglich ein weiterer Krankheitserreger. Infektionskrankheiten haben unsere Gesellschaft und die Wirtschaft seit Jahrhunderten geprägt - denken Sie an den Schwarzen Tod, die Pest, die Cholera, die spanische Grippe oder SARS. Das neue Coronavirus (Covid-19) wird höchstwahrscheinlich in diese Liste aufgenommen. 

Schon jetzt gilt dieses Virus als Ereignis, welches weltweit Einfluss auf die Gesellschaften und Volkswirtschaften hat. Dem folgend, wird dieser Krankheitserreger Teil unseres kollektiven Gedächtnisses.

Wenn der Einzelne völlig rational wäre, wäre die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten einfach und unkompliziert: Prävention, Schutz und Eindämmung würden mühelos und effizient umgesetzt.

Festzustellen ist, wir sind nicht rational, sondern verwenden mentale Abkürzungen, die sich darauf auswirken, wie wir die meisten Aspekte von Infektionskrankheiten wahrnehmen. Die Grenzen der menschlichen Rationalität werden unter Bedingungen wie Angst weiter vermindert.

Zahlen und Fakten: warum kein Grund zur Panik bei Corona vorliegt

Rund 7,8 Milliarden Menschen zählt die Weltbevölkerung, wovon bis Ende Oktober 2020 rund 0,5 Prozent durch COVID-19 infiziert wurden - so die offiziell bestätigten Zahlen.

Das Malaria Virus kommt nur in wenigen feucht-warmen Gebieten vor und erreicht entgegen dem Corona Virus deshalb lediglich etwa 40 Prozent der Bevölkerung. Trotzdem werden jährlich um 200 Millionen Menschen mit Malaria infiziert - fünfmal so viele, wie bislang mit Corona.

Wer sich die Zahlen zum Corona-Virus genauer ansieht, wird feststellen, dass inzwischen die Gesundheit sehr viel effektiver geschützt werden kann. Waren anfangs noch Todesfallquoten von 15 oder gar 20 Prozent in einigen Ländern normal, liegt die durchschnittliche Heilungsaussicht weltweit bei einer Infektion mit Corona inzwischen bei rund 95 Prozent - Tendenz steigend.

Warum der Spruch "keine Panik" fehlschlagen kann

Es ist eine goldene Regel für romantische Beziehungen: Sagen Sie Ihrem verärgerten Partner niemals, er solle sich beruhigen. In der Regel löst diese Aufforderung das genaue Gegenteil aus, was mit einem heftigen Krach enden kann.

Stattdessen sollten Sie Ihre Lieben, Mitarbeiter, Menschen in ihrer Obhut durch einen kleinen psychologischen Trick aus der sich anbahnenden Panik helfen. Ablenkung ist das Zauberwort:

  • Schlagen Sie Massnahmen vor, die mit Corona und der Gesundheit zu schaffen haben. Beispielsweise die Kontrolle aller Erste Hilfe Kästen in einem Betrieb oder das Checken der Hausapotheke.
  • Auch die Verbandkästen in den Fahrzeugen sollten eingebunden werden.
  • Erstellen Sie eine Einkaufsliste, in der alle benötigte Artikel und Präparate für die Hausapotheke aufgeführt sind, die später zusammen eingekauft werden.
  • schauen Sie gemeinsam Dokumentationen zur Aufklärung, beispielsweise zu den Themen
  • Corona,
  • Gesundheit,
  • Angstzustände
  • Panikattacken

So können Sie sich selbst mit dem Thema auseinandersetzen, genau wie ihr Umfeld, was schlussendlich eine tatsächliche Panik vermeidet.

Zum Schutz vor Panik bei Corona Sicherheit vermitteln

Der erste Schritt, um Sicherheit zu vermitteln, ist der vorgenannte Kauf von Gesundheits- und Hygieneartikeln. Um das Verlangen nach Sicherheit zu befriedigen, können weitergehende Schritte erfolgreich sind, um eine Panik wegen Corona zu verhindern:

  • Lebensmittelvorräte anlegen.
  • ausreichend Kraftstoff für das Fahrzeug beschaffen.
  • Fachliteratur aus der Medizin oder dem Seuchenschutz in der Bücherei ausleihen oder online kaufen.

Wie ist eine echte Panik definiert?

Panik tritt in Attacken auf, die sich in verschiedensten Variationen äussern können. Panikattacken dauern für gewöhnlich nur wenige Minuten an, und gegen dann mit einigen dieser Symptome einher.

  • Gefühl des bevorstehenden Untergangs oder der Gefahr
  • Angst vor Kontrollverlust oder Tod
  • Schnelle, pochende Herzfrequenz
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Kurzatmigkeit oder Engegefühl im Hals
  • Schüttelfrost
  • Hitzewallungen
  • Übelkeit
  • Bauchkrämpfe
  • Brustschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln
  • Gefühl der Unwirklichkeit

Wann sollte wegen bestehender und intensiver Gefühle von Panik ein Arzt konsultiert werden?

Wenn Sie Panikattacken haben, suchen Sie so schnell wie möglich einen Arzt auf. Panikattacken sind zwar äusserst unangenehm, aber nicht gefährlich. Aber dieser intuitive Gefühlsausbruch ist allein schwer zu handhaben und kann sich ohne Behandlung verschlimmern.

Allerdings ist zu unterscheiden, denn die Symptome einer Panikattacke können anderen schwerwiegenden Gesundheitsproblemen ähneln, beispielsweise einem Herzinfarkt. Daher ist es wichtig, dass Sie sich von Ihrem Hausarzt untersuchen lassen, wenn Sie nicht sicher sind, was Ihre Symptome verursacht.

Wie entstehen Panikattacken?

Die Symptome einer Panikstörung beginnen häufig im späten Teenageralter oder frühen Erwachsenenalter und betreffen mehr Frauen als Männer. Zu den Faktoren, die das Risiko für Panikattacken oder Panikstörungen erhöhen können, gehören:

  • Familiengeschichte mit Panikattacken oder Panikstörungen.
  • traumatische Erlebnisse oder massiver Stress wie Tod oder schwere Krankheit eines geliebten Menschen.
  • Ein traumatisches Ereignis wie ein sexueller Übergriff oder ein schwerer Unfall.
  • Wichtige Veränderungen in Ihrem Leben, wie eine Scheidung oder die Geburt eines Babys.
  • Rauchen oder übermässige Koffeinaufnahme.
  • Vorgeschichte von körperlichem oder sexuellem Missbrauch in der Kindheit.

Unbehandelt können Panikattacken und Panikstörungen fast jeden Bereich des Lebens betreffen. Möglicherweise bildet sich eine solche Angst vor weiteren Panikattacken, dass Sie in einem ständigen Angstzustand leben - was Ihre Lebensqualität deutlich beeinträchtigen wird.


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