Edle Motorboote der Schweizer Seen

Motorboote als Statussymbol
Alles, nur kein Joghurtbecher
Vom Boden- bis zum Genfer-See beflügeln Motorboote aus Mahagoni die Wünsche der Freizeitkapitäne: Die Edelsten kommen vom Zürichsee.

Boesch

Boesch baut seit über 90 Jahren mit grosser Leidenschaft traditionelle Holzboote. Was sich inzwischen über vier Generationen hinweg kontinuierlich entwickelt hat, ist heute zum Inbegriff leistungsstarker klassischer Mahagoni-Boote geworden. Boesch-Boote, die sich durch eine Synthese von Form und Funktion auszeichnen und nachdrücklich beweisen, dass es sehr wohl Dinge gibt, die nahezu vollkommen sind.

Seit Jahrhunderten vertrauen Menschen ihr Leben Booten und Schiffen aus Holz an. Dabei hat sich Mahagoni-Holz ganz besonders bewährt. Aufgrund seiner Resistenz gegen Fäulnis, seines sehr günstigen Festigkeit-Gewicht-Verhältnisses und seiner Ausstrahlung ist Mahagoni das ideale Bootsbauholz. Ein Teil des verwendeten Edelholzes stammt aus eigens dafür angelegten Plantagen. Die Schweizer Holzlieferanten liefern für den Bootsbau in Kilchberg ZH wenn immer möglich FSC-zertifiziertes Holz.

Neben Mahagoni werden auch einheimische Hölzer wie Fichte, Tanne und Ahorn verwendet. Im Gegensatz zu der bis 1965 angewendeten geplankten Bauweise, bei der die Planken der Aussenhaut je nach Feuchtigkeitsgehalt gewachsen oder geschwunden sind, ist die heute angewandte Boesch-Schichtbauweise absolut stabil und garantiert einen äusserst biege- und verwindungssteifen Bootskörper.

www.boesch-boats.ch 

Pedrazzini

Pedrazzini Runabouts sieht man selten. Das soll auch so bleiben, wenn es nach dem Willen der Fabrikanten aus dem schwyzerischen Bäch am Zürichsee geht. Mahagoni-Boot von Pedrazzini sind wertvolle Raritäten. Selten trifft man sie auf Seen oder Meeren an. Pro Jahr verlassen nur wenige Exemplare die Weft. Die Stückzahl ist streng limitiert. Rarität und Exklusivität ergeben sich nicht nur aus der sehr zeitintensiven und qualitätsbetonten Bauweise. Sie sind auch Ausdruck einer gewissen Zurückhaltung: Die Runabouts sollen ein paar wenigen Geniessern vorbehalten bleiben.

Augusto Pedrazzini baute die ersten Boote 1906. Er siedelte von Italien an den Zürichsee über. Mit Leidenschaft und Talent konstruierte er in seiner Werft Fischer- und Segelboote. Sein Sohn Ferruccio entwickelte das gleiche Interesse für den Bootsbau. Er studierte Nautik und Design. In den 50er-Jahren schuf er das Capri Super Deluxe, jenes Boot, an dem sich die heutigen Runabouts orientieren. Heute führt Claudio Pedrazzini das Unternehmen. Er führt die Familientradition im Sinne der Vorfahren weiter.

www.pedrazziniboat.com 

Riva

In die gleiche Kategorie wie Boesch und Pedrazzini gehört Riva. Riva ist ein italienischer Motorboothersteller. Rivaboote gelten als hochwertig und waren ab den 1950er Jahren ein Symbol für gehobenen Luxus und ausschweifende Lebensfreude. Sie werden deshalb auch als der Rolls-Royce des Meeres bezeichnet.

Der Name stammt von dem Konstrukteur Carlo Riva, der sich 1949 im Alter von 27 Jahren mit seiner Werft in Sarnico am Lago d'Iseo selbständig machte und zunächst in Anlehnung an die offenen amerikanischen Chris Craft Motorboote seine eigenen Boote entwarf und baute. Bei klassischen Riva Booten besteht der elegante Bootskörper aus Holz mit fugenloser, tiefroter Mahagonibeplankung. Ein starker Innenborder mit durchdringend tiefem Geräusch treibt die Boote an.

Viel Chrom, Panoramascheibe, ein klassisches Armaturenbrett mit weissem Steuerrad, weiße Ledersessel und dahinter eine gepolsterte Liegefläche sowie ein schlank auslaufendes Heck sind klassische Designmerkmale.Die Liste der Rivabesitzer liest sich wie ein Who is Who der Jetset-Szene der 1950er bis 1970er Jahre: Brigitte Bardot, Sean Connery, Sophia Loren, Richard Burton, Gunter Sachs etc.

Man schätzt, dass ca. 4000 Rivaboote gebaut wurden und dass rund die Hälfte heute noch existiert. Gepflegte Boote werden wie hochwertige Oldtimer-Automobile zu Preisen deutlich über 100 000 Franken gehandelt.

Seit dem Jahr 2000 ist Riva eine Tochtergesellschaft der italienischen Yachtwerft Ferretti, die unter dieser Bezeichnung ein Programm an hochwertigen sportlichen Motorbooten unterschiedlicher Grösse und modernen Designs anbietet - allerdings nicht mehr aus Holz.

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