Kreative Hilfe gegen Depressionen

Maltherapie als professionell begleitete Hilfe
Maltherapie als professionell begleitete Hilfe (Bild Russn Fckr on Unsplash)
Pinsel oder Stift als Mittel gegen Depressionen: Malen bietet Gelegenheit, sich von negativen Gedanken zu befreien.

Jeder, der schon einmal eine depressive Phase durchlebt hat, möchte so etwas kein zweites Mal mitmachen. Die zugrundeliegenden Ängste und Sorgen können so gravierend sein, dass hiervon Betroffene weder ihrer Arbeit nachgehen noch soziale Kontakte pflegen können.
Eine Rückkehr ins alte Leben ist dann nicht gewünscht, wenn die bisherigen Lebensumstände Verursacher der Depression waren. Unabhängig davon, ob man alles Bisherige hinter sich lassen oder gerne wieder zurückkehren möchte, sollte sich jeder als Mitglied der Gesellschaft betrachten und keinesfalls die soziale Isolation wählen.
Wer es versteht, sich gekonnt von negativem Gedankengut abzulenken, nutzt die Chance, wieder Lebensmut zu schöpfen und Freude zu empfinden. Zweifelsohne ist Ablenkung in Form von Malen als ein geeignetes Mittel zu bezeichnen, das zur Befreiung von Depressionen beitragen kann.

Hilfe gegen Depressionen durch positive Ablenkung

Während es viele Personen gibt, die ohnehin gerne zeichnen und malen, kämen Sie und andere vielleicht gar nicht erst auf die Idee, sich künstlerisch zu betätigen. Damit auch diejenigen, die sich nicht trauen oder keine Lust haben zu malen, von den positiven Effekten des Malens profitieren können, sind diese Punkte zu beachten:

  • Schaffen einer angenehmen Atmosphäre
  • freie Wahl der Malinstrumente und Farben
  • Verzicht auf zeitliche Vorgaben

Gemäss dem Motto: "Erlaubt ist, was gefällt", sorgen gerade die fehlenden Vorgaben hinsichtlich Materialien, Zeit und Thema für maximale Entfaltungsmöglichkeiten: Sie können einfach mit dem gewählten Zubehör beginnen, Motive zu malen, die der eigenen Fantasie entspringen. Sicherlich gibt es aber auch Menschen, die besonders gut beim Malen nach Zahlen oder beim Abmalen einer Vorlage entspannen können. Jeder, der sich Hilfe durch gute Ablenkung erhofft, muss zunächst einmal die zu seinen Vorstellungen optimal passenden Malbedingungen schaffen.

Maltherapie als professionell begleitete Hilfe

Ebenso wenig wie die Qualität des Geschaffenen beim Malen als Zerstreuung im Vordergrund steht, ist diese bei einer Maltherapie gefragt. Der behandelnde Therapeut hat nämlich keineswegs die Absicht, Ihr gemaltes Bild zu interpretieren. Vielmehr steht im Vordergrund, wie Sie sich während der Maltherapie fühlen - wie Sie sich selbst wahrnehmen. Das Auftragen der gewählten Farben in den Formen, denen Sie den Vorzug geben, ist als eigentliche Therapie zu bezeichnen.

Günstigstenfalls wird unter Depressionen Leidenden während des Malens klar, welche Verbindungen und Probleme zwischen ihnen und ihrem Umfeld bestehen. Dies wiederum ist die Voraussetzung, gemeinsam mit dem Therapeuten Lösungsansätze für einen Weg raus aus der depressiven Phase entwickeln zu können.

Grundsätzlich kommt die Gestaltung von Bildern den folgenden Eigenschaften zugute:

  • Kreativität
  • Fantasie
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Geduld
  • Feinmotorik

Wie funktioniert eine kreative Ablenkung von Depressionen?

Ein Mensch, der malt, beschäftigt sich damit, welche Farben und Formen er für sein Bild verwendet. Indem Sie sich auf das eigene Kunstwerk konzentrieren, lassen Sie die ansonsten vorhandenen negativen Gedankengänge nicht zu. Die Gestaltung eines Bildes ist zutreffend als positive Regulierung der Emotionen zu bezeichnen. Je häufiger der Hilfesuchende die einzelnen erforderlichen Arbeitsschritte wiederholt, umso besser gelingt mit der Zeit das Abschalten und Entspannen.

Welche Voraussetzung muss gegeben sein, damit Malen hilft?

Die wichtigste Voraussetzung für Malen, das gegen Depressionen wirkt, ist der Spass an dieser kreativen Ablenkung. Denn nur, wenn Sie sich wirklich darauf einlassen möchten, kann eine Maltherapie mit oder ohne professionelle Begleitung funktionieren. Fest steht: Zwang jeglicher Art wäre kontraproduktiv, da sich der Betroffene unter Druck gesetzt fühlen würde und bestimmt nicht abschalten könnte.

Wo kann man sich am besten von Depressionen ablenken?

Ohne Frage kann die angestrebte kreative Ablenkung dort optimal gelingen, wo Sie sich sehr gerne aufhalten. Das kann beispielsweise ein ruhiges Plätzchen in der Natur sein, der Hobbyraum oder die Küche. Auf jeden Fall gilt es, eine Wohlfühlatmosphäre für den Künstler zu schaffen. Je wohler Sie sich als Malender fühlen, desto besser funktioniert das Ablenkungsmanöver. Dann stehen die Chancen gut, zunehmend positive Gedanken zu entwickeln.

 

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