Parkinson und Ernährung: was Sie beeinflussen können

Neue Studien zeigen, wie stark Parkinson und Ernährung zusammenhängen. Dies könnten Risiken senken oder den Verlauf verlangsamen.
Parkinson und Ernährung: was Sie beeinflussen können
Parkinson Ernährung Tipps (Bild: iStock)

Eine Krankheit, die Menschen erzittern lässt

Parkinson und Ernährung: darauf sollten Sie achten

Was Krankheiten betrifft, gehört Parkinson zu den grossen Problemen, die in der zweiten Lebenshälfte auftauchen können. Einzelfälle zeigen, dass man selbst in jungen Jahren betroffen sein kann. Einer der berühmtesten Fälle ist Michael J. Fox. Der Schauspieler aus "Zurück in die Zukunft" bekam seine Diagnose mit 29 Jahren. Und die Boxlegende Muhammad Ali wurde mit 42 diagnostiziert.

Die Nervenerkrankung bringt erst Zittern und Bewegungsstörungen mit sich. Später kommen der Schwindel und der allmähliche Kontrollverlust über den eigenen Körper. Die Medizin forscht seit Jahrzehnten daran, wie man das Risiko für Parkinson vermeiden kann. Oder zumindest den Verlauf der schlimmen Krankheit verlangsamen.

Neue Studien deuten darauf hin, dass es einen eklatanten Zusammenhang zwischen Parkinson und der Ernährung geben könnte. Aber in welche Richtung deuten die Ergebnisse?

Ergebnisse neuer Langzeitstudie zu Parkinson und Ernährung veröffentlicht

In einer Langzeitstudie zum Thema Parkinson und Ernährung hat ein Team aus amerikanischen und chinesischen Wissenschaftlern die Essensgewohnheiten von Menschen mit Blick auf das Parkinson-Risiko ausgewertet. Ausgewertet wurden die Gesundheitsdaten von 43 000 Menschen im Verlauf von 26 Jahren.

Die Ergebnisse wurden im Juni 2025 veröffentlicht. Die Ergebnisse sind alarmierend und haben nicht nur in der Fachwelt für Schlagzeilen gesorgt.

Nach Einschätzung der Forscher scheinen stark verarbeitete Lebensmittel das Risiko für eine Parkinsonerkrankung zu verdoppeln. Wer vorbeugen möchte, sollte Dinge wie Tiefkühlpizza und anderes Fertigessen vermeiden. Auch Chips und Fast Food gehören in diese Kategorie. Sie alle enthalten viele Zusatzstoffe und Konservierungsstoffe.

Dafür gehen über die vielen industriellen Verarbeitungsschritte wichtige Nährstoffe und Vitamine verloren. Das Ergebnis ist ein Essen, das fett ist, viel Salz und oftmals reichlich Zucker enthält.

Klinik aus Kassel empfiehlt mediterranes Essen

Auf der anderen Seite gibt es Untersuchungen, die nach positiven Möglichkeiten fragen. Sie erforschen, welches Essen fit hält oder beides begünstigt. Gibt es Nahrungsmittel, die eine Vorbeugung und Verlangsamung von Parkinsonerkrankungen ermöglichen? Die Paracelsus Elena Klinik aus Kassel führt dazu Studien durch.

Die Spezialklinik ist eine der ersten Adressen in Deutschland, wenn es um die Behandlung von Parkinson geht. Sie wurde als erste Parkinson-Fachklinik gegründet. Kein Wunder, dass ihre Forschungsergebnisse zu Parkinson und Ernährung hohe Wellen schlugen, als ein Team sich im Jahr 2022 mit folgender Neuigkeit meldete: Mediterranes Essen vom Mittelmeer soll den Verlauf der Krankheit verlangsamen können.

Senken Polyphenole das Parkinsonrisiko?

Sie fragen sich, warum das so ist? In vielen typischen Gerichten der Mittelmeerkost stehen reichlich frisches Gemüse und Obst auf dem Speiseplan. Im Bereich der Schale und knapp unter der Schale finden sich Polyphenole. Die pflanzlichen Stoffe wirken entzündungshemmend. Und sie scheinen eine schützende Wirkung auf die Nervenzellen zu haben. Mit anderen Worten: Die pflanzlichen Stoffe bieten eine neuronale Schutzfunktion. Ein optimaler Ansatzpunkt für eine Nervenerkrankung wie Parkinson.

Diese Nahrungsmittel enthalten reichlich Polyphenole:

  • Oliven und Öl aus frühreifen Oliven
  • rote Beeren wie Himbeere, Heidelbeere und Johannisbeere
  • rotes Gemüse, Äpfel und Trauben
  • Artischocken und Chicorée
  • Nelken, dunkle Schokolade, Sternanis

Das freut Verbraucher - gesundes Essen ist auch eine Medizin

Besonders viel Polyphenol entsteht dort, wo Gemüse und Obst unter viel Sonne aufwächst. Die warme Mittelmeerregion profitiert davon. Aber heute ist es kein Problem, diese Kost in den eigenen Speiseplan zu integrieren. Sie möchten Parkinson vermeiden, geistig fit bleiben oder beides erreichen? Dann streichen Sie ungesunde Snacks, Tiefkühlkost und industriell stark verarbeitete Lebensmittel von Ihrem Essensplan.

Suchen Sie sich gesunde Snacks statt Zuckerwerk. Und nutzen Sie Rezepte mit Gemüse und Obst, das Ihnen schmeckt. Für eine individuelle Absprache kann Ihnen Ihr Hausarzt oder ein Ernährungsberater die passenden Tipps geben. Falls Sie in Ihrer Freizeit mit Freunden kochen, können Sie sich gemeinsam überlegen, was die Mittelmeerküche Ihnen bietet und was Sie ausprobieren möchten.

Fazit

Ihrem Körper tun Sie damit in vieler Hinsicht einen Gefallen. Auch das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen lässt sich über den Weg offenbar senken. Den meisten Verbrauchern dürften die Erkenntnisse aus den Studien durchaus gelegen kommen. Sie zeigen, dass die Einnahme von Tabletten nicht das einzig mögliche Mittel zur Gesundheitsvorsorge ist.

Die Veränderung der alltäglichen Essensgewohnheiten trägt ebenfalls viel zum Wohlbefinden und zur Vermeidung von Krankheitsrisiken bei. Bis zu einem gewissen Grad gibt es somit durchaus die Möglichkeit, sich rund und gesund zu essen. Und das gilt nicht bloss mit Blick auf Parkinson und Ernährung!


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