Schlaflos trotz Müdigkeit: Wenn der Körper rebelliert

Sie fühlen sich müde und schlapp, schlafen aber nicht richtig? Warum der Körper rebelliert und wie Sie zu einem erholsamen Schlaf finden.
Schlaflos trotz Müdigkeit: Wenn der Körper rebelliert
Schlafqualität verbessern (Bild: iStock)

Schlaflos trotz Müdigkeit - was wirklich hilft

Viele Menschen fühlen sich auch jenseits der 50 noch immer jung und lebendig. Trotzdem kommt es früher oder später dazu, dass sich sowohl das Schlafbedürfnis als auch die Schlafqualität verändern. So belegen Studien, dass Menschen im Alter schlicht weniger tief und kürzer schlafen.

Grund hierfür sind zumeist Veränderungen des körpereigenen Rhythmus, weil die Melatoninproduktion sinkt und der Schlaf dadurch weniger stabil wird. Körperliche Begleiterkrankungen oder Medikamente können dies zusätzlich begünstigen.

Darüber hinaus wirken sich ungünstige Lebensgewohnheiten und Umweltfaktoren aus: Ein wechselnder Tagesablauf, längere Schläfchen am Tage sowie ein ungesundes Raumklima können den Schlafrhythmus ebenfalls stören. Wenn Sie sich also am Abend müde fühlen und dennoch nicht in den Schlaf kommen, kann dies ein wichtiges Signal sein, dass Ihr Körper Ihnen etwas zu sagen versucht. Die gute Nachricht: Es gibt unzählige Ansätze, wie Sie Ihren Schlaf wieder stabilisieren können.

Welche Anpassungen lassen sich selbst vornehmen?

Auch wenn manche Ursachen ärztlich abgeklärt werden sollten, genügt es oftmals, einige Stellschrauben zu verändern, um einen gesunden und tiefen Schlaf wiederherzustellen. Dabei kommt es zunächst darauf an, gewohnte Muster zu erkennen und diese zu durchbrechen.

Eine gleichbleibende Schlafens- und Aufstehzeit ist der erste Schritt, mit dem Sie Ihre innere Uhr neu ausrichten. Zudem raten Schlafwissenschaftler dazu, das Licht frühzeitig zu dimmen, um dem Körper zu signalisieren, dass die Nachtruhe bevorsteht. Dabei gilt es, störende Faktoren aus dem Weg zu schaffen. Vor allem grelle Bildschirme wie Fernsehgeräte oder Smartphones gilt es vor dem Schlafengehen zu meiden.

Dunkle, ruhige und kühle Schlafzimmer helfen zudem dabei, die Erholung während der Nachtruhe zu fördern. Wichtig ist zu verstehen, dass Schlaflosigkeit nicht nur den Körper, sondern auch den Geist betrifft. Man kann äusserlich agil, fit oder gar beides wirken, während innerlich Ruhe und Konzentration fehlen. Daher ist es essenziell, aktiv dafür Sorge zu tragen, störende Einflüsse zu reduzieren.

Das Gefühl, schlaflos trotz Müdigkeit zu sein, ist häufig auch auf die Ruhe zurückzuführen, die in der zweiten Lebenshälfte einkehrt. Gerade im Rentenalter geniessen viele Menschen das ruhige Leben abseits der Arbeitswelt. Wenn der Körper dadurch jedoch zu wenig Aktivität erfährt, verfällt er nicht selten in einen Ruhemodus, in dessen Folge viele gerne das altbekannte Mittagsschläfchen einhalten.

Was auf den ersten Blick nicht schädlich wirkt, sorgt in Wahrheit jedoch dafür, dass Sie durch die Ruhe am Tage nachts nicht mehr in den Schlaf finden. Daher ist es ratsam, die Mittagsruhe am Tage auf maximal 30 Minuten zu verkürzen oder gänzlich darauf zu verzichten.

Tipps für einen gesunden Schlaf

Um den eigenen Schlaf zu überwachen, können Sie auf ein Schlaf-Tagebuch zurückgreifen. Erfassen Sie, wann Sie schlafen gehen, wann Sie morgens wieder aufstehen und wann Sie besser oder schlechter schlafen. Anhand dieser Aufzeichnungen lassen sich mitunter bereits Muster erkennen, die einem erholsamen Schlaf im Wege stehen.

Zudem sind mehr als drei unruhige Nächte pro Woche über mehrere Monate hinweg ein Anzeichen, die Schlaflosigkeit medizinisch abklären zu lassen. Zur Erfassung des Schlafverhaltens können Sie bequem auf moderne Apps zurückgreifen, die nicht nur ein interaktives Tagebuch bieten, sondern auch wertvolle Tipps und Hilfen bereithalten.

Auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe kann Besserung herbeiführen. Allein der Austausch mit anderen, die unter ähnlichen Problemen leiden, ist häufig motivierend. Ausserdem lassen sich auf diesem Wege viele praktische Tipps austauschen, die Sie nach und nach für sich selbst ausprobieren können.

Selbst wenn der Begriff Therapie zunächst abschreckend wirkt, sollten Sie im Zweifel nicht davor zurückschrecken. Denn die Schlafwissenschaft hat während der letzten Jahre grosse Fortschritte erzielt. Insbesondere die CBT-I, eine spezielle kognitive Verhaltenstherapie bei Schlaflosigkeit, greift gezielt Gedanken- und Verhaltensmuster, die den Schlaf stören, und hilft Ihnen dabei, diese zu verbannen.

Schlaflos trotz Müdigkeit: mit kleinen Anpassung zu einem gesunden Schlaf

Wenngleich es nur in wenigen Fällen einzelne Faktoren sind, die den Schlaf stören, ist es oftmals gar nicht so schwer, den eigenen Schlaf wieder in die richtige Bahn zu lenken. Durch die Kombination von Alltagsanpassungen, neuen Routinen sowie der Bereitschaft zur Selbsthilfe schaffen Sie eine solide Grundlage für langfristige Erfolge, die Ihnen wieder zu einem tiefen und gesunden Schlaf verhelfen.


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