Schlafrhythmus
Schlafprobleme: Warum Durchschlafen plötzlich schwerfällt
Schlafprobleme – wenn Durchschlafen schwerfällt
Wenn die Nacht zur Belastung wird
Die Vielfalt an Schlafstörungen ist leider gross, Probleme mit dem Durchschlafen gehören zu den häufigsten und unangenehmsten Varianten. Die für viele Menschen besonders frustrierende Erfahrung: Jahrelang war alles normal, der Schlaf war gut, und plötzlich funktioniert das Durchschlafen nicht mehr.
Ein äusserer Anlass ist meist nicht zu erkennen, und auch das Durchprobieren der vielen wohlklingenden Ratgeber-Tipps bringt keine Veränderung. Ergänzende Ansätze rund um Schlaf und Regeneration finden Sie in unserer Rubrik Schlaf.
Wenn Sie dies kennen, haben Sie vielleicht auch die Erfahrung gemacht, dass eine anwachsende Anspannung das erneute Einschlafen noch mehr erschwert. Der Körper bleibt im Alarmmodus, das Nervensystem ist längst hochgefahren – vor allem dann, wenn die Wachphase bereits einige Zeit andauert.
Hinzu kommt ein Anstieg des Stresshormons Cortisol, ein eigentlich natürlicher Vorgang in der zweiten Nachthälfte. Die Anspannung, die mit der Schlaflosigkeit verbunden ist, führt dann nur noch mehr zu einem erschwerten Zurückfinden in den Schlaf. Hintergründe zur Rolle von Cortisol werden auf https://www.netdoktor.ch/laborwerte/cortisol/ verständlich erklärt.
Auch wenn für Sie kein wirklicher Auslöser für die Schlafprobleme zu erkennen ist, gibt es in der Regel immer Ursachen. Allerdings sind diese nur selten eindeutig identifizierbare Einschnitte, sondern meist eine Kombination aus unterschiedlichen Faktoren, die mit der Zeit zu Schlafproblemen führen können. Das können beispielsweise bereits geringe Veränderungen der Schilddrüsenfunktion sein, die Einfluss nehmen auf die Regulation von Temperatur und Herzschlag. Infos zur unterschätzten Schilddrüse finden Sie im Beitrag bei Toppharm.
Unsichtbare Auslöser aufspüren
Die wichtigste Strategie im Umgang mit Ihren Schlafproblemen ist das Verstehen der Ursachen. Diese sind natürlich nicht für alle Menschen gleich, aber es gibt ähnliche Parameter, die als auslösende Faktoren bekannt sind.
Mit zunehmendem Lebensalter sind Stoffwechselveränderungen besonders häufig verantwortlich für Schwankungen der Schlafqualität. Das können beispielsweise bereits geringe Veränderungen der Schilddrüsenfunktion sein, die Einfluss nehmen auf die Regulation von Temperatur und Herzschlag.
Auch die Atmung verändert sich häufig im Laufe des Lebens und kann sich beim Schlaf bemerkbar machen – nicht zuletzt, wenn unbemerkte kleine Atemaussetzer vorkommen.
Zudem sind mentale und neurologische Themen mit dem Schlaf assoziiert. So können Ängste, Depressionen oder Stimmungsschwankungen dazu führen, dass der Schlaf fragmentiert ist. Bestimmte Krankheitsbilder können ebenfalls das Durchschlafen unterbrechen, etwa die Parkinson-Erkrankung oder das Restless-Legs-Syndrom. Auch mentale Gesundheit und Wohlbefinden spielen eine wichtige Rolle. Hier erfahren Sie mehr, wie Sie mental fit bleiben.
Es gibt eine sehr grosse Anzahl an Möglichkeiten, die sich auf den Schlaf auswirken und entsprechend auch nicht mit ein paar einfachen Hausmitteln zu lösen sind. Ob Erkrankungen, ungelöste innere Konflikte, ein geänderter Medikamentenplan oder sonstige Themen – es gibt wenig, was sich nicht an der Schlafqualität bemerkbar machen kann.
Stolperfallen für die Schlafqualität
Auch wenn Sie vielleicht nicht sofort die zentralen Auslöser für Ihre Schlafprobleme ausmachen können – eine Berücksichtigung von Stolperfallen ist in jedem Fall hilfreich und verbessert für viele Betroffene zumindest die Gesamtsituation.
Ein wesentliches Thema dabei ist die Bildschirmnutzung vor dem Schlafengehen. Das Blaulicht aus den verschiedenen Devices sorgt für eine Verzögerung der für den Schlaf so wichtigen Ausschüttung von Melatonin (Schlafhormon).
Hinzu kommt eine nachhaltige Stimulation des Nervensystems durch Social Media. Ihr Gehirn ist sozusagen immer noch «auf Empfang», wenn Sie zu Bett gehen. Verzichten Sie nach Möglichkeit in den Abendstunden darauf, damit Sie zur Ruhe kommen und besser abschalten können.
Vermeiden Sie auch die typischen vermeintlichen Schlafhelfer wie Alkohol oder frei verkäufliche Schlafmittel. Das Problem verschiebt sich nur und stellt keine nachhaltige Lösung dar.
Sie können alternativ Ihren Cortisolspiegel regulieren, indem Sie täglich rund 20 Minuten zügig spazieren gehen. Mehr braucht es in dem Fall nicht. Die Regelmässigkeit sorgt für eine effektive Melatoninausschüttung am Abend und unterstützt den Schlaf. Inspiration für mehr Bewegung im Alltag finden Sie auch in unserer Rubrik Fitness.
Achten Sie darauf, die Bewegungseinheit nicht zu spät am Abend einzuplanen, sonst erreichen Sie das Gegenteil dessen, was Sie wollen: eine anregende statt beruhigende Wirkung.
Möglichkeiten der Unterstützung
Wenn Sie in der Nacht wach werden und nicht zeitnah wieder einschlafen können, versuchen Sie einen pragmatischen Umgang. Stehen Sie auf, lesen Sie etwas, hören Sie ruhige Musik oder tun Sie Dinge, die nicht zusätzlich wach machen, bis Sie sich müde genug fühlen, um sich wieder hinzulegen.
Wenn Sie nach vier Wochen keinerlei Besserung verspüren, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt. So können Sie ausschliessen, dass ein medizinisches Thema – etwa eine hormonelle Veränderung oder die Schilddrüse – unbemerkt die Verursacher Ihrer Schlafprobleme sind.
Denken Sie über einen Termin bei einem Schlafcoach nach. Hier haben Sie die Gelegenheit, gemeinsam Ihre individuelle Schlafthematik zu analysieren und anhand von zielgerichteten Fragen einer möglichen Ursache auf die Spur zu kommen.
Auch eine psychologische Beratung oder bei Bedarf eine Psychotherapie können hilfreich und effektiv sein.
Wichtig ist generell oftmals der Blick von aussen. Es kann weitaus einfacher sein, die entscheidenden Parameter durch gezielte Fragen und die Perspektive einer unbeteiligten Person aufzuspüren, anstatt allein darüber zu brüten, wie sich die Situation verbessern lässt.
Unterstützung ist immer eine Option – vor allem, weil sie eine aktive Handlung auf dem Weg zu mehr Lebensqualität durch besseren Schlaf bedeutet.
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