Schweissflecken auf Kleidung entfernen: Die besten Tipps

Oft zeichnen sich auf der Kleidung (vor allem im Achselbereich) Schweissflecken ab.
Oft zeichnen sich auf der Kleidung (vor allem im Achselbereich) Schweissflecken ab. - (Foto von Ketut Subiyanto von Pexels)
Egal ob im Sommer oder beim Sport – wer schwitzt, kennt das Problem von unschönen Schweißflecken, die sich deutlich sichtbar auf Klamotten abzeichnen.

Vor allem gelbe Ränder zum Beispiel auf weißen T-Shirts können beim Rauswaschen ziemlich hartnäckig sein. Das gilt auch für bereits getrocknete Schweißflecken. Wie es Ihnen trotzdem gelingt, Schweißflecken auf Kleidung zu entfernen, erfahren Sie hier.

Wie entstehen Schweißflecken auf der Kleidung?

Das Schwitzen ist ein wichtiger Mechanismus, um den Körper vor dem Überhitzen zu bewahren. Wenn wir vermehrt Schwitzen – bei sehr hohen Temperaturen oder starker körperlicher Belastung – kann der Schweiß nicht immer gleich verdunsten. In diesem Fall zeichnen sich auf der Kleidung (vor allem im Achselbereich) Schweißflecken ab. Bei Menschen, die unter krankhaftem Schwitzen (Hyperhidrose) leiden, können Schweißflecken auch ohne größere Anstrengungen auftreten (hier mehr zu Hilfe bei Schwitzproblemen erfahren).

Dabei ist der Schweiß selbst farblos. Gelbe Ränder im Achselbereich von T-Shirts oder andere Verfärbungen der Kleidung entstehen dann, wenn der Schweiß gleichzeitig mit aufgetragenem Deo beziehungsweise Antitranspirant und Waschmittelrückständen (in der Klamotte von vorherigen Waschgängen) in Kontakt kommt.

Mit einer Vorbehandlung Schweißflecken auf Kleidung entfernen

Auf dunklen Textilien (zum Beispiel schwarz, braun, dunkelgrau) lassen sich Schweißflecken meist problemlos während eines Waschgangs in der Waschmaschine bei 30 Grad und mit etwas Waschmittel wieder entfernen. Anders ist das bei weißen oder hellen Klamotten. Hier muss oft tiefer in die Trickkiste gegriffen werden. Um unter anderem gelbe Ränder aus T-Shirts, Blusen und Co zu waschen, ist zunächst eine Vorbehandlung mit Flüssigwaschmittel sinnvoll. Diese geht wie folgt:

  • Im ersten Schritt befeuchten Sie das jeweilige Kleidungsstück mit etwas warmen Wasser.
  • Anschließend geben Sie eine kleine Menge Flüssigwaschmittel direkt auf die durch Schweißflecken gezeichneten Stellen der Kleidung.
  • Mit den Fingern reiben Sie dann das Waschmittel sanft in die Textilie ein und lassen es für einige Minuten einwirken.
  • Zum Schluss waschen Sie das Kleidungsstück unter warmen Wasser aus.

Nach dieser Vorbehandlung geben Sie die Bekleidung wie gewohnt in die Waschmaschine. Oft können bereits durch diese einfache Methode Schweißflecken auf Kleidung entfernt werden.

Hausmittel gegen Schweißflecken auf Klamotten

Ergänzend zu der Vorbehandlung mit Flüssigwaschmittel (oder wenn diese nicht ausreicht) können Hausmittel beim Entfernen von hartnäckigen Schweißflecken zum Einsatz kommen. Folgende Helfer haben sich bewährt:

  • Auf weißer Kleidung lassen sich unschöne Schweißflecken mit Zitronensäure entfernen. Dafür lassen Sie warmes Wasser in ein Waschbecken laufen. Geben Sie anschließend etwas Zitronensäure hinzu und legen Sie das Kleidungsstück für einige Stunden in das Waschbecken. Im Anschluss an diese Vorbehandlung geben Sie die Klamotte wie gewohnt in die Waschmaschine. Es empfiehlt sich nicht, Zitronensäure auf bunter oder schwarzer Kleidung anzuwenden, da die aggressive Säure helle Flecken hervorrufen könnte.
  • Sind auf der getragenen Kleidung nicht nur Schweißflecken sichtbar, sondern riecht diese auch unangenehm nach Schweiß, ist Essigessenz ein gutes Hausmittel. Wie bei der Anwendung mit Zitronensäure vermischen Sie den Essig mit etwas Wasser und lassen die Kleidung dann für einige Zeit in der Flüssigkeit, bevor Sie diese in die Waschmaschine geben. Durch die antibakterielle Wirkung ist Essig in der Lage, neben Schweißflecken ebenfalls unangenehme Gerüche aus dem Stoff zu ziehen. Zudem wird der Essigessenz nachgesagt, dass sie zum Farberhalt bei Buntwäsche beiträgt.
  • Backpulver gehört nur in die Küche? Nicht unbedingt. Bei der Fleckentfernung wirkt das Backpulver wie ein natürliches Bleichmittel. Es sollte daher nur bei Schweißflecken auf heller oder weißer Kleidung angewandt werden. Befeuchten Sie die betroffenen Stoffstellen mit lauwarmem Wasser. Geben Sie anschließend Backpulver auf die Schweißverfärbungen und reiben sie das Pulver für einige Minuten mit der Hand ein. Spülen Sie das Backpulver unter warmem Wasser ab und waschen Sie das Kleidungsstück bei 30 Grad in der Waschmaschine.

Der besondere Vorteil dieser Hausmittel liegt darin, dass Sie in der Regel in jedem Haushalt vorrätig sind. Weiterhin können aber auch Gebissreiniger, Gallseife und Waschsoda das Entfernen von Schweißflecken auf Kleidung erleichtern.

Bitte beachten Sie: Durch manche Hausmittel entstehen womöglich ungewollte Verfärbungen auf der Textilie. Es ist daher ratsam, die Hausmittel immer erst an einer kleinen Stelle auf der Innenseite des Kleidungsstückes zu testen.

So beugen Sie Schweißflecken auf der Kleidung vor

Damit Sie sich gar nicht erst mit dem Problem der Fleckenentfernung beschäftigen müssen, ist es am besten, Schweißflecken auf Klamotten von vornherein zu vermeiden. Dabei hilft Folgendes:

  • Tragen Sie luftige und atmungsaktive Kleidung (zum Beispiel aus Leinen), dadurch kann Schweiß besser verdunsten.
  • Antitranspirants hemmen die Aktivität der Schweißdrüsen, wodurch Betroffene generell weniger Schwitzen und Schweißflecken verhindert werden können.
  • Spezielle Achselpads werden direkt unter die Achsel geklebt und nehmen dort abgesonderten Schweiß direkt auf, sodass sich keine Schweißflecken auf der Kleidung bilden.

Trotz dieser Maßnahmen ist es nicht immer möglich, Schweißflecken zu verhindern. Dennoch können die Tipps die Bildung von Schweißflecken auf Kleidung deutlich verringern.

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