So bringen Sie Ihr Heim auf Vordermann

So bringen Sie Ihr Heim kostengünstig auf Vordermann
Farbe und Phantasie heissen die Zauberwörter (Bild iStock)
Ein Tapetenwechsel tut uns zuweilen allen gut, doch verreisen müssen Sie dafür aber nicht unbedingt.

Allein mit Dekorieren ist es bei einer grundsätzlichen Umgestaltung des eigenen Heims natürlich nicht getan. Am besten man geht Zimmer für Zimmer vor und sollte sich auch nicht zuviel auf einmal vornehmen. Denn dann kann es passieren, dass man in Anbetracht der vielen Arbeit resigniert und die Flinte gleich wieder ins Korn schmeisst: kurz gesagt, alles bleibt beim Alten. Am besten Sie greifen erst einmal zu Stift und Papier, schenken sich zur vorgerückten Stunde vielleicht ein schönes Glas Wein ein und veranstalten ein kleines Brainstorming mit sich selbst. Die Fragen sind hier, was Sie am Zustand Ihrer vier Wände derzeit stört, welche Veränderung Sie anstreben und welche Kapazitäten Sie dafür haben.

Erst einmal gründlich Aufräumen und Ausmisten

Am Anfang einer Umgestaltung sollte das gründliche Aufräumen und Ausmisten stehen. Der Mensch ist immer noch Jäger und Sammler und was er einmal gefunden und irgendwohin platziert hat, bleibt in der Regel da auch lange liegen. Doch sind uns die Muscheln vom Strandurlaub vor zehn Jahren wirklich noch wichtig oder das selbst gemalte Bild vom Sohn, der längst eigene Kinder hat? Ist es nicht so, dass uns die alten Fotos auf dem Sideboard eher deprimieren als erfreuen? Zeigen die Aufnahmen uns doch nur Tag für Tag wie schnell die Zeit vergeht. Wollen wir verschlissene Heimtextilien und abgelebte Möbel wirklich behalten, bloss weil wir daran gewöhnt sind? Nein! Doch keine Angst, selbst wenn in Ihrem Portemonnaie Ebbe herrscht, müssen Sie nicht gleich alles neu kaufen. Manch einer hat noch nagelneue Stoffe oder Bezüge im Schrank liegen und hat sie gewohnheitsgemäss geschont. Aber wofür? Und solide Möbel, denen man die Jahre inzwischen ansieht, können aufgearbeitet werden.

Farbe und Phantasie heissen die Zauberwörter

Vielleicht sollten Sie den betreffenden Raum tatsächlich erst einmal renovieren und damit den Tapetenwechsel in Ihrer Wohnung wörtlich nehmen. Betrachten Sie die Umgestaltung als Ihr persönliches Projekt. Greifen Sie aber nicht gleich wieder zur weissen Raufasertapete, weil die so schön neutral ist. Überlegen Sie besser, welche Farben Sie glücklich machen würden. Vielleicht ein sonniges Gelb, ein lichtes Grün oder ein helles Blau? und trauen Sie sich etwas zu. Vielleicht hilft ja eine gute Freundin oder ein Bekannter beim Renovieren, aber notfalls schaffen Sie das allein. Vielleicht müssen Sie alte Tapeten einfach nur überstreichen. Farben sind im Vergleich zu Tapeten aus kostengünstig. Es müssen auch nicht alle Wände farbig sein. Zudem können mit Schablonen und einer Komplementärfarbe Bordüren aufgemalt und damit Akzente gesetzt werden. Egal was Sie tun und selbst wenn Sie ein Verfechter weisser Wände bleiben, einem renovierten Raum bringt man gleich mehr Respekt entgegen und es wird der Ehrgeiz angefacht, nun alles schön zu machen.

Selbst ist der Mann und natürlich auch die Frau

Ihre Möbel sind zwar alt, aber sie bestehen aus massivem Holz? Herzlichen Glückwunsch, denn daraus kann man immer etwas machen. Alte aber massive Holzmöbel wie eine Kommode, ein Küchenbuffet aus Großmutters Zeiten, das vielleicht im Keller sein Dasein fristet oder alte Holzstühle können abgeschliffen oder abgebeizt werden. Sie können die Möbel danach naturbelassen beizen oder ölen oder sie mit neuer Farbe einfach umgestalten. Ein Farbkonzept ist bei einer Umgestaltung von Räumen ganz wichtig, wenn am Ende ein harmonische Ganzes entstehen soll. Sollte es Ihnen an massiven Möbeln fehlen, empfiehlt sich der Gang zum Trödler oder auf Flohmärkte. Dort hat man gute Chancen ein zukünftiges Lieblingsstück zu entdecken. Zugegeben, das Restaurieren von alten Möbeln macht viel Arbeit, lohnt sich am Ende aber immer. Und denken Sie bitte daran. Der Weg ist das Ziel, denn allein die Kreativität, welche die Umgestaltung Ihre Räume erfordert, ist ausserordentlich befriedigend.

Lassen Sie Blumen, Bilder und Stoffe sprechen

Richten Sie Ihr neues Zimmer lieber minimalistisch ein. Denn weniger ist mehr und nichts ist Schlimmer als zu voll gestellte Räume. Schaffen Sie sich Lieblingsplätze wie einen gemütlichen Sessel zum Lesen auf einem schönen Teppich mit Stehlampe und Beistelltisch. Es ist kostengünstig eine alte Lampe mit einem neuen, selbst gestalteten Schirm zu versehen. Textilien wie attraktive Teppiche und Stoffe für Bezüge und Vorhänge sind wichtige Gestaltungselemente und müssen nicht teuer sein. Neue Bilder an der Wand, die Sie persönlich ansprechen, machen auch viel aus. Hören Sie überhaupt auf Ihr Gefühl bei Neuanschaffungen. Dekorieren Sie lieber mit Blumen und üppigen Grünpflanzen als mit irgendwelchen Nippes, denn Pflanzen in der Wohnung tun unserer Seele immer gut.

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