Sport bei Rückenschmerzen

Bei Rückenschmerzen wird Bewegung heute in den meisten Fällen ausdrücklich empfohlen.
Rückenschmerzen: Das heißt schonen und abwarten – oder doch nicht? Entgegen der immer noch weit verbreiteten Annahme, man sollte Sport bei Rückenschmerzen vermeiden, wird Bewegung heute in den meisten Fällen ausdrücklich empfohlen. Und auch vorbeugend kann Sport dabei helfen, dass die unangenehmen Beschwerden gar nicht erst entstehen. Lesen Sie jetzt, wann sich welche Sportarten eignen.

Ist Sport bei Rückenschmerzen immer eine gute Idee?

Die Frage, ob Bewegung und Rückenschmerzen eine gute Kombination sind, kann fast immer mit Ja beantwortet werden. Welche Sportart dem Körper in dieser Situation guttut, ist allerdings sehr stark vom Auslöser der Beschwerden abhängig (hier mehr zu Ursachen und Arten von Rückenschmerzen). Sind zum Beispiel die Bandscheiben der Grund für die Schmerzen, belasten falsche Bewegungen diese nur noch mehr.

Die Empfehlung lautet daher, insbesondere ruckartige oder stauchende Sportarten wie Tennis zu vermeiden, wenn der Rücken schmerzt. Auch Überstreckungen der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Drehung des Rumpfes, wie sie beispielsweise beim Volleyball-Aufschlag erfolgen, können die unangenehmen Beschwerden verstärken.

Bewegung und Rückenschmerzen: Diese Sportarten eignen sich

Wer unter Problemen mit dem Rücken leidet, sollte Sportarten bevorzugen, die sich durch fließende, rhythmische Bewegungsabläufe auszeichnen. Idealerweise erfolgt dieser Sport bei gerader Wirbelsäule, damit die Rückenschmerzen sich nicht verschlimmern. Beispiele hierfür sind:

  • Schwimmen zählt zu den besonders rückenfreundlichen Sportarten. Allerdings ist zu beachten, dass die Technik stimmt. Denn die falsche Haltung kann sich negativ auswirken. Ein besonderes Risiko dafür birgt das Brustschwimmen. Viele Menschen neigen dazu, den Kopf sehr weit nach oben zu halten und sogar den Nacken zu überstrecken, um nicht vollständig ins Wasser tauchen zu müssen. Dadurch geraten gerade unerfahrene Schwimmer schnell ins Hohlkreuz – was für den Rücken sehr ungesund ist. Achten Sie daher unbedingt auf einen fehlerfreien Schwimmstil und lassen Sie sich gegebenenfalls Tipps von einem Profi geben.
  • Nordic Walking ist brandaktuell und beansprucht den ganzen Körper. Auch hier gilt allerdings: Das richtige Know-how zahlt sich aus. So soll beispielsweise der Oberkörper in der Hüfte leicht nach vorne geneigt und der Blick stets geradeaus gerichtet werden. Die Nordic-Walking-Stöcke gilt es zudem, eng am Körper zu führen. Idealerweise absolvieren Sie für den Einstieg in diese Sportart einen geführten Kurs, bei dem Sie Hilfestellungen erhalten. Da Nordic Walking zu den Ausdauersportarten zählt, hat es bei korrekter Ausführung sogar positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System.
  • Yoga kann durch spezielle Übungen zur Stärkung verschiedener Rückenareale beitragen sowie Beweglichkeit und Haltung verbessern. Es bedarf ebenfalls etwas Erfahrung oder einer professionellen Einweisung beziehungsweise Betreuung durch einen ausgebildeten Yogalehrer, der den Ablauf der Übungen sorgfältig überwacht, sonst besteht ein Verletzungsrisiko.

Des Weiteren zählen auch Aqua-Gymnastik, Fahrradfahren und Klettern zu den häufigen Empfehlungen, sofern diese nicht in extremem Ausmaß ausgeübt werden.

Rückenproblemen mit Sport vorbeugen

Eine trainierte Rumpfmuskulatur kann dabei helfen, Problemen mit dem Rücken vorzubeugen. Gerade wer beruflich viel sitzt, sollte versuchen, Rückenschmerzen aktiv zu vermeiden und regelmäßige Bewegung einzuplanen. Bereits kleine Trainingseinheiten nehmen einen entscheidenden Einfluss.

Probieren Sie doch einmal eine der vorgestellten Sportarten aus und bewegen Sie sich im Alltag so häufig wie möglich. Beispiel gefällig? Nehmen Sie lieber das Fahrrad als das Auto und bevorzugen Sie Treppen gegenüber Aufzügen. Auch Rituale, wie ein kleiner Spaziergang vor dem Schlafengehen, können dabei helfen, sich jeden Tag mehr zu bewegen.


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