Vorsicht bei Finanzgeschäften im Internet

Vorsicht bei Online-Kapitalanlagen (Bild: Kantonspolizei Zürich)
Vorsicht bei Online-Kapitalanlagen (Bild: Kantonspolizei Zürich)
Wer sein Geld gewinnbringend anlegen will, sollte vorher prüfen, mit was und wem man sich einlassen will, warnt die Kantonspolizei Zürich.

Denn hinter dem Versprechen auf märchenhafte Gewinne und hohe Renditen können Anlagebetrüger stecken, die das Geld von leichtgläubigen und gierigen Anlegern im Visier haben. Die Kantonspolizei Zürich rät darum zur Vorsicht im Umgang mit Online-Kapitalanlagen.

Der Betrug lauert im Internet schon nach wenigen Klicks. Mit gut gemachten und seriös wirkenden Geldanlage-Plattformen locken im Netz professionelle Betrüger mit schnellen und grossen Gewinnen. Sie vermitteln den Eindruck, als könne jeder mit Investitionen in Digitalwährungen eine Rendite realisieren. Auch mit gefälschten Inseraten in Sozialen Medien wird der Traum von Reichtum mit Luxusgütern und glücklichen Investoren schmackhaft gemacht. Um die Seriosität der angepriesenen Angebote angeblicher Finanz- und Anlageberater zu unterstreichen, wird mit Fotos von Prominenten geworben, welche schnell hohe Gewinne erzielt hätten. Alles gefälscht. Unwahre ins Netz gestellte positive Bewertungen der Anlageprodukte sind ein weiteres Blendwerk der Betrüger.

Grosse Nachfrage nach Digitalwährungen

Derzeit lockt die begehrte Digitalwährung Bitcoin durch ihren anhaltenden Kursanstieg, in sie zu investieren. Im Gegensatz zu klassischen Währungen werden Bitcoins nicht von einer Nationalbank herausgegeben sondern mit Hilfe von Computerprogrammen produziert. Die Gesamtmenge ist weltweit auf 18.6 Millionen im Umlauf befindlichen Einheiten limitiert. Für den starken Anstieg gibt es mehrere Gründe. Das Thema Digitalwährungen ist wieder stärker in den Fokus von Anlegern und Unternehmern gerückt. Gesteigert wird das Interesse insgesamt auch durch die Corona Pandemie. Anleger wollen sich mit alternativen Anlagen absichern. Die Nachfrage nach Digitalwährungen ist dementsprechend gross. Insbesondere der Kurs und somit der Wert von Bitcoin könnte aber erfahrungsgemäss ebenso rasch wieder ins Bodenlose fallen. Es gibt viel zu gewinnen, aber auch viel zu verlieren. Letztlich wollen auch noch Betrüger mit dem Bitcoin Höhenflug viel Geld verdienen, ihr Geld!

Mit Bitcoin in die Falle gelockt

Betrüger verschicken massenhaft Spammails, die auf unterschiedliche Webseiten hinweisen oder platzieren Werbeanzeigen auf Sozialen Medien. Mit einem Klick wird man dann auf eine gefälschte oder professionell gestaltete Handelsplattform weitergeleitet. Meistens fängt es mit harmlosen, kleinen Investitionen an. Geschickte und vertrauenswürdig auftretende Broker überreden einen am Telefon dazu, mit dem Einloggen auf ein Online-Konto eine kleine Investition überweisen, meistens weniger als einige hundert Euro. Die Investition weist mittels manipulierter Software sofort Gewinne aus, wie Internet-Diagramme scheinbar belegen.

Die Berater drängen ihre Opfer zu immer höheren Geldzahlungen. Oftmals zahlen die Betrüger anfangs auch einen kleinen Geldbetrag an die Nutzer aus, um deren Vertrauen zu gewinnen und umso mehr zu investieren. Will man sich dann die angeblich hohen Gewinne auszahlen lassen, weigern sich die Betrüger und fordern Gebühren dafür ein. Oder aber man investiert weiter und überweist noch mehr Geld. Die Täter lassen keine Zeit zum Nachdenken. Der Druck wird vielfach zu gross, um aufzuhören. Die Wahrscheinlichkeit, das investierte Geld wieder zu erlangen, ist sehr gering. Denn die Betrüger sind international vernetzt und verwischen ihre Spuren.

Wie Sie sich vor Online-Anlagebetrüger schützen

Seien Sie misstrauisch gegenüber Geldanlagen mit hohen Gewinnaussichten und gegenüber Anbietern, die sie dazu drängen, Geld zu überweisen. Wenn Sie Geld investieren wollen, so kontrollieren Sie, ob die Anbieterin von Geldanlagen eine Lizenz der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA besitzt. Die FINMA hat zum Thema Schutz vor Anlagebetrug 10 Regeln aufgestellt, welche sich potentielle Anleger unbedingt ansehen sollten. Dazu ist auch ein Video veröffentlicht. Wenn Sie bereits Geld überwiesen haben, melden Sie sich bei der örtlichen Polizeistelle und erstatten Sie Strafanzeige.

Aktuelle Gefahren im Internet

Auf cybercrimepolice.ch werden tagesaktuell Warnmeldungen für die Bevölkerung vor gegenwärtigen und vor allem neuen Cyberbedrohungen publiziert. Damit erhalten alle Bürgerinnen und Bürger eine schnelle und interaktive Übersicht über die aktuellen Bedrohungen im Internet. Ausserdem bietet cybercrimepolice.ch die Möglichkeit der Polizei auf einfache Art Cyber-Ereignisse zur Kenntnis zu bringen.

 

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