Graue Haare – wie sie gepflegt werden

Welche Pflege braucht graues Haar
Graues Haar benötigt Schutz
Früher oder später bekommen Menschen graue Haare - das ist ganz normal. Wenn das passiert, sollten Sie wissen, was zu tun ist.

Welche Haarfarbe ein Mensch hat, wird durch das körpereigene Pigment Melanin festgelegt. Die Produktion dieses Pigmentes sinkt jedoch, je älter wir werden. Statt des Farbstoffs lagern sich nun Luftblasen in den Haaren ab und sorgen dafür, dass diese farblos bis weiss werden. In Verbindung mit den übrigen, noch farbigen Haaren erweckt das den Eindruck, die Haare seien grau.

Den einen, feststehenden Grund für graues Haar gibt es nicht. Wann sie sich zum ersten Mal zeigen, wird stattdessen durch verschiedene Faktoren bestimmt - die Gene zählen genauso dazu wie die Ernährung und der Lebensstil. Zum Glück sind graue Haare aber längst zu ihrem ganz eigenen Schönheitsideal geworden und der Drang, sie zu verstecken, sinkt immer weiter.

Stattdessen wird es jetzt wichtiger, die grauen Haare richtig zu pflegen. Denn nicht nur ihre Farbe, sondern auch die Struktur hat sich verändert. Ihre Haare sind jetzt vielleicht nicht mehr so voluminös wie vorher, trocknen aus oder verlieren an Glanz. Ihre Körperpflege muss an diese neuen Bedürfnisse angepasst werden. Die folgenden vier Tipps können dabei helfen.

Tipp 1: Graue Haare nicht auszupfen!

Zeigt sich das erste graue Haar, ist die Verlockung gross, es auszuzupfen. Davon sollten Sie aber unbedingt die Finger lassen. Je öfter Sie zupfen, desto mehr Schaden entsteht am Haar, bis es irgendwann gar nicht mehr nachwächst. So entstehen kahle Stellen oder Veränderungen in der Haarstruktur. Durch das Zupfen können ausserdem Entzündungen entstehen, wenn die Pinzette, die Fingernägel oder auch die Kopfhaut schmutzig waren.

Tipp 2: Feuchtigkeitspflege ist das A und O

Wenn die Haare grau werden, verlieren sie oft im selben Zuge an Feuchtigkeit. Diese muss nachgeliefert werden, zum Beispiel mithilfe von Shampoos und Spülungen für trockenes Haar. Dabei ist es hilfreich, wenn Sie nur Produkte aus ein- und derselben Serie benutzen: So gehen Sie sicher, dass die Inhaltsstoffe aufeinander abgestimmt sind.

Tipp 3: Dem Haar neuen Glanz verleihen

Oft verliehen die Haare im Alter nicht nur an Farbe, sondern auch an Glanz. Dabei helfen sogenannte Leave-In-Sprays und Haaröle, die nach dem Waschen eingearbeitet werden können. Das funktioniert aber nur auf Dauer, wenn Sie die Haare schonen, indem Sie sie nicht zu oft und bei zu heissen Temperaturen

  • waschen,
  • föhnen und
  • glätten oder locken.

Tipp 4: Graues Haar benötigt Schutz

Haare ohne Pigmentierung sind viel empfindlicher gegenüber UV-Strahlung. Deshalb macht es Sinn, wenn Sie einen Hut, eine Mütze oder auch ein Tuch über den Haaren tragen. Das kann nicht nur die Haare schützen, sondern verhindert auch einen Sonnenbrand auf dem Kopf.

Zudem bildet sich in grauem Haar schnell ein unangenehmer Gelbstich. Faktoren, die das begünstigen können, sind zum Beispiel

  • Rauchen,
  • Chlor,
  • Medikamente und
  • verschiedene Kosmetika.

Neutralisiert wird der Gelbstich am besten durch Pflegemittel, die Blaupigmente enthalten. In der Drogerie gibt es sogenannte Silbershampoos zu kaufen, die diesen Kriterien entsprechen. Friseure können auch andere Shampoos mit passenden Pigmenten anreichern.

Die wichtigsten Fragen rund um graue Haare

Wie kann ich graue Haare am besten färben?

Wer seine grauen Haare auf keinen Fall behalten möchte, sollte sie lieber von einem Friseur überfärben lassen anstatt es selbst zu versuchen. Gerade dann, wenn noch nicht alle Haare ergraut sind, ist es unfassbar schwer, den richtigen Farbton zu erwischen.

Welche Hausmittel sind für graue Haare geeignet?

Graue Haare, die trocken oder strohig geworden sind, können mit Kokos- oder Mandelöl gepflegt werden. Sollte auch die Kopfhaut trocken geworden sein, hilft eine Kur aus Honig und Quark, die im gleichen Verhältnis miteinander vermischt wurden.

Was kann ich im Alter gegen ausgedünntes Haar tun?

Ausgedünntes Haar lässt sich nicht verhindern, doch Sie können dafür sorgen, dass es weniger auffällt. Dafür gibt es spezielle, Volumen verleihende Stylingprodukte. Auch gewöhnliches Haarspray und Schaumfestiger können helfen. Zuletzt sollten Sie regelmässig Ihre Spitzen schneiden lassen, damit die Frisur frischer und lockerer wirkt.

 

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