Weshalb Royals immer so alt werden

Weshalb Royals immer so alt werden
Fit und munter bis ins hohe Alter: Queen Elizabeth II. und Prinz Philip.
Es gibt gute Gründe, weshalb sowohl Queen Elizabeth wie auch Prinz Philip ein hohes Alter erreicht haben.

Kopieren Sie das Erfolgsrezept der Royals und erhöhen auch Sie Ihre Chance auf ein langes gesundes Leben. Ihre Majestät Queen Elizabeth II, am 21. April 1926 als Elizabeth Alexandra Mary geboren und starb am 8.September 2022. Sie wurde 96 Jahre alt. Die älteste britische Monarchin, die je regiert hat, übertrifft bei weitem die Lebenserwartung von durchschnittlichen Mitteleuropäern, die bei Männern etwa bei 78 und bei Frauen etwa bei 83 Jahren liegt.

Dr. Michael Gordon, spezialisiert auf Geriatrie, machte seine Ausbildung in Schottland und traf bei dieser Gelegenheit die Mutter der Queen, die damals noch lebte. Er findet, dass man heute in den 80ern noch gar nicht so alt ist: "Nach meiner Erfahrung ist das fast so etwas wie das späte Erwachsenenalter. Die Mutter von Queen Elizabeth wurde 101 Jahre alt.

Aber selbst das beste genetische Setup kann durch äussere Faktoren zerstört werden. Forscher haben festgesellt, dass wir den Alterungsprozess beschleunigen, wenn wir rauchen, nährstoffarm essen, viel Alkohol trinken, keinen Sport treiben und viel schlechten Stress haben.

Erfolgreiches Altern misst man in Anzahl Jahren, aber auch in der Qualität dieser Jahre. Existieren allein genügt nicht. Die Vitalität muss erhalten bleiben, der Enthusiasmus sowieso. Voraussetzungen, damit das Leben lebenswert bleibt. Hier sind einige der Gründe, wie auch Sie Ihre Chancen erhöhen, sich guter Gesundheit zu erfreuen:

  • Regelmässige medizinische Untersuchungen. Blutdruck messen, Cholesterin und Blutzucker messen. Die Ergebnisse helfen, vorhersagbare tödliche Krankheiten wie Herzinfarkt, Hirnschlag oder Diabetes zu verhindern. Männer müssen sich auch die Prostata untersuchen lassen und Frauen die Brust mit Hilfe eines Mammographie und eines Abstichs.
  • Regelmässig Sport. Die Briten sind generell Wandervögel, die Royal Family sowieso. "Ich weiss das, weil Sir Ian Hill, mein Medizinprofessor an der University of St. Andrews in Dundee, Schottland, der Arzt der Royal Familiy war, wenn sie in Schottland weilten", says Gordon. "Sie sind bekannt für ihre lange Spaziergänge auf Balmoral, wo sie jeweils ihre Sommerferien verbringen. Die Queen Mum und die Queen waren stets eifrige Wanderer." Die Queen war ausserdem für ihre Liebe zu Pferden bekannt. Sie züchtete Pferde und Ponys. Reiten hat einen sehr guten Einfluss auf die Gesundheit. Dr. Vincent DeMarco, Spezialist für langes Leben sagt, dass neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gleich der Sport kommt. Wieviel Sport der eigene Körper braucht, hängt von der eigenen Krankheitsgeschichte, dem Fitnesszustand und aktuellen Testresultaten ab. Sogar kurze Übungen wie ein 30-minütiger Spaziergang jeden Tag können den Blutdruck senken und Stress abbauen.
  • Geistig fit bleiben. Die frühere Premierministerin Margaret Thatcher sagt in ihren Memoiren: "Die Minister nahmen ihre regelmässigen Treffen mit der Queen sehr ernst ... sie liefen sehr geschäftsmässig ab, weil die Königin sehr gut über die laufenden Geschäfte informiert war und aus ihrem Erfahrungsschatz schöpfen konnte." Die Queen hat auch den Google-Hauptsitz in London besucht, zeigte Interesse für das Internet und soll ihren Enkeln Emails geschickt haben. Alles was das Hirn stimuliert - engagiert weiterarbeiten, Puzzles, Schach, Lesen, Tanzen, Diskussionen - lässt den Menschen aufgeweckt, wenn er altert. Benütze es oder verliere es, wie die Redewendung sagt.
  • Stress managen. Die Königin hatte weder als Regentin noch als Mutter eine stressfreie Zeit. Drei ihrer vier Kinder setzten ihre Ehen in den Sand und liessen sich unter teilweise skandalösen Umständen scheiden, was die Monarchie in ihren Grundfesten erschütterte. 1992 war ein schreckliches Jahr für sie, als ein Feuer in Windsor Castle Kunst und Möbel im Wert von 40 Millionen Pfund vernichtete. Auch wenn sie nicht Politikerin ist, hatte sie doch viele Prüfungen zu bestehen: Ihr Vater George VI wurde nicht König und als ihr Onkel Edward VIII wegen seiner Liebe zu Wallis Simpson auf den Thron verzichtete, war ihre Familie extrem unter Druck. Ihr Vater starb mit 56 an Lungenkrebs, sie musste mit 26 Jahren die Regentschaft übernehmen. Sie erlebte den Zweiten Weltkrieg, die IRA. Ihr Sohn Andrew diente im Falklandkrieg, ihr Enkel Harry in Afghanistan. Das Volk war schockiert und lehnte sie ab, als sie sich nach dem Tod von Lady Diana kaltherzig und unsensibel zeigte. "Sie hatte keinen Job, bei dem sie herumsitzen und einfach nett zu den Menschen sein konnte. Sie lebte in einer stressigen Umgebung, aber der Stress ist nicht immer negativ", says Gordon. Er erklärt, dass anhaltende Anspannung den Menschen Kreativität, Hartnäckigkeit und ein breites Interesse. Destruktiver Stress wirkt aber permanent bedrohlich. Chronischer Stress erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Hirnschläge. Dagegen hilft Meditation, tiefes Ein- und Ausatmen und Singen.
  • Körpergewicht konstant halten. Obwohl sie nicht bekannt war für einen freizügigen Kleiderstil, darf man doch behaupten, dass die Queen nie übergewichtig erschien. Gemäss Dr. Walter Willett, Vorstand der Abteilung für Ernährung an der Harvard School of Public Health, ist nebst dem Verzicht aufs Rauchen ein schlankes Körpergewicht die wichtigste Voraussetzung, um gesund zu bleiben. Das könnte auch das Geheimnis des schlanken und ranken Prinz Philip gewesen sein. Schlanksein hilft, weil Fettzellen Hormone produzieren, die Diabetes des Typs 2 verursachen können. Jede Studie bestätigt, dass insbesondere Bauchfett das Leben um Jahre verkürzt.
  • Gelegentlich eine Tasse Tee ... und Gerstenwasser Die Königin genoss ihren Tee, der exakt um 17 Uhr serviert wurde. "Tee ist sehr gesund, weil er entgiftend wirkt, entzündungshemmend, antikanzerogen und gut ist für das Herz", sagt DeMarco. "Grüntee wurde am intensivsten untersucht und ist wahrscheinlich auch am gesündesten. Japaner werden am ältesten in den entwickelten Ländern. Das hat zwei Gründe: Grüntee und Fisch." Gerstenwasser, parfümiert mit Zitrone ist ein weiterer Favorit im königlichen Haushalt. Von Gerste sagt man, dass sie die Funktion der Nieren unterstützt.
  • Spirituell durch die Welt gehen. Ausser ihrer offiziellen Rolle als Oberhaupt der anglikanischen Kirche von England besuchte die Queen auch sonst gerne den Gottesdienst. In ihrer Weihnachtsansprache 2000 sagte sie: "Für viele von uns ist unser Glaube fundamental. Ich finde, dass die Lehre Christi und meine eigene Glaubwürdigkeit vor Gott mir ein gutes Fundament geben, nach dem ich zu leben versuche." Organisierte Religion habe einen positiven Einfluss, wenn sie dem Leben einen Sinn geben könne und die Menschen dadurch ihr Leben positiv wahrnehmen, sagt Gordon, aber das kann man auch ohne eine Glaubensgemeinschaft erlangen. Wenn man Spiritualität als etwas ansehe, dass die guten Seiten im Mensch unterstütze und sie zu guten, moralisch handelnden Wesen mache, habe das einen sehr positiven Einfluss auf die Gesundheit.

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