Weshalb Schlafmittel gefährlich sein können

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Warum sind Schlafmittel gefährlich? (Bild Prasesh Shiwakoti on Unsplash)
Viele Menschen leiden unter Schlafschwierigkeiten. Gerade jenseits der 50 sind viele bereits abhängig von Schlafmitteln, ohne dass es ihnen bewusst wäre. Was tun?

Doch Schlafmittel sind tückisch und der Gesundheit abträglich. Es lohnt sich, sich um Alternativen zu bemühen.

Warum wir schlecht schlafen

Schlafschwierigkeiten sind in modernen und urbanen Lebensräumen inzwischen ein ausgewachsenes Phänomen. Wir sind oftmals beruflich und privat gestresst und machen uns Sorgen um die Zukunft. In Zeiten einer weltweiten Pandemie werden die Ängste der Menschen noch verstärkt. Oft geht man zwar müde ins Bett, doch dann setzt das Gedankenkarussell auch schon ein. Nichts ist dann einfacher, als zur Schlaftablette zu greifen.

Leider sind viele Ärzte auch nur allzu gern bereit, uns regelmässig diese heimtückischen Medikamente zu verschreiben. Aber selbst rezeptfreie Schlafmittel können es in sich haben. Wer sich einmal an den bequemen Weg des Tablettenschluckens vorm Einschlafen gewöhnt hat, wird nur schwer wieder davon loskommen. Eine ganze Zeit geht es ja auch scheinbar gut. Doch das zunehmende Alter hat es eben an sich, dass wir vielleicht auch noch das eine oder andere Medikament benötigen. Gerade in Wechselwirkung mit anderen Arzneien kann das regelmässige Nehmen von Schlafmitteln richtig gefährlich werden und die Gesundheit ernsthaft gefährden.

Einschlafen um jeden Preis?

Natürlich gibt es verschiedene Arten von Schlafmitteln, aber alle Schlaftabletten, wenn sie nicht auf natürlicher Basis funktionieren, haben Nebenwirkungen. Benzodiazepine oder die sogenannten Z-Schlafmittel haben ein hohes Suchtpotential. Sie beeinflussen zudem das Reaktionsvermögen und können Kopfschmerzen und Sehstörungen hervorrufen. Das Atemzentrum im Gehirn wird gedämpft. Die Fahrtauglichkeit ist auch am nächsten Tag nicht wieder gewährleistet.

Ganz gefährlich werden solche Mittel im Verbindung mit Alkohol und anderen Medikamenten und können sogar zum Tode führen. Barbiturate gibt es zum Glück kaum noch. Sie sind ähnlich gefährlich. Manche Menschen nehmen auch Antihistaminika zum Einschlafen, denn diese Mittel gegen Allergien machen müde. Doch auch davon ist dringend abzuraten, denn am nächsten Tag ist man schlapp, hat einen trockenen Mund und vielleicht sogar Magen-Darm-Beschwerden. Kurz, die perfekte Schlaftablette gibt es einfach nicht.

Warum Schlafmittel gefährlich sind

  • hohes Suchtpotential
  • gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Substanzen
  • eingeschränkte Reaktionsfähigkeit
  • können Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen verursachen
  • Mundtrockenheit
  • Fahruntauglichkeit
  • Konzentrationsbeschwerden

Auch Schlafen will gelernt sein

Die wenigsten Menschen sind in der glücklichen Lage, dass sie Morpheus direkt nach dem Zubettgehen in seine freundlichen Arme schliesst. Man kann aber durchaus etwas für einen guten Schlaf und damit für die eigene Gesundheit tun. Wie das Einschlafen gelingt, bestimmt schon die Gestaltung unseres Tages und vor allem unseres Abends. Auch Schlafen will gewissermassen gelernt sein und dazu gehört vor allem eine entsprechende Schlafhygiene.

Schon am Tage sollten Sie für ausreichend Bewegung an der frischen Luft und für eine ordentliche Dosis Licht sorgen. Die letzte Mahlzeit am Abend sollte wenigstens drei Stunden vorm Zubettgehen eingenommen werden. Regen Sie sich vorm Schlafen nicht unnötig auf und schauen Sie nicht bis zum Lichtlöschen Thriller oder Nachrichtensendungen, die Katastrophen melden. Lesen Sie vorm Einschlafen ein paar Seiten in einem Buch, das Ihnen gute Gedanken mit in die Nacht gibt. Trinken Sie möglichst keinen Alkohol, sondern lieber einen beruhigenden Tee.

Wie Sie besser einschlafen können

  • natürliche Schlafmittel auf Baldrian- oder Passionsblumenbasis nutzen
  • Medizinische Schlaftees aus der Apotheke
  • Schlafhygiene
  • Schlafrituale

Raum und Bett zum Schlafen

Auch der Raum und das Bett beeinflussen unseren Schlaf. Schlafen Sie am besten in einem abgedunkelten, eher kühlen und gut durchlüfteten Raum. Sorgen Sie dafür, dass in der Nähe Ihres Bettes keine elektronischen Geräte im Standby-Modus stehen. Handy und Computer haben im Schlafzimmer also nicht zu suchen. Eine gute Matratze ist ebenfalls wichtig für einen ausgeglichenen Schlaf. Ein Fachmann kann Ihnen dabei helfen, eine für Sie geeignete Matratze zu finden.

Auch Geräusche können zu Schlafschwierigkeiten führen. In der Apotheke gibt es funktionale Mittel, um die Ohren zu verschliessen und Geräusche zu verbannen. Vielleicht helfen Ihnen auch Meditation und Entspannungsübungen, um besser in den Schlaf zu finden. Ein Spaziergang an der frischen Luft vorm Schlafengehen kann ebenfalls Wunder wirken.

Wie Sie Rituale entwickeln können

Entwickeln Sie am besten Ihre eigenen Einschlafrituale. Das können ein paar Yogaübungen vorm Zubettgehen sein oder das Lesen von Gedichten. Trinken Sie einen medizinischen Einschlaftee aus der Apotheke oder eine heisse Milch mit Honig. Oder bürsten Sie Ihr Haar ausgiebig und machen Sie ein paar Dehnübungen für Schultern und Nacken.

Vielleicht hilft Ihnen ja auch das Hören einer bestimmten Musik beim Einschlafen. Rituale können Sie auch mit Ihrem Partner zusammen entwickeln. Schlafmittel und Einschlafhilfen auf natürlicher Basis wie etwa Baldrian oder Passionsblume können ebenfalls beim Einschlafen helfen. Nebenwirkungen haben solche rezeptfreien Mittel gegenüber herkömmlichen Schlaftabletten in der Regel nicht. Schlafen Sie gut und vor allem gesund!


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