Gesundheit

Weshalb verlernt man im Alter den Handstand?

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Weshalb verlernt man im Alter den Handstand? (Bild Derek Thomson on Unsplash)

Erinnern Sie sich noch? Als Kind tollte man  draussen  herum, schlug ein Rad nach dem anderen und es wurde gewettet: Wer kann den Handstand länger halten?  

Wir haben keinen Gedanken daran verschwendet zu fallen oder uns zu verletzen. Es ging um den Spass, unser Können unter Beweis zu stellen. Die Kindheit ist ein sorgenloses Alter, in der wir uns ausprobieren und uns austesten.

Doch mit dem Alter verändert sich nicht nur unsere Beweglichkeit, sondern auch die Gedanken, die wir uns machen, wenn wir einen Handstand wagen würden. 

Bei dem Gedanken an einen Handstand  
Wenn man an einen Handstand denkt, kann man schon einmal in Nostalgie versinken. Die Kindheit war ein sorgenloses Alter. Doch wenn wir uns vorstellen, jetzt einen Handstand zu machen, wird bei den meisten wahrscheinlich nicht der erste Gedanke der Spass dabei sein, sondern "Was da alles passieren kann". 

Das ist ganz natürlich, zeigt aber auch, dass wir durch Erfahrungen und Negativerlebnisse im Alter anfangen, über eventuelle Stürze oder Verletzungen nachzudenken. 
 
Verlernt oder doch die Angst vor einem Sturz  
Mit einem guten Gleichgewichtssinn und einer entsprechenden körperlichen Grundvoraussetzung ist es auch im Alter möglich, einen Handstand zu machen. Verlernen können sie ihn nicht.

Sie sind höchstens aus der Übung und benötigen ein paar Anläufe, um sich wieder  einzugewöhnen. Wenn da nicht die Sorge um das "was wäre, wenn" wäre.  

Oft hindert uns die Angst vorm Stürzen oder Verletzen an der Durchführung, und meistens kann gerade dieses Zögern in der Bewegung der Grund sein, warum der Handstand misslingt.  
  
Trugschluss Alter – es ist reine  Kopfsache  
Im Erwachsenenalter entfernen wir uns oft von den Gewohnheiten und Fähigkeiten, die wir als junge Erwachsene oder Kinder pflegten. Denn ab einem gewissen Lebensabschnitt nimmt die Beweglichkeit ab und es stellt sich der Gedanke ein: "Das kann ich doch nicht machen".  

Man muss natürlich seine Fähigkeiten realistisch einschätzen, aber an für sich steht der Übung sonst nichts im Wege, als der innere Schweinehund, der einem zuflüstert: "Was da alles passieren kann".  
  
Durchführung und Technik von einem Handstand  
Die Technik ist alles. Wenn man sich dieser Art des Sports wieder annähern möchte, sollten Sie langsam anfangen, damit die anfängliche Motivation nicht schnell in Frust  umschlägt. Rufen Sie sich den groben Ablauf des der Übung noch einmal ins Gedächtnis.

Dann suchen Sie sich eine Wand, welche genügend Platz und auch bei  Startschwierigkeiten  genug Platz zum Ausweichen bietet. Stellen Sie sich in  ca. einem Meter Abstand, mit dem Gesicht zur Wand blickend, hin.

Nun beginnen Sie die Übung Stück für Stück mit immer mehr Schwung auszuführen. 

Ziel ist es, dass die Wand als Stütze dient, damit Sie Halt haben und nicht nach rechts, links oder in einen Überschlag ausbrechen können. Wenn Sie es schaffen, dass Ihre  Füsse  oben an der Wand anliegen, versuchen Sie diese Position einige Augenblicke zu halten und beginnen Sie dann von vorn. Sie werden sehen ihre Beweglichkeit wird sich in Kürze verbessern. 
  
Was bringt die Angst vorm Stürzen? 
Leider gar nichts. Die "Vermeidungsstrategie" die Menschen im Alter entwickeln, sorgt nur dafür, dass die Menschen unbeweglicher werden und das  Sturzrisiko  erhöht sich. 
 
Was erhalte ich meine Beweglichkeit im Alter? 
Dehnübungen, Spaziergänge, zum Beispiel Sport wie Fahrrad fahren, schwimmen, laufen und alles andere was Ihnen gefällt und Sie in Bewegung hält.  
 
Wie trainiere ich risikolos? 
Machen Sie Ihre Übungen bewusst und kontrolliert. Es ist wichtig, dass Sie, egal welche Übungen oder Sportarten Sie durchführen, langsam anfangen und sich Stück für Stück steigern. Übung macht den Meister. 

 



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      Photo by bruce mars on Unsplash