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Haben Sie nach Ihrer Pensionierung ein paar ungeklärte Fragen zu Ihrem Vermögen?
Haben Sie nach Ihrer Pensionierung ein paar ungeklärte Fragen zu Ihrem Vermögen?
Haben Sie nach Ihrer Pensionierung ein paar ungeklärte Fragen zu Ihrem Vermögen? Dann wenden Sie sich an Experten. Die haben 164 Jahre Erfahrung.

Sie können das Vermögen, das Sie in den ersten Jahren als Pensionierte nicht benötigen, mit mehr Risiko anlegen. Damit erwirtschaften Sie einen Teil des verzehrten Kapitals wieder. Wenn alles gut geht. Hier finden Sie die Anleitung dazu.

Anlagen mit weniger Risiken

Für längerfristig verfügbares Kapital kommen diese Anlagemöglichkeiten in Frage: Kassen- und Anleihensobligationen sind eine sichere Bank. Ist die Anlagedauer lang, ist ein kleiner Anteil Fremdwährungsanleihen ratsam, denn die Rendite ist höher.

Anlagen mit mehr Chancen – und Risiken

Wer in Aktien investiert, wird Miteigentümer einer Gesellschaft und muss daher als Unternehmer denken. Wer so denkt, beabsichtigt eine langfristige Beteiligung. Ein unternehmerisch denkender Anleger wird seine Aktien deshalb nicht übertrieben «aktiv» verwalten und seine Positionen nicht ständig umschichten.

Eine Anlage in Einzelaktien setzt allerdings ein Vermögen von rund 500’000 Franken voraus. Nur so können Sie ausreichend in 15 bis 20 Titel diversifizieren. Bei einem tieferen Depotwert sind Einzelaktien vor allem aus Kostengründen (Gebühren, Kommissionen) nicht empfehlenswert.

Die Alternative sind Aktienfonds, die das Fondsvermögen und damit die Risiken auf eine grosse Anzahl Aktien verteilen. Eine gute Sache, wären da nicht die bekannten Nachteile: schwankende Performance, stattliche Kosten. Entscheidend für die Erträge des Fonds ist die Fähigkeit des einzelnen Fondsmanagers. Doch es gelingt nur wenigen, den Vergleichsindex zu schlagen.

Ein weiterer Grund für die oft unbefriedigenden Resultate sind die teils hohen Kosten. Diese müssen zuerst verdient werden, bevor der Anleger profitieren kann.

Strukturierte Produkte wiederum setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Den Basiswert bildet etwa eine Aktie oder ein Index, dazu kommen oft Optionen. Ein auffälliges Merkmal – verglichen mit einer Obligation – ist der markant höhere Zins.

Strukturierte Produkte vermitteln den Eindruck einer sicheren Anlage mit hoher Verzinsung. Doch das ist ein Trugschluss, denn es besteht die Gefahr, dass der Käufer bei Endfälligkeit an stelle des investierten Kapitals eine bestimmte Anzahl Aktien erhält – was meist nicht seiner Absicht entspricht.

Kapitalschutzprodukte schliesslich ermöglichen Ihnen, bis zu einem gewissen Grad an steigenden Börsen teilzuhaben. Gleichzeitig garantieren sie bei Endverfall – und nur dann – die Rückzahlung des Kapitals in der vereinbarten Höhe (zum Beispiel 95 oder 100 Prozent), selbst wenn die Aktienbörsen eingebrochen sind.

Nachteilig sind jedoch die (versteckten) Kosten von bis zu sechs Prozent der Anlagesumme.

Die Anlegerwelt ist vielfältig und – nicht nur für Laien – schwer zu durchschauen. Halten Sie sich bitte unbedingt vor Augen: Aktienkurse bewegen sich zufällig. Die Börsenkurse werden von unterschiedlichsten Faktoren beeinflusst: vom Ölpreis, vom Zinsniveau, aber auch von der aktuellen politischen Lage, von Terroranschlägen etc.

Solche Ereignisse sind nicht prognostizierbar. Trotzdem werden – im Nachhinein – immer wieder schlüssige Erklärungen konstruiert, weshalb der Kurs einer Aktie gestiegen oder gefallen ist.

Lassen Sie sich von solchen Erklärungen auf keinen Fall zur irrigen Meinung verleiten, verlässliche Zukunftsprognosen seien möglich.

Selbst ernannte Fachleute Anlageberater, Freunde und Bekannte geben gern den sicheren Tipp: «Unbedingt die Aktie X. kaufen. Sie steigt demnächst um 30 Prozent.» Nehmen Sie solche Ratschläge zur Kenntnis, aber handeln Sie nicht blindlings danach.

Handeln Sie rational 

Ein paar typische Anlegerfehler, die Sie vermeiden sollten:

  • Herdentrieb: Die Börse steigt, man kauft.
  • Die Börse fällt, man verkauft.
  • Prinzip Hoffnung: Steigende Aktien werden mit (kleinem) Gewinn verkauft. Verliererpapiere, deren Kurs unter den Kaufpreis gefallen ist, werden in der Hoffnung auf bessere Zeiten gehalten.
  • Nach Hörensagen: Aktien, die in den Medien Aufmerksamkeit erhalten, betrachtet man als Kaufgelegenheit.

Wer diese Hinweise bei der Umsetzung der persönlichen Anlagestrategie berücksichtigt, wird mit seinen Vermögensanlagen längerfristig erfolgreich sein – und eine höhere Rendite erzielen als mit dem Sparkonto.

Gut zu wissen

  1. Ein Grundsatz, der für alle Anleger gilt: Hin und Her machts Konto leer.
  2. Es ist in den meisten Fällen nicht zu empfehlen, sich das Pensionskassenguthaben auszahlen zu lassen, um mit diesem Geld eine Lebensrente zu kaufen. Die Leistungen bei Lebensrentenpolicen sind in der Regel tiefer als die Pensionskassenrente.
  3. Fehlt Ihnen die Zeit, die Erfahrung oder das Interesse, um die Entwicklung an den Finanzmärkten zu verfolgen und Ihr Erspartes entsprechend zu investieren? Dann ist eine Vermögensverwaltung die richtige Wahl. Dabei überlassen Sie das Zusammenstellen, Überwachen und Verwalten eines Portfolios gemäss Ihrer Anlagestrategie den Anlagespezialisten.
  4. Mit einem gewissen Anteil an Fremdwährungen steigen die Renditechancen. Gleichzeitig erhöhen sich die Risiken – das hat sich etwa nach der Aufhebung der Franken-Untergrenze deutlich gezeigt. Wer in einer solchen Situation seine Fremdwährungsanlagen verkaufen muss, fährt Verluste ein. Deshalb sollten Sie Fremdwährungen nur für Vermögensteile in Betracht ziehen, die Sie längerfristig nicht benötigen.
  5. Kapitalschutzprodukte – wie auch alle anderen strukturierten Produkte – sind immer nur so sicher wie das Finanzinstitut, das dahintersteht. Macht dieses Konkurs, ist das Geld verloren (Emittentenrisiko).
  6. Eine kostengünstige Variante zu Aktienfonds sind Exchange Traded Funds (ETFs). Bei diesen handelt es sich um Indexfonds, um passiv verwaltete Fonds also. Ihr Ziel ist die möglichst genaue Nachbildung der Kurs- und Renditeentwicklung eines zugrunde liegenden Börsenindexes. Die Kosten solcher ETFs sind deutlich tiefer als bei aktiven Anlagefonds.

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