Smartphones, die immer mehr Menschen kaufen

Smartphone, Mobiltelefon, Kommunikation
Was für ein Mobiltelefon wünscht sie sich? (Bild: Fotolia)
Viele Jüngere würden so ein Smartphone nicht mal mit Fingern anfassen. Manchen stellen sich schon alle Nackenhaare auf, wenn sie das Wort hören.

Und doch werden diese Nutzer im hohen Alter wohl froh über ein Senioren-Smartphone sein. Die Smartphones von Herstellern wie Doro und Emporia zeichnen sich durch einfache Bedienoberflächen, mechanischen Tasten, Hörgerätekompatibilität und Features für Menschen mit Einschränkungen bei Seh- und Hörvermögen sowie Tastsinn aus, schreibt «areamobile.de».

Ist der Begriff "Senioren-Smartphone" wirklich gut gewählt? Klar, man denkt, jeder wisse bei der Typisierung gleich, was gemeint ist. Aber immer, wenn ich das Wort höre, denke ich auch Folgendes:

1. Niemand möchte zum Senior bzw. als alt abgestempelt werden.

2. Wer bereits ein Smartphone genutzt hat, nutzt es auch bis ins höhere Alter.

3. Große Displays und vereinfachte Benutzeroberflächen bieten auch normale Smartphones.

4. Heute haben 70- bis 90-Jährige häufig noch gar kein Smartphone oder Internet genutzt und wahrscheinlich keinen Bedarf an einem Smartphone. Und doch gibt es einen nicht unbeträchtlichen Markt für ausgewiesene Senioren-Smartphones.

Der Hersteller Emporia mit Sitz in Linz schätzt, dass in diesem Jahr in Deutschland jedes vierte an über 65-jährige Nutzer verkaufte Smartphone ein Senioren-Smartphone sein kann - das entspräche einer Zahl von 200.000 bis 300.000 Einheiten.

In Österreich rechnet Emporia mit einem Potenzial von 20.000 Senioren-Smartphones in diesem Jahr. Gerade die älteren Feature-Phone-Nutzer, die über den PC auch schon Internet-Erfahrung aufweisen, wollen die Hersteller mit ihren Senioren-Smartphones erreichen - neben denjenigen 50- bis 64-Jährigen, die zwar schon ein Smartphone nutzen, aber damit eigentlich nur telefonieren und simsen.

Schon jetzt nutzen laut Doro, einem schwedischen Wettbewerber von Emporia, fast 40 Prozent der 65-Plus-Jährigen ein Smartphone - Tendenz steigend. "Diese Zahl wird im Laufe von 2016 weiter ansteigen, da sich 60 Prozent der Menschen, die 65 oder älter sind, beim nächsten Upgrade ein Smartphone zulegen möchten", erläutert Attila Civelek, Regional Marketing Manager DACH und Osteuropa der Doro Deutschland GmbH.

"Und das bei einem Bevölkerungsanteil in Deutschland von zirka 20 Prozent." Meinem Vorurteil, dass Menschen, die heute über 70 Jahre alt sind und noch kein solches Gerät genutzt haben, gar kein Interesse an Smartphones haben, widersprechen die beiden Hersteller.

Ihre Untersuchungen zeigen vielmehr, dass auch ältere Menschen die Vorzüge von Smartphones nutzen möchten. Allerdings seien die meisten Smartphones nicht an ihre Bedürfnisse angepasst, "Viele fühlen sich sogar ausgegrenzt, weil viele Geräte eben nicht an ihre Bedürfnisse angepasst sind. Wenn ältere Menschen kein Smartphone wollen, dann ist das oft das Ergebnis dieser Unsicherheit", so Civelek.

"Mit unserer Smartphone-Technologie überbrücken wir den 'Digital Divide' und ermöglichen es älteren Menschen, diese Technologie selbständig und selbstbewusst zu nutzen." WhatsApp, einfaches Simsen dank (virtueller) QWERTZ-Tastaturen und sogenannte Special-Interest-Anwendungen als Alltagshilfe oder für Hobbys nennt Karin Schaumberger, Strategie- und Marketing-Chef von Emporia als Gründe dafür, dass selbst Menschen im Alter von knapp 90 Jahren zu einem Smartphone greifen.

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